Intel-Marken Pentium und Celeron werden eingestampft, Notebook-CPUs nur noch als "Intel Processor"

21
News Valentin Sattler Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Intel-Marken Pentium und Celeron werden eingestampft, Notebook-CPUs nur noch als "Intel Processor"
Quelle: Intel

Intel will seine Notebook-Prozessoren künftig nicht mehr als Pentium oder Celeron vermarkten. Um höherwertige Marken in den Fokus zu rücken, will das Unternehmen das Einstiegssegment stattdessen schlicht als "Intel Processor" auf den Markt bringen.

Ab dem kommenden Jahr will Intel die Vermarktung der eigenen Prozessoren umstellen. Dadurch werden, zumindest im Notebook-Segment, zwei traditionsreiche Namen zu Grabe getragen: Künftige Mobil-Prozessoren sollen nicht mehr die Markennamen Pentium oder Celeron tragen. Stattdessen will Intel Einstiegsmodelle künftig schlicht als "Intel Processor" bewerben.

Lange Tradition

Die ersten Pentium-Prozessoren stellte Intel bereits 1993 vor, die Marke ist damit bereits knapp 30 Jahre alt. Lange wurden die High-End-Prozessoren des Unternehmens so bezeichnet, während günstigere Modelle ab 1998 als Celeron auf den Markt kamen. Schon seit 2006 werden schnellere Prozessoren aber als Intels Core verkauft, wodurch die Pentium-Prozessoren im Portfolio nach unten gedrückt wurden. Aktuell werden als Celeron-CPUs deshalb nur noch die günstigsten Modelle vermarktet. Die Pentium-Modelle siedeln sich hingegen direkt darüber an und dienen als Übergang zu Intels Core-i3-Prozessoren.
Ebendieser Bereich wird laut Intel im Notebook-Bereich künftig von den "Intel Processor"-Modellen besetzt. Angeblich soll dadurch erreicht werden, dass höherwertige Marken wie Core, Evo und vPro eher im Fokus stehen. Doch auch wenn die Namen Celeron und Pentium an Strahlkraft eingebüßt haben, dürften sie trotzdem weithin bekannt sein. Zumindest "Pentium" schaffte es sogar in die Popkultur, und steht wie kaum etwas anderes für die großen Hardware-Umbrüche um die Jahrtausendwende. Ob "Intel Processor" diese Lücke füllen kann, bleibt deshalb abzuwarten.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Auch interessant: Intel Arc A770: In Hitman 3 mit 2,7 GHz Boost gesichtet

Immerhin: Zumindest im Desktop-Segment ist von einem entsprechenden Wechsel keine Rede, hier will Intel mit der kommenden Raptor-Lake-Generation also offenbar wieder neue Celeron- und Pentium-CPUs anbieten. Und selbst falls das nicht der Fall sein wird, so könnte die Geschichte für die beiden Marken dennoch weitergehen. Nach einigen Jahren hat schließlich auch AMD die alten Namen FX und Athlon wiederbelebt, um die Bulldozer-CPUs und APUs ohne IGP zu vermarkten.

Quelle: Intel via Wccftech

21
    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Der Celeron N5100 haut ganz schön rein mit seinen 4MB L3 Cache und 4 Kernen, allerdings sollten diese 200€ Notebooks dann auch mit 2x4GB statt nur 1x4GB ausgestattet sein, worüber sich auch die großzügig bemessene Grafikeinheit freut, die ja wie die Kerne nur niedriger taktet als der Pentium Silver N6005. Bei League of Legends ergibt sich mit 1x DDR4-2933 ein unrundes Spielerlebnis bei 1080p und niedrigen Details. Für ältere Spiele passt Jasper Lake schon auch mit 1x4 GB bzw. maximal 2x8 GB DDR4-2933, zumal in "Intel 10" gefertigt und sensationell sparsam und für Alltägliches wie die Erstellung von USB Boot Sticks für ein neues Betriebssystem perfekt. Was diese CPUs alles an älteren Modellen überholt ist beachtenswert. Naja, Intel macht das schon.

        Die Idee mit Core i1 finde ich auch gut.

        Da ich beim Namensschema völlig mühelos durchblicke, hätten sie von mir aus auch Celeron und Pentium weiter laufen lassen. Allerdings ist ein 400€ Notebook mit AMD Ryzen 3 5300U, 2x4GB RAM und 256GB SSD auch einen Blick wert.
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Der Celeron N5100 haut ganz schön rein mit seinen 4MB L3 Cache und 4 Kernen, allerdings sollten diese 200€ Notebooks dann auch mit 2x4GB statt nur 1x4GB ausgestattet sein, worüber sich auch die großzügig bemessene Grafikeinheit freut, die ja wie die Kerne nur niedriger taktet als der Pentium Silver N6005. Bei League of Legends ergibt sich mit 1x DDR4-2933 ein unrundes Spielerlebnis bei 1080p und niedrigen Details. Für ältere Spiele passt Jasper Lake schon auch mit 1x4 GB bzw. maximal 2x8 GB DDR4-2933, zumal in "Intel 10" gefertigt und sensationell sparsam und für Alltägliches wie die Erstellung von USB Boot Sticks für ein neues Betriebssystem perfekt. Was diese CPUs alles an älteren Modellen überholt ist beachtenswert. Naja, Intel macht das schon.

        Die Idee mit Core i1 finde ich auch gut.

        Da ich beim Namensschema völlig mühelos durchblicke, hätten sie von mir aus auch Celeron und Pentium weiter laufen lassen. Allerdings ist ein 400€ Notebook mit AMD Ryzen 3 5300U, 2x4GB RAM und 256GB SSD auch einen Blick wert.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von 4thVariety
        und genau deswegen braucht es keine Neuware mit Intel N4000 und N6000, weil nur so vermeidet man Elektroschrott.
        Ja. Es gibt Unmengen an günstiger, gebrauchter Buisinessware mit guten Displays, vernünftigen SOCs, ordentlichen Gehäusen, Tastaturen und viel Speicher. Das x86-Lowend braucht die Welt einfach nicht. (weder bei AMD noch bei Intel)
      • Von 4thVariety BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von RyzA
        Meine Frau hat ein Notebook von Dell mit i5, 8GB Ram und SSD das läuft super flüssig und ist leise.
        Extra Grafik braucht sie nicht weil sie nicht spielt. Das Notebook hatten wir im Angebot vor 4 Jahren für 500 Euro gekauft.
        Davor hatte sie ein MSI Notebook mit Core i3, 4GB Ram. Das habe ich mit einer SSD gepimpt und mein Sohn nutzt das für die Schule.
        und genau deswegen braucht es keine Neuware mit Intel N4000 und N6000, weil nur so vermeidet man Elektroschrott.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Damals und heute haben aber nichts miteinander zu tun.
        Das hatte ich auch nicht damit sagen wollen.
      • Von Quake2008 Volt-Modder(in)
        Mann sollte Ressourcen schonen und alles unter einem i5 einstampfen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk