Olympia 2020: Intel Core i5 ermöglicht Gesichtserkennung
Intel hat bekanntgegeben, dass man die Olympischen Sommerspiele 2020 mit einer besonderen Software unterstützen wird, die dafür sorgt, dass Gesichter der Athleten und anderen Zuständigen automatisch erkannt und registriert werden können. Was anschließend mit den gesammelten Daten passiert, ist noch unklar.
Die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokyo rücken immer näher. Vom 24. Juli bis 09. August 2020 wird es in Japan wieder allerhand Disziplinen geben, bei denen die ganze Welt zuschauen wird. Damit es zwischendurch kein Chaos gibt, hat sich Hardware-Hersteller Intel etwas ganz Besonderes ausgedacht. Die Software mit dem Namen NeoFace soll erstmals bei Olympia 2020 zum Einsatz kommen. Mit dieser Software sollen über 300.000 Gesichter von Athleten, Medienvertretern und Freiwilligen erkannt werden.
Das Ziel sei es laut Intel, mögliche Betrugsversuche vorab zu unterbinden und dafür zu sorgen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Außerdem sollen dadurch lange Wartezeiten durch Identifikationsüberprüfungen vermieden werden. Intel gibt außerdem an, dass die Software von einem Core-i5-Prozessor befeuert wird. Um welche Generation es sich dabei handelt, wurde jedoch nicht genannt. Wahrscheinlich möchte man damit zeigen, dass auch die Mittelklasse derart komplexe Anwendungen durchführen kann.
Zu einem Thema hüllt sich Intel aktuell noch in Schweigen: Was mit den Daten nach den Olympischen Sommerspielen 2020 passiert, ist nämlich noch unklar. Außerdem wurden keine Erläuterungen dazu gemacht, inwieweit man bestimmte Sicherheitsvorkehrungen trifft, damit diese Daten nicht in die falschen Hände geraten. Neben NeoFace wird Intel mit True VR noch eine weitere Software ins Rennen werfen. Damit sollen Olympia den Weg in die virtuelle Realität finden, um den Zuschauern ein noch immersiveres Erlebnis zu bieten.
Quelle: Intel

Wenn die Gesichtserkennung in öffentlichen Bereichen verwendet wird, werden aber auch viele normale Leute erfasst.
Edit:
Missing Link: Hongkong-Proteste – mit Low-Tech gegen digitale Massenueberwachung | heise online
Hongkong: - Politik - Sueddeutsche.de
Sportler, Medienvertrer und Volunteers sind dort zwingend akkreditiert, bei solchen Großveranstaltungen mit einem aktuellen Bild sowohl auf der Akkreditierung wie auch im System des Veranstalters.
Nachdem man solche Personenkontrollen nicht bei jedem Gang auf die Toilette einbauen wird sondern eher dort, wo bisher personalintensiv kontrolliert wird (oder dort, wo es nötig wäre, aber derzeit u.U. nicht dauerhaft durchgeführt wird), gibt es allenfalls als zusätzlcihe Daten über Pressevertreter oder Volunteers die Aufzeichnung, wann sie welche Sportstätten oder Bereiche in den Sportstätten betreten haben. Von Ausgangskontrolle steht im Artikel nichts, auch nichts von einer flächendeckenden Überwachung (wie sie z.B. bei der CES Asia wohl durchgeführt wurde).
Diese Zusatzdaten könnte nun der Arbeitgeber im Nachhinein dazu nutzen, seine Journalisten/Fotografen abzumahnen, weil sie auch Sportarten besucht haben, für die sie nicht nach Tokyo geschickt wurden. Da müsste ich glatt mal ein paar Pressevertreter befragen, ob es nicht sowieso auch eingeschränkte Akkreditierungen gibt oder man sich nicht (wie sonst oft üblich) zu gewissen Sportstätten/-arten nochmals extra akkreditieren muss (womit auch heute schon eine solche Datensammlung existiert).
Wer als Pressevertreter dort keinen Urlaub (mit Akkreditierung) macht, wird freiwillig versuchen, von jedem besuchten Event Bilder/Artikel an die Agentur zu senden. Zeit für weiteres bleibt da auch nur sehr selten.
Volunteers (oder auch Medienvertreter) im falschen Bereich würde ohne Datenerfassung "nur" nicht eingelassen oder hochkant rausgeworfen (je nach Bereich auch gleich suspendiert). Bei entsprechender Security fallen Wiederholungstäter auch heute schon auf und bekommen ihre Akkreditierung entzogen (inkl. entsprechendem Eintrag in der Datenbank und Akkreditierungsverbot für Folgeevents). Ähnliches gilt für Volunteers, die nicht zur Arbeit erscheinen, auch das wird heute schon registriert.
So lange ich mich an die Aussagen im Artikel halte und nicht wild spekuliere, wüsste ich nicht, welche relevanten Daten dort zusätzlich gespeichert werden können und gar durch spätere Nutzung einen Schaden anrichten könnten.
Nur weiß man nie, wo solche gespeicherten Daten dann mal landen.
Wir haben einen Geburtstagswunsch aufs Kanzleramt projiziert (und auf den Bundestag auch) – netzpolitik.org
Und dann bliebe selbst in D noch ein riesiger Bereich von Einschränkungen, die mit dem Ticketkauf (und passenden AGBs) bereits zulässigen sind müssten, womit das ganze abseits von öffentlichen Plätzen sicherlich auch in D legal durchführbar wäre. Gab es nciht zur Fussball WM schon personalisierte Tickets, womit nach einer Eingangskontrolle der Veranstalter auch bekannt war, wann jemand das Stadion betreten hat?
Ganz davon abgesheen geht es in der Meldung nicht um eine Überwachung oder gar die Speicherung der Daten (wenn man sowas auch annehmen könnte), sondern um eine Identifikation. Ob man den Leuten dann Akkreditierungen mit RFID-Chips (ein Bild ist dort sowieso enthalten) umhängt oder das ganze per (hoffentlich zuverlässiger) Gesichtserkennung löst, ist für die Betroffenen völig egal. Wer nicht erkannt wird, muss halt manuell überprüft werden (ohne Speicherung irgendwelcher Daten), wer erkannt wird, erhält schneller Zugang zu den für ihn freigegebenen Bereichen.
Noch nicht, weil noch nicht Allgemein Bekannt ist das dies verlässlich funktioniert. Bisher kennt man das nur aus fiktiven Werken.