Intel-Nehalem-EX: 4 CPUs, 8 Kerne und HT machen 64 bearbeitbare Threads
Auf dem IDF führte Intel eindrucksvoll ihre neue High-End-Server-Plattform Nehalem-EX in einer Live-Demo vor. PC Games Hardware gibt einen Einblick auf die imposante Plattform
Quelle: http://www.combuterbase.de
Nehalem-EX
Neben der Nehalem-EP Plattform mit den Codenamen Gainestown die maximal zwei 4-Kerner unterstützt, zeigte Intel auf der IDF ein laufendes System auf Basis der neuen High-End-Server-Plattform Nehalem-EX. Diese bietet bisher vier Sockel, welche jeweils mit einem 8-Kerner bestückt waren. Insgesamt ergab das eine Thread-Anzahl von imposanten 64 - 4 (Sockel) mal 8 (Kerne) mal 2 (Hyper-Threading).
Die Prozessoren sind zueinander mit jeweils vier Intel-QPI-Links (Quick-Path-Interconnect) verbunden. Außerdem verfügt jeder Prozessor über 24 MiByte L3-Cache, um unnötige Zugriffe auf den Arbeitsspeicher zu vermeiden.
Quelle: http://www.combuterbase.de
Nehalem-EX
Während der Demonstration waren alle 64 Threads voll ausgelastet. Leider ist aber unbekannt, was genau berechnet wurde. Nehalem-EX soll auch in einer Konfiguration mit acht Sockeln kommen, welche dann fähig wäre, 128 Threads gleichzeitig zu verarbeiten. PC Games Hardware hat die für sie relevante Datenblätter und Bilder in der Bildergalerie zusammengestellt. Dank an die Kollegen von computerbase.de, die das Bildmaterial freundlicherweise bereitstellten.
Links zum Thema:
• Intel: Echter 8-Kern-Nehalem voraussichtlich noch Ende 2009
• Nehalem für Server: Intel bringt den Xeon 5500
• Intel führt 32-nm-CPU vor - Update: mehr Details zum Nehalem-Nachfolger
• Intel streicht IDF in Taipei und kürzt Beijing


optimierten Programmen gibts´s pi mal daumen 20% an Mehrleistung.
Aber wenn eine Anwendung eh schon versucht, mehrere Kerne zu nutzen, dann ist es oft so, dass ein Hauptthread limitiert, einen Kern alleine auslastet und auf den anderen Kernen Rechenleistung brachliegt, die sich auch ohne HT nutzen ließe.
HT bringt nur dann was, wenn man viele, genauer: (deutlich) mehr vollkommen unabhängige Anwendungen als reale Kerne hat - das mag bei Virtualisierung möglich sein, aber wenn die Dinger in einem Rechner mit beschränkter Aufgabenanzahl zum Einsatz kommen, stellt sich schon die Frage, ob die Technik bei der Berechung weniger, komplexer Probleme irgendwie hilft...
Intels eigene x86-64Bit Erweiterung war schon seit Jahren in der Entwicklung (und nach Vermutung einiger auch schon mehr als serienreif, über ungenutzte Implementierung im Northwood wurde immer wieder spekuliert) und der EM64T Befehlssatz ist auch keineswegs zu 100% mit AMD64 identisch.
Mag sein, dass man einiges übernommen hat, aber die Lizenz von AMD dient wohl in erster Linie dazu, Kompatibilität zwischen den beiden selbst entwickelten Techniken sicherzustellen. (auch recht brisant im Zusammenhang mit den aktuellen Streitigkeiten: Wenn AMD64 und x86 Lizenz gegenseitig entzogen werden, dürfte Intel in wenigen Monaten eine Alternative haben)
HyperTransport und QPI haben noch weniger gemeinsam, die verwenden sogar eine unterschiedliche Anzahl an Datenleitungen, eine unterschiedliche Anzahl an Signalen/Takt,...
"Speichercontroller in der CPU" ist zu guter letzt nicht mehr als ne Ortsangabe, keine Technik - und dementsprechend auch nichts, wo man großartig kopieren konnte.
An solcher hardware zu Basteln wäre irgendwie geil
Aber ich denke nur an die anderen neutralen Leser, die diese oder anderen "Wortgefechte" lesen und so Denken könnten, als wären Fanboys am Werk.
Sozusagen gegenseitig den Wind aus den Segeln nehmen und schlimmeres verhindern
Naja, massig Saft dürfte so ein System bestimmt ziehen und schlecht für die Umwelt sein...