Intel-Pläne für Penryn-Nachfolger Nehalem (Update: neue Details)
Die Kollegen von Dailytech wollen aus Kreisen der Mainboard-Hersteller Details zum Sockel des kommenden Nehalem-Prozessors erfahren haben. Diese CPU soll Ende 2008 erscheinen und Hyperthreading zu einem Comeback verhelfen sowie über einen integrierten Speichercontroller verfügen.
Daher wird der Nehalem-Sockel laut Dailytechs Informationen auch nicht über eine höhere Anzahl an Prozessorkontakten verfügen, sondern mit 715 Pads über 60 Anschlüsse weniger als die aktuellen LGA-775 für Intel-CPUs.
Daneben soll noch eine Sockelvariante für Workstations und Server existieren, welche einen deutlich höheren "Pin-Count" (auch wenn das Wort beim LGA nicht ganz korrekt ist) aufweist. Dieser soll für die Kommunikation zwischen den einzelnen CPUs über Intels Quick-Patch-Interface genutzt werden.
Update:
Die asiatische Seite PCWatch.com hat weitere Details zur Architektur von Intels zukünftigen Nehalem-Prozessoren veröffentlicht. So soll es angeblich drei unterschiedliche Varianten geben, welche mit den Codenamen Bloomfield, Lynnfield und Havendale versehen sind.
Bloomfield soll sich dabei an Workstations, Server sowie Enthusiasten richten und mit solchen Features wie einem integrierten Triple-Channel-Speichercontroller und dem neu entwickelten Quick-Patch-Interconnect-Bus aufwarten. Im Grunde entspräche dieser der typischen AMD64-Syste-Architektur mit CPU, Northbridge und I/O-Controller.
Die beiden Chips Lynnfield und Havendale zielen dagegen auf den Massenmarkt, unterscheiden sich jedoch in einigen Punkten dramatisch von Bloomfield und könnten die gewohnte PC-Architektur gehörig über den Haufen werfen.
Intels Lynnfield-CPU ist angeblich ein monolithischer Quad-Core-Prozessor im LGA1160-Form-Faktor mit integriertem Dual-Channel-DDR3-Speichercontroller und einem PCI-E-2.0-x16-Interface. Havendale besteht vermutlich aus zwei separaten Single-Core-Chips, die wie bei Intels aktuellen Quad-Cores in einem Multi-Chip-Module vereinigt sind und verfügt über die gleichen Features wie Lynnfield.
Interessanterweise könnte Havendale zusätzlich über einen integrierten Grafikkern verfügen, was durch die Konzeption als Dual-Core un der daraus resultierenden kleinen Chipfläche durchaus im Bereich des Möglichen liegt.
Da sowohl Lynnfield als auch Havendale einen integrierten Speichercontroller sowie ein PCI-E-Interface haben, wäre die Northbridge dadurch überflüssig. Stattdessen werden die Prozessoren direkt mit dem, als Ibexpeak bezeichneten, Plattform-Controller-Hub (PCH) verbunden sein, welches die Controller für Festplatten, PCI, kabelgebundene und drahtlose LAN-Verbindungen, Video-Ausgänge sowie andere I/O-Anschlüsse enthält.
Während also heutige PCs mit CPU, Northbridge und I/O-Controller noch drei Chips benötigen, welche die Kernfeatures bereitstellen, könnten zukünftige Nehalem-Systeme nur noch aus deren zwei bestehen. Laut derzeitigen Roadmaps sollen Lynnfield und Havendale beide im ersten Halbjahr 2009 erscheinen.
