Intel: Penryn-Prozessoren bringen 20 Prozent mehr Spieleleistung

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Intel: Penryn-Prozessoren bringen 20 Prozent mehr Spieleleistung Die größte Veränderung in der Transistortechnologie seit 40 Jahren: So nannte Stephen Smith, bei Intel zuständig für die Abteilung "Digital Enterprise Group Operations", die Technik hinter der kommenden "Penryn"-Prozessorfamilie, die heute in einer Telefonkonferenz näher vorgestellt wurde. Die neue Chipgeneration wird im neuen 45-Nanometer-Prozess gefertigt; zudem verwendet Intel in den Transistoren erstmals eine neue Isolationsschicht auf Hafnium-Basis, welche Leckströme auf ein Zehntel reduzieren soll. Dadurch kann die Taktfrequenz erhöht werden: Intel erwartet die 3-Gigahertz-Grenze zu durchbrechen.

Dabei handelt es sich beim Penryn um kein grundlegend neues Design, weshalb die CPUs auch weiterhin als "Core 2" verkauft werden. Der Front Side Bus wird schon zuvor auf 1.333 MHz beschleunigt, der Penryn bleibt dabei - nur die neuen Serverprozessoren der "Xeon"-Reihe erreichen 1.600 MHz. Die Abkehr vom klassischen FSB bringt die neue Generation noch nicht, der integrierte Speichercontroller kommt erst mit der übernächsten Generation "Nehalem".

Dafür gibt's um 50 Prozent vergrößerte L2-Caches, die bei den Zweikern-Prozessoren dann 6 MByte und bei den Vierkern-Modellen 12 MByte groß sein werden. Auch der Befehlssatz wird um einige neue SSE4-Instruktionen erweitert, was Spiele und Multimedia-Anwendungen beschleunigen soll. Durch diese Maßnahmen und weitere Verbesserungen an der Architektur will Intel die Spieleleistung um mindestens 20 Prozent gegenüber den schnellsten aktuellen Core-2-Modellen steigern; bei CPU-intensiven Aufgaben wie dem Video-Encoding sollen sogar bis zu 40 Prozent mehr Performance drin sein.

Trotzdem soll die maximale Leistungsaufnahme (TDP) gegenüber der aktuellen Generation unverändert bleiben, je nach Modell und Kernanzahl beträgt sie also weiterhin 65 (Core 2 Duo), 95 oder 130 Watt (Core 2 Quad/Extreme). Zudem wird der durchschnittliche Energiebedarf durch einen neuen "Deep Power Down"-Modus gesenkt, in dem die CPU im Leerlauf nur noch mit minimaler Spannung versorgt und der Cache abgeschaltet wird - das soll die Akkulaufzeit in Notebooks deutlich verlängern.

Und wann? Die Produktion der neuen Prozessoren, die im Desktop-Bereich die Codenamen "Wolfdale" (zwei Kerne) und "Yorkfield" (vier Kerne) tragen, läuft noch in der zweiten Jahreshälfte an; ein genaues Datum für den Markteintritt gibt es aber noch nicht. Die CPUs sollen weiterhin auf dem Sockel 775 basieren und mit Intels neuer Chipsatz-Reihe zusammenarbeiten, obwohl dafür ein BIOS-Update nötig sein könnte.

Man darf gespannt sein, wie sich Intels runderneuerter Core 2 gegen AMDs nächste Athlon-Generation schlägt.

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