Alder Lake-S: Intel-Leak bestätigt TDP bis 125 Watt für mutmaßliches Spitzenmodell

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Alder Lake-S: Intel-Leak bestätigt TDP bis 125 Watt für vermutliches Spitzenmodell (1)
Quelle: Intel

Vermutlich versehentlich tauchten zahlreiche öffentlich einsehbare Dokument-Listungen in Intels Repository auf, die mehr oder minder aufschlussreiche Informationen lieferten sowie auch bisherige Gerüchte bestätigten. Darunter auch bisherige Spekulationen um Alder Lake-S.

Intel will mit Alder Lake in diesem Jahr in die Offensive im Mainstream-Markt für Desktop-CPUs gehen. Nachdem jahrelang immer neue 14nm-Prozessoren auf den Markt geworfen wurde, folgt final der Sprung auf 10nm. Doch bekanntermaßen ist das nicht die einzige große Neuerung der Chips. Zugleich setzt Intel auf das Konzept Big-Little, welches seit vielen Jahren bereits bei Smartphones sowie Tablets und deren ARM-SoCs Anwendung findet und mit Apples ARM-basierten M1 jüngst auch auf erste Notebooks und Desktop-Rechner übersprang.

Große und kleine Rechenkerne teilen sich die Arbeit untereinander auf. Weniger anspruchsvolle Aufgaben werden auf stromsparende, kleine Rechenkerne ausgelagert, während die großen CPUs rechenintensive Aufgaben übernehmen und entsprechend mehr Strom verbrauchen. Im Falle von der x86-CPUs der Alder Lake-Reihe teilen sich große Golden Cove-Kerne den Die mit kleinen Gracemont-Kernen in unterschiedlichen Konfigurationen.

Der Leistungssprung gegenüber den konventionellen Chips betrage laut geleakter Intel-Folie 20 Prozent in Single-Thread-Szenarien, wobei offengelassen wird, welche Vergleichsprozessoren herangezogen wurden. Bei der Multi-Thread-Performance seien gar 200 Prozent der Leistung, also eine Verdoppelung drin, was angesichts von 16 Rechenkernen in der Spitze (8+8) gegenüber dem aktuellen Maximum von 8 Kernen bei Tiger Lake sowie Rocket Lake wenig verwundert und eher Effekthascherei ist.

Einen zusätzlichen Leistungsschub soll indes auch DDR5-Speicher bringen, der durch die Alder Lake-SKUs sowie der dazugehörigen Plattform, auf dem Desktop mit dem Sockel LGA1700, unterstützt wird. Intel geht dabei jedoch einen Hybrid-Ansatz und bietet auch DDR4-Support. Der dürfte vor allem für günstigere Hauptplatinen bestimmt sein, während die High-End-Mainboards mit Z690-PCH wohl auf DDR5 setzen.

Unterstrichen wird der DDR5-Support auch durch das kürzlich erfolgte Repository-Update von Intel, das zahlreiche Dokumente listete und diverse Details und Info-Schnipsel zu kommenden Produkten bereithielt. Ferner sind darin auch ein paar weitere Anmerkungen zu Alder Lake-S zu entdecken. Die wesentlichen Konfigurationen sind bereits längere Zeit im Umlauf und werden durch einige Angaben gestützt. Als Spitzenmodell soll ein Prozessor mit 8 Golden Cove- und 8 Gracemont-Kernen herhalten. Hinzu gesellt sich eine integrierte GT1-Grafikeinheit (8+8+1).

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Angaben zur TDP machten bereits im vergangenen Jahr mehrfach die Runde. Die Bestätigung durch den ungewollten Leak scheint daher im Grunde nur Formsache und so kappt Intel das Strom-Budget für die Spitze des Line-Ups auf 125 Watt. Gemäß Gerüchteküche soll alternativ auch eine 8+8+1-Konfiguration in den Handel kommen, die sich maximal 80 Watt zu Gemüte führen darf. In den Listungen ist zudem von einer 65-Watt-Klasse die Rede, während die kürzlich gesichtete 8+0-Konfiguration ebenfalls Erwähnung findet.

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Bis Alder Lake-S letztlich im Handel erscheint, werden noch so einige Monate ins Land gehen. Erst zum Jahresende wird mit den neuen CPUs gerechnet und ohnehin ist die Rocket Lake-S-Riege eigentlich noch nicht offiziell im Handel angekommen. Erst am 30. März fällt der Startschuss, gleichwohl erste Händler deutlich früher erste Exemplare verkauften.

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    • Kommentare (34)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Das hab ich nie bezweifelt. Natürlich ist das Konzept wenns gut gemacht ist energieeffizienter.
        Dann stellt sich aber die Frage ... warum nur eine halbgare Lösung anstreben, wenn es auch besser geht?
        Insofern, ändert sich m. M. n. nichts an meinem Argument: Typische Consumer-Workloads haben eine derart extreme Spannweite von 98 % der Betriebszeit im Idle bis zu 98 % dauerhafte Volllast und nicht selten gar noch mit Bedarf für erweiterte Instruktionssätze ... das ist nichts, was man universell mit einer Architektur über die gesammte Spannweite effizient abbilden können wird.
        Legt man das Desing auf maximale Effizienz aus, wird einem die Leistung fehlen, im Worst Case schon weit vor einem Hochlastszenario,
        legt man das Design auf maximale Leistung aus, wird es mit abnehmender Last zunehmende ineffizienter,
        und legt man das Design auf die "goldene Mitte" hin aus, ist es im Niedriglastbereich weniger effizient und im Hochlastbereich längst nicht so performant, wie man es gerne hätte.

        Insofern finde ich den Ansatz gut und finde es spannend zu beobachten, wie sich das über die Jahre entwickeln wird (nicht als implizite Unterstellung gemeint, dass du das wohlmöglich genau anders herum siehst und vielleicht blöd findest ). Ein Kernproblem dabei ist ja auch, dass man da viel drüber theoretisieren kann, aber wenn man das mal nicht in konkrete Produkte überführt, zur Marktreife bringt und einführt und sich entwickeln lässt und im Zuge dessen auch die anderen Marktteilnehmer involviert, wird das immer nur graue Theorie bleiben, deren volles Potential man möglicherweise auch nie ganz absehen können wird.

        *) Zu Lakefield gibt es bspw. einen Graphen, der die relative Performance der beiden Kerntypen dem Verbrauch gegenüberstellt und bei etwa 52 % der Sunny Cove-Performance scheint der Wendepunkt zu sein. Oberhalb dieser relativen Performance steigt der Verbrauch des Tremont-Kerns deutlich an und überschreitet den Verbrauch des SC-Kerns schnell und sehr deutlich, bis er dann bei etwa 65 % sein Maximum erreicht. Unterhalb der etwa 52 %igen Performance dagegen arbeitet der Tremont-Kern durchgehend effizienter als der SC-Kern.
        Und dahingehend halt auch der letzte Absatz in meinem vorigen Post, ob Intel es hier gar noch mit Gracemont gelingt dieses Unterschreiten der Kurve (des in dem Falle dann Golden Cove-Kerns), sprich die Effizienz noch weiter zu verbessern?

        Wie schon zuvor bemerkt wurde: Manche Consumer, bspw. Gamer, werden davon wenig merken und denen wird das auch möglicherweise reichlich egal sein (nicht jedoch die zusätzliche Leistung, die die bis zu 8 Gracemont-Kerne zusätzlich beisteuern können, bzw. die Last, die diese Kerne von den großen Golden Cove-Kernen fernhalten können), jedoch im Mobile-Bereich dürfte man das schon deutlich spüren und selbst bei den Abermillionen Office-PCs (und in ähnlicher Art genutzten PCs) dürfte sich das in Summe signifikant bemerkbar machen.
        Intel wird hier vermutlich immer noch ein leichtes Fertigungshandicap haben, da ich (vorerst) nicht davon ausgehe, dass sie mit ihren 10nm Enhanced SuperFin mit dem optimierten N7 vollends gleichziehen können werden und wenn doch, dann steht möglicherweise bei AMD auch ein Wechsel auf den N6 an, aber so oder so ist es ein interessanter und begrüßenswerter Schritt, insbesondere, da dem Markt dadurch ja auch nichts verloren geht, denn wer damit nichts anfangen kann und will, wird bei AMD weiterhin "herkömmliche" CPUs finden und selbst bei Intel scheint die Hybrid Technology vorerst auf dem Desktop auch nur eine Option zu sein, da es wohl auch Designs ohne Gracemont-Kerne geben wird. *) Insofern ist es auch gut, das Intel den Weg beschreitet, denn AMD hat für so etwas derzeit schlicht keine Ressourcen und andere Ziele und insofern wird man hier beobachten können, ob so etwas gewinnbringend auf x86 adaptiert werden kann, vielleicht nicht direkt mit einem eindeutigen Ergebnis bei Alder Laker, aber vielleicht werden die Vorteile/Zugewinne dann ja mit Raptor Lake und Meteor Lake größer weiter zunehmen ... wer weiß ...

        *) Ob die X+0 Modelle tatsächlich eigene Dies ohne Gracemont-Kerne sein werden oder ob die Kerne hier nur abgeschaltet werden, ist noch unklar. Intel hätte mit seinem Fertigungsvolumen durchaus die Möglichkeit auch dedizierte Dies zu entwickeln, die Frage ist nur, ob Intel dafür einen nennenswerten Markt sieht.
        Jedenfalls soll es bspw. auch angeblich so etwas wie eine ADL-S mit nur 8 großen Golden Cove-Kernen geben. Ein Enthusiast, der sich für Intel entscheiden würde, würde dann vermutlich aber dennoch einen 8+8 bevorzugen, weil der absehbar deutlich mehr Leistung bieten wird.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Das hab ich nie bezweifelt. Natürlich ist das Konzept wenns gut gemacht ist energieeffizienter.
        Dann stellt sich aber die Frage ... warum nur eine halbgare Lösung anstreben, wenn es auch besser geht?
        Insofern, ändert sich m. M. n. nichts an meinem Argument: Typische Consumer-Workloads haben eine derart extreme Spannweite von 98 % der Betriebszeit im Idle bis zu 98 % dauerhafte Volllast und nicht selten gar noch mit Bedarf für erweiterte Instruktionssätze ... das ist nichts, was man universell mit einer Architektur über die gesammte Spannweite effizient abbilden können wird.
        Legt man das Desing auf maximale Effizienz aus, wird einem die Leistung fehlen, im Worst Case schon weit vor einem Hochlastszenario,
        legt man das Design auf maximale Leistung aus, wird es mit abnehmender Last zunehmende ineffizienter,
        und legt man das Design auf die "goldene Mitte" hin aus, ist es im Niedriglastbereich weniger effizient und im Hochlastbereich längst nicht so performant, wie man es gerne hätte.

        Insofern finde ich den Ansatz gut und finde es spannend zu beobachten, wie sich das über die Jahre entwickeln wird (nicht als implizite Unterstellung gemeint, dass du das wohlmöglich genau anders herum siehst und vielleicht blöd findest ). Ein Kernproblem dabei ist ja auch, dass man da viel drüber theoretisieren kann, aber wenn man das mal nicht in konkrete Produkte überführt, zur Marktreife bringt und einführt und sich entwickeln lässt und im Zuge dessen auch die anderen Marktteilnehmer involviert, wird das immer nur graue Theorie bleiben, deren volles Potential man möglicherweise auch nie ganz absehen können wird.

        *) Zu Lakefield gibt es bspw. einen Graphen, der die relative Performance der beiden Kerntypen dem Verbrauch gegenüberstellt und bei etwa 52 % der Sunny Cove-Performance scheint der Wendepunkt zu sein. Oberhalb dieser relativen Performance steigt der Verbrauch des Tremont-Kerns deutlich an und überschreitet den Verbrauch des SC-Kerns schnell und sehr deutlich, bis er dann bei etwa 65 % sein Maximum erreicht. Unterhalb der etwa 52 %igen Performance dagegen arbeitet der Tremont-Kern durchgehend effizienter als der SC-Kern.
        Und dahingehend halt auch der letzte Absatz in meinem vorigen Post, ob Intel es hier gar noch mit Gracemont gelingt dieses Unterschreiten der Kurve (des in dem Falle dann Golden Cove-Kerns), sprich die Effizienz noch weiter zu verbessern?

        Wie schon zuvor bemerkt wurde: Manche Consumer, bspw. Gamer, werden davon wenig merken und denen wird das auch möglicherweise reichlich egal sein (nicht jedoch die zusätzliche Leistung, die die bis zu 8 Gracemont-Kerne zusätzlich beisteuern können, bzw. die Last, die diese Kerne von den großen Golden Cove-Kernen fernhalten können), jedoch im Mobile-Bereich dürfte man das schon deutlich spüren und selbst bei den Abermillionen Office-PCs (und in ähnlicher Art genutzten PCs) dürfte sich das in Summe signifikant bemerkbar machen.
        Intel wird hier vermutlich immer noch ein leichtes Fertigungshandicap haben, da ich (vorerst) nicht davon ausgehe, dass sie mit ihren 10nm Enhanced SuperFin mit dem optimierten N7 vollends gleichziehen können werden und wenn doch, dann steht möglicherweise bei AMD auch ein Wechsel auf den N6 an, aber so oder so ist es ein interessanter und begrüßenswerter Schritt, insbesondere, da dem Markt dadurch ja auch nichts verloren geht, denn wer damit nichts anfangen kann und will, wird bei AMD weiterhin "herkömmliche" CPUs finden und selbst bei Intel scheint die Hybrid Technology vorerst auf dem Desktop auch nur eine Option zu sein, da es wohl auch Designs ohne Gracemont-Kerne geben wird. *) Insofern ist es auch gut, das Intel den Weg beschreitet, denn AMD hat für so etwas derzeit schlicht keine Ressourcen und andere Ziele und insofern wird man hier beobachten können, ob so etwas gewinnbringend auf x86 adaptiert werden kann, vielleicht nicht direkt mit einem eindeutigen Ergebnis bei Alder Laker, aber vielleicht werden die Vorteile/Zugewinne dann ja mit Raptor Lake und Meteor Lake größer weiter zunehmen ... wer weiß ...

        *) Ob die X+0 Modelle tatsächlich eigene Dies ohne Gracemont-Kerne sein werden oder ob die Kerne hier nur abgeschaltet werden, ist noch unklar. Intel hätte mit seinem Fertigungsvolumen durchaus die Möglichkeit auch dedizierte Dies zu entwickeln, die Frage ist nur, ob Intel dafür einen nennenswerten Markt sieht.
        Jedenfalls soll es bspw. auch angeblich so etwas wie eine ADL-S mit nur 8 großen Golden Cove-Kernen geben. Ein Enthusiast, der sich für Intel entscheiden würde, würde dann vermutlich aber dennoch einen 8+8 bevorzugen, weil der absehbar deutlich mehr Leistung bieten wird.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von gerX7a
        Sinn und Zweck einer derart angepassten Architektur ist bei einem gegebenen Workload und Lastszenario energieeffizienter zu sein.
        Das hab ich nie bezweifelt. Natürlich ist das Konzept wenns gut gemacht ist energieeffizienter.

        Ich behaupte nur, dass man auch mit "altmodischen" CPUs wesentlich effizienter unterwegs sein könnte wenn man nur wollte. Nur will der Hersteller das nicht weils beim entschuldigung dummen Kunden blöd ankommt.

        Und je nachdem in welchem Bereich wir uns bewegen ist dann der Unterschied nicht mehr groß. Denn das BigLittle-Prinzip hat umso mehr Vorteile je geringer die geforderte Last ist. Sobald man ein bisschen was fordert wäre ein effizient eingestellter "Big"-Kernkomplex nicht mehr ineffizienter. Nur befinden sich die allermeisten Rechner die allermeiste Zeit im Idle (oder nur knapp darüber) - und da bringts halt was.

        Ich weiß man wird immer gleich für die Vergleiche verprügelt aber es is halt son bisschen wie bei hochgezüchteten Autos. Die Leute kucken auf die PS-Zahlen, lesen 300 als Beispiel und denken wow geil schnell. Dabei erreicht die Kiste die 300PS nur im obersten Grenzbereich und 99% der Zeit fährt der Normalo halt keine Rennen oder düst auf der AB wie ein irrer über 200 - und nutzt von den 300PS vielleicht im Mittel 30. Auch da gibts viel effizientere Wege aber die Leute wollen halt das 300PS-Schild kaufen bis man sie zwingt - das BigLittle ist dann die Hybridkarre. 300PS aufm Schild aber kann trotzdem effizient(er) knapp über Idle.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Nur, wenn man deren Betriebsparameter so wählen muss dass die breite Masse es nicht abstraft.

        Stell dir mal vor, eine "full blown" CPU wie der dickste Ryzen oder Rocketlake würden bei Workload, der nur kleinere Teillasten erzeugt hingehen und die Kerne nur auf 3 GHz bei <1V Spannung betreiben. Die CPU könnte die allermeisten Alltagsdinge mit ner Handvoll Watt Verbrauch im Schongang erledigen und ohne mit der Stoppuhr da zu sitzen würde niemand den Unterschied zu "MUSS-5-GHZ-BOOSTEN!!!!" bemerken.

        Nur hätte das zur Folge, dass in der Computerbild der (eine) Balken dieser CPU kürzer würde. Kürzer als der der Konkurrenz und kürzer als der des eigenen Vorgängers. Denn eine ausreichend differenzierte Betrachtung solcher Dinge findet abseits von Spezialforen wie unserem und Nerdplattformen wie PCGH, HWL, CB usw. nicht statt.
        Und den Pseudo-Shitstorm der großen unwissenden Masse will keiner der Hersteller mitmachen.

        Es ist ja nicht so, dass aktuelle CPUs nicht auch irre effizient betrieben werden können. Nur macht sowas kein Hersteller weil man in Standardtests entsprechend schlechter dasteht und nur ein sehr kleiner Bruchteil der Bevölkerung ausreichend Kenntnisse über die Technik hat um zu erkennen was daran so toll ist bzw. warum man dadurch keinen wirklichen Nachteil hat. Der Effekt obiger Herangehensweise wäre eher, dass Tausende Threads aus dem Boden schießen die "CPU defekt! Geht im Windows nur mit 3 GHz!!11eins" lauten.
        Da unterliegt du einem Denkfehler. Sinn und Zweck einer derart angepassten Architektur ist bei einem gegebenen Workload und Lastszenario energieeffizienter zu sein. Das hat nichts damit zu tun, dass man grundsätzlich auch einzelne große Kerne komplett abschalten oder bspw. mit niedrigerem Takt und damit auch niedrigeren Spannungen betreiben kann.
        Und genau aus diesem Grund gibt es bspw. auch in der ARM-Welt hochspezialisierte kleine Kerne, die mit deutlich kürzerer In-order-Pipeline und einem deutlich einfacheren Aufbau deutlich effizienter unterwegs sind als ihre größeren, komplexeren Geschwister. Denn wäre dem nicht so, würde es kein big.LITTLE und jetzt DynamIQ geben in der ARM-Welt, sondern die SoCs hätten alle nur einen einzigen Kerntyp und man würde bei Bedarf schlicht Kerne stilllegen und andere wiederum deutlich heruntertakten. Ganz offensichtlich geht die Rechnung jedoch nicht auf, sprich ein solches Vorgehen wäre immer noch nicht so effizient wie das aktuell praktizierte, mit unterschiedlichen Kerntypen die ihren Sweetspot an unterschiedlichen Stellen liegen haben und sich damit für unterschiedliche Szenarien mal mehr und mal weniger gut eigenen. Du kannst dir an zwei Fingern ausrechnen, dass die Entwickler sich diese Komplexität und zusätzlichen Entwicklungskosten bei aktuellen Designs gerne ersparen würden und einfach nur Abschalten und Frequenzen reduzieren würden, wenn das effizienter wäre, ist es aber offensichtlich nicht und dementsprechend betreibt man diesen immensen Aufwand.

        Die Frage, die ich mir hier stelle ist, in wie weit Intel hier bei/mit Gracemont eine weitere Optimierung anstrebt, u. a. um insbesondere im LowPower-Bereich besser mit ARM konkurrieren zu können. (Der Desktop wäre dann quasi so nebenbei der Nutznießer, denn hier gibt es auch mehr als genügend Idel- und Idle-nahe Lastzustände und oftmals über lange Zeiträume.)
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Die TDP bei Intels großen CPUs ist 125W. Der Maximalverbrauch im Boost 250W (56 Sekunden lang).
        Wobei die 56 sec auch nur offiziell sind und sich die CPU auch dauerhaft mehr gönnen kann, wenn es der Boardhersteller vorsieht. Für Zocker, die sich ein Z Mainboard kaufen, ist die TDP sowieso nur eine pro forma Angabe.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Mahoy
        Wenn natürlich jede hastige Mausbewegung dazu führt, dass maximal Dampf gemacht wird, hat man ein Problem.
        Genau das ist aber die aktuell gängige Einstellung... Die Bewegung muss nicht mal hastig sein.

        Zitat von RtZk
        Bei AMD sind es 142. 8 Kerne mit HT + 8 kleine Kerne mit 125 Watt TDP sind dann sicherlich nicht schlimm.
        Bitte wie üblich nicht durcheinanderwerfen.

        Die TDP bei AMDs großen CPUs ist 105W. Der Maximalverbrauch im Boost 142W (dauerhaft).
        Die TDP bei Intels großen CPUs ist 125W. Der Maximalverbrauch im Boost 250W (56 Sekunden lang).

        Bei üblicher höherer Teillast wie CPU-lastigen Spielen bewegen sich beide bei groben 70-100W.
      Direkt zum Diskussionsende
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