Intel Core Ultra: Microsoft verrät bereits alle Meteor-Lake-Modelle vor dem anstehenden Release

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Intel Core Ultra
Quelle: Intel

Microsoft ist ganz offensichtlich ein schwerwiegender Fehler unterlaufen, denn das Unternehmen aus Redmond hat bereits vor dem Release alle Modelle von Core Ultra ("Meteor Lake") und Core ("Raptor Lake Refresh") verraten.

Microsoft ist ganz offensichtlich ein schwerwiegender Fehler unterlaufen, denn über seine CPU-Kompatibilitätslisten für Windows 11 22H2 und Windows 11 23H2 hat das Unternehmen aus Redmond jetzt schon vor der eigentlichen Veröffentlichung alle Modelle der Core Ultra ("Meteor Lake") und Core ("Raptor Lake Refresh") samt Produktbezeichnungen öffentlich gemacht. Intel dürfte das weniger freuen.

Core und Core Ultra in der CPU-Kompatibilitätsliste

Fälschlicherweise hatte Microsoft bereits alle Intel Core Ultra 100, welche allesamt auf Meteor Lake basieren und entsprechende KI-Optimierung mitbringen, sowie die Core 100, welche wie die Core-i-14000 im Desktop lediglich ein "Refresh" mit sehr geringen Taktsteigerungen auf Basis von Raptor Lake darstellen, schon in die Kompatibilitätslisten für Windows 11 22H2 und 23H2 aufgenommen.

Der Hinweis zu diesem unfreiwilligen "Leak" kam einmal mehr von @momomo_us über den Kurznachrichtendienst X - vormals Twitter. Die entsprechenden Listen führen alle zu erwartenden Modelle der kommenden Core-Generation.

Intel Core Ultra 100 ("Meteor Lake")

Core Ultra Quelle: Microsoft (Screenshot: PCGH) Intel Core 100 ("Raptor Lake Refresh")

Core Quelle: Microsoft (Screenshot: PCGH) Aber damit nicht genug, auch die bislang nicht veröffentlichten Desktop-Prozessoren der Serie Core-i-14000 ohne K-/KF-Suffix werden bereits allesamt aufgelistet. Hier hat Microsoft sich einmal mehr einen riesigen Schnitzer erlaubt, denn es ist nicht das erste Mal, dass die Dokumente des Unternehmens aus Redmond bislang nicht veröffentlichte Hardware noch vor dem eigentlichen Hersteller preisgeben.

Intel Core 14000 ("Raptor Lake Refresh")

Core 14000 Quelle: Microsoft (Screenshot: PCGH) Die neuen Intel Core und Core Ultra aus der Generation "Meteor Lake" werden bereits am 14. Dezember unter dem Motto "AI Everywhere" offiziell vorgestellt, doch schon jetzt sind viele der zu erwartenden Modelle als Engineering Samples in diversen Benchmarks und CPU-Datenbanken aufgetaucht und damit auch einige der technischen Spezifikationen, die auch Überraschungen bereithalten.

Kein Core Ultra = Kein Meteor Lake

Nachdem zuletzt ein "Intel Core 150U" in der Datenbank des Non-Profit-Konsortiums BAPCo ("Business Applications Performance Corporation") aufgetaucht war, wurde klar, dass die neuen Core-Prozessoren nicht ausschließlich auf Meteor Lake-H, sondern auch auf das Raptor Lake Refresh setzen werden.

Die vollständigen Produktbezeichnungen, die im offiziellen Namen auch den Zusatz Prozessor ("Processor") tragen, werden ab der Vorstellung der neuen Core-CPUs der nächsten Generation wie folgt aussehen*:

  • Intel Core 3 Prozessor XXX
  • Intel Core 5 Prozessor XXX
  • Intel Core 7 Prozessor XXX
  • Intel Core Ultra 5 Prozessor XXX
  • Intel Core Ultra 7 Prozessor XXX
  • Intel Core Ultra 9 Prozessor XXX

*) alle Produktbezeichnungen können durch ein Präfix ergänzt werden.

Die neuen Core Ultra, die auf Meteor Lake-H45, Meteor Lake-U15 und Meteor Lake-U9 basieren, setzen sich beim sogenannten Core-Count zukünftig aus P-Cores, E-Cores und SoC-Cores zusammen. Weitere Details hat die Redaktion im Rahmen der offiziellen Vorstellung der neuen Architektur zusammengefasst.

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Quelle: Microsoft via @momomo_us via X

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    • Kommentare (32)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich wiederhole es ungern, aber: Rocket Lake war eben gerade die erste Intel-Desktop-CPU seit langem, die nicht mehr auf Skylake basierte.

        Comet Lake dagegen wird selbst von mir sehr oft mit Skylake zusammengefasst, und das mit Recht, solange es nicht um die Anzahl der Kerne oder den Veröffentlichungszeitraum geht. Der ist genauso (und offiziell) Skylake-Architektur, wie Vishera offiziell ein Mitglieder der Bulldozer-Architektur ist. Rocket Lake dagegen war ein Ableger von Ice Lake. (Auch wenn die Architektur aufgrund der abweichenden Fertigung einen eigenen Namen bekommt und nicht "Sunny Cove", sondern "Cypress Cove" heißt. Früher waren die CPU-Hersteller da noch zurückhaltender und beispielsweise Broadwell wurde korrekt der "Haswell Architektur" zugeordnet. Aber mittlerweile wird ja sogar aus einem "Phoenix" ein "Hawk Point", in dem man ihn einfach nur 10 Monate rumliegen lässt.)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich wiederhole es ungern, aber: Rocket Lake war eben gerade die erste Intel-Desktop-CPU seit langem, die nicht mehr auf Skylake basierte.

        Comet Lake dagegen wird selbst von mir sehr oft mit Skylake zusammengefasst, und das mit Recht, solange es nicht um die Anzahl der Kerne oder den Veröffentlichungszeitraum geht. Der ist genauso (und offiziell) Skylake-Architektur, wie Vishera offiziell ein Mitglieder der Bulldozer-Architektur ist. Rocket Lake dagegen war ein Ableger von Ice Lake. (Auch wenn die Architektur aufgrund der abweichenden Fertigung einen eigenen Namen bekommt und nicht "Sunny Cove", sondern "Cypress Cove" heißt. Früher waren die CPU-Hersteller da noch zurückhaltender und beispielsweise Broadwell wurde korrekt der "Haswell Architektur" zugeordnet. Aber mittlerweile wird ja sogar aus einem "Phoenix" ein "Hawk Point", in dem man ihn einfach nur 10 Monate rumliegen lässt.)
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Der Start war mit 95 W beim 8150
        Sorry, man sollte sich selbst manchmal zweimal kontrollieren, hab einfach in einer falschen Sortierung in die Tabelle geschaut und gar nicht gesehen, dass die 125W Modelle auch in 2011 schon kamen.

        Aber zum Launch fand ich halt gar nicht, dass Bulldozer eine so dermaßen große Enttäuschung war (retroperspektiv) sondern vielmehr die von AMD damals gemachten Versprechen schlicht nicht halten konnte. Ja, klar war Bulldozer schlechter und ich würde sagen, dass dies damals in etwa auf dem Niveau waren wie heute Raptor Lake (mit dem Unterschied, dass man eben nicht derartig große TDPs aufnahm, dafür aber auch einen gehörigen Abstand in Sachen Leistung aufwies.

        Will Bulldozer aber gar nicht gut reden, am Ende war es aber eben eine Mischung aus schlechter Architektur und Fertigungsproblemen, gerade gegen Ivy und Co. war einfach im 32nm Prozess kein Kraut gewachsen und die Schwächen der Architektur wurden potenziert.

        Zitat von plusminus
        Amd FX-9590
        Zitat von plusminus
        Bulldozer
        war schon Piledriver und basiert zwar auf Bulldozer, aber wir nennen Rocket Lake ja nicht auch noch Skylake, obwohl es ungefähr die gleiche Vergleichbarkeit hat! Aber nochmal, Bulldozer war sicherlich kein großer Schritt, dennoch war es in meinen Augen eine Mischung aus überheblichen Vorhersagen und damit einhergehenden Erwartungen, schlechter Leistung und hohem Verbrauch, aber eben gerade am Ende (Piledriver ist in 32nm gegen 22nm IvyBridge angetreten), der angesprochene 9590 bspw. lieferte gar nicht so schlechte Leistungen ab, gegen den 4770K unterlag er zwar (auch klar), aber es waren oftmals keine 10% Unterscheid in der reinen Leistung (PCGH testete gar viel weniger Differenz, in Dirt waren beide CPUs gleichauf, in x264 encoden war auch ein Unterschied von 6%, nur Crysis zeigte damals cie 13%. Nochmal, mit rechnerisch 1 1/2 Nodes Unterschied (32nm GloFo gegen 22nm Intel; wobei Intel zu dieser Zeit stets die deutlich besseren Fertigungen hatte; also selbst 32nm Intel war GloFo deutlich überlegen)und den damaligen Sprüngen innerhalb der Nodes, kannste ausrechenen, dass man mit Piledriver ggfls den 4770k hätte covern können mit vieleicht 120W Verbrauch; immer noch schlechter, aber eben nicht soooo schlecht wie man es heute sieht und wie es damals eben auf Grund der genannten Gründe wahrgenommen wurde.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        Weiß immer noch nicht wieso man so darauf rumhackt, soo schlecht war Bulldozer nicht, klar 20% hinter Intel, aber nich nicht mit abnormen TDP Werten der späteren Inkarnationen, glaube 95W hatten die ersten, identisch zu Intel.
        Der Start war mit 125 W beim 8150, die auch gut ausgeschöpft wurden, gegen Sandy Bridge mit 95 W, die nicht annähernd erreicht wurden. Erst recht nicht, wenn die IGP inaktiv war. Nur die sehr niedrig taktenden FX-xx00-SKUs hatten ab Launch ebenfalls ein 95-W-Rating. Bei den anderen Modellen, selbst den Dual-Modulern, konnten die 125er-Spezifikationen erst wesentlich später nach Fertigungsverfeinerungen abgelöst werden. Bis dahin war aber Intels Ivy Bridge mit erneut großzügig angesetzten 77 W TDP draußen und die Rechenleistung der Bulldozer lag bestenfalls auf Augenhöhe mit dem 65-W-S-Modellen, je nach Szenario wäre vermutlich selbst ein um 1 GHz untertakter 3770T mit 45 W TDP als erster ins Ziel gekommen. Umgekehrt gab es für Leute, die tatsächlich 125/130 W akzeptierten, schon zum Bulldozer-Launch den SB-E-Quad-Channel-6-Kerner. Zur Bulldozer-Endphase gegen Haswell oder gar gegen 14-nm-CPUs braucht man eigentlich gar nichts zu sagen – selbst gute CPU-Designs können nicht solange den Ton angeben und AMD hat 2 Jahre nach Launch einfach nur darauf verzichtet, die Produktion der veralteten FX einzustellen, was eigentlich (zugunsten eines besseren, aber nicht vorhandenen, Nachfolgers) üblich gewesen wäre.

        Der geringfügig verbesserte 28-nm-Prozess wurde übrigens nur für Bulldozer-APUs genutzt. Die waren, als mit der Piledriver-Generation endlich das viel zu schmale Front-End des ursprünglichen Designs aufgebohrt wurde, tatsächlich für ihren Markt ganz annehmbar, aber dieser Markt war halt Low-End und die Konkurrenz bestenfalls i3s, eher Pentiums. Bei den Viermodulern war Kaveri wenig mehr als ein neues Stepping von Zambezi in unveränderter Fertigung. Einen Schritt nach vorne hätte es erst mit Komodo gegeben, aber auch der war veraltet lange bevor er hätte erscheinen können.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BigBoymann
        Weiß immer noch nicht wieso man so darauf rumhackt, soo schlecht war Bulldozer nicht, klar 20% hinter Intel, aber nich nicht mit abnormen TDP Werten der späteren Inkarnationen, glaube 95W hatten die ersten, identisch zu Intel.
        Amd FX-9590 mit damals brutalen 220 Watt !!!!!! fast doppelt soviel wie Intel und trotzdem langsamer als Intel .

        Bulldozer war eine Fehlkonstr.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Tomoyo_Chan
        Bulldozer
        Weiß immer noch nicht wieso man so darauf rumhackt, soo schlecht war Bulldozer nicht, klar 20% hinter Intel, aber nich nicht mit abnormen TDP Werten der späteren Inkarnationen, glaube 95W hatten die ersten, identisch zu Intel.
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