Intel Q4/2008: Weniger Umsatz, Nettogewinn sinkt dramatisch
Intel hat seine Zahlen für das vierte Quartal 2008 vorgelegt. Wie bereits angekündigt sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um über 20 Prozent, der Nettogewinn beträgt wegen Sonderabschreibungen nur 234 Mio. US-Dollar.
Quelle: PC Games Hardware
Intel: Entwicklung von Umsatz und Nettogewinn
Intel hat im vierten Quartal 2008 einen Umsatz von 8,23 Mrd. US-Dollar erreicht. Das entspricht einem Minus von 19,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 23,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Intel hatte diese Zahlen bereits in seiner Umsatzwarnung zum vierten Quartal veröffentlicht.
Interessant ist der Blick auf den Gewinn. Hier schafft Intel nur einen Nettogewinn von 234 Mio. US-Dollar, in vorangegangenen Quartalen lag der Nettogewinn zwischen 1,4 und 2,2 Mrd. US-Dollar. Wesentlichen Anteil an dieser Negativentwicklung haben Sondereffekte. So muss Intel unter anderem eine Wertberichtigung in Höhe von 1,0 Mrd. US-Dollar bei seinem Investment in Clearwire durchführen, einem Wifi-Unternehmen. Deshalb gibt Intel auch ein operatives Ergebnis von 1,54 Mrd. US-Dollar an. Die Bruttomarge im Q4/2008 lag bei 53 Prozent, im Vorquartal war sie noch bei 59 Prozent.
Intel-Chef Otellini ist sich trotzdem sicher, dass der Chipgigant weiter Erfolg haben wird. Man wolle "Marktwachstum entfachen", wenn sich die Wirtschaft wieder erholt. Die weltweite Krise mache eine fundierte Prognose für das kommende Quartal 1/2009 schwierig. Hier die Prognosedaten:
- Interne Planungen: 7 Mrd. US-Dollar Umsatz
- Bruttogewinnmarge im unteren 40er-Bereich (geringere Fertigungsauslastung, höhere Kosten für den Anlauf der 32nm-Produktion)
- Ausgaben (F&E inklusive Marketing und Verwaltung): ca. 2,5 Mrd. US-Dollar.
- Umstrukturierungskosten und Anlagenabschreibung: ca. 160 Mio. US-Dollar.
- Verluste aus Kapitalbeteiligungen sowie Zinsen und andere Posten: ca. 130 Mio. US-Dollar.
- Abschreibung: ca. 1,2 Milliarden Dollar.
Weitere Details aus dem vierten Quartal:
- Absatz für CPUs und Mainboard-Chipsätze lag "deutlich" unter dem des dritten Quartals.
- Umsätze aus dem Verkauf von Intel Atom-CPUs und -Chipsätzen lagen bei 300 Millionen; dies entspricht einer Steigerung um 50 Prozent.
- Der Durchschnittsverkaufspreis (ASP) von Mikroprozessoren war stabil.
- Ohne Berücksichtigung der Auslieferung von Intel Atom Prozessoren lag der durchschnittliche Verkaufspreis höher.
Die Börsianer scheinen insgesamt mit schlechteren Zahlen und einem pessimistischeren Ausblick gerechnet zu haben. An der Frankfurter Börse notiert die Intel-Aktie aktuell mit rund 7 Prozent im Plus, nachdem sie im Wochenverlauf deutlich nachgegeben hatte.
Im Oktober konnte Intel noch das beste dritte Quartal der Firmengeschichte feiern. Auch AMD lieferte im dritten Quartal 2008 ein unerwartet gutes Ergebnis ab. Die jüngsten Meldungen bestätigen allerdings einen deutlichen Stellenabbau bei AMD. AMD wird kommende Woche seine Finanzzahlen vorlegen. Nvidia musste letzte Woche eine deftige Umsatzwarnung herausgeben.
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Aber ich hab in diesen Foren viel Erfahrung mit Fanboys sammeln dürfen, deswegen sage ich großes Gejammer vorher (auch ohne großen Grund für Gejammer und ohne Gejammer seitens AMDs
Aber rumjammern tun ja auch nur PCGH-Forennutzer, Intel selbst hat eigentlich nur Zahlen vorgestellt und sogar optimistische Angaben für die Zukunft gemacht.
(Bin mal gespannt, was für ein Wehklagen nächste Woche bei AMD ausbricht.)
Insofern hinken Vergleiche zwischen dem persönlichen Einkommen und irgendwelchen Unternehmensgewinnen.
Ich kanns echt nicht mehr hören!!!