Core 200 ("Arrow Lake"): Intels kommende Desktop-CPUs beschleunigen Upscaling

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Intel Core 200 ("Arrow Lake-S")
Quelle: Intel

Nachdem Intels bald erscheinende Prozessoren der Serie Core 100 ("Meteor Lake") ausschließlich im mobilen Segment eingesetzt werden, sollen die Core 200 ("Arrow Lake") auch wieder den Desktop-PC adressieren. Deren integrierte Grafikeinheit, eine Arc Xe-LPG+ ("Alchemist+"), soll mit dedizierten XMX-Engines eine Beschleunigung von KI in Hardware möglich machen. PCGH liefert alle Informationen zu Core 200 und Core Ultra 200.

Nachdem Intels bald erscheinende Hybriden der Serie Core 100 ("Meteor Lake"), die am 14. Dezember in New York offiziell vorgestellt werden, ausschließlich im mobilen Segment eingesetzt werden, sollen die Core 200 ("Arrow Lake") im Jahr 2024 auch wieder den klassischen Desktop-PC adressieren. Wie aktuell dem Code für den neuesten Patch des Intel Graphics Compiler ("IGC") zu entnehmen ist, setzen Prozessoren der Serie Core (Ultra) 200 auf Arc Xe-LPG+, eine aufgebohrte Grafikeinheit auf Basis von Alchemist+ mit dedizierten XMX-Engines.

Core 200 mit Arc Xe-LPG+ und XMX-Engines

Wie aus dem IGC-Patch hervorgeht, wird Intel seine iGPU beim Generationswechsel von Core 100 ("Meteor Lake") zu Core 200 ("Arrow Lake") von einer Arc Xe-LPG zu einer Arc Xe-LPG+ aufwerten und dabei auch erstmals die aus den hauseigenen Desktop-Grafikkarten bekannten Matrix-Beschleuniger ("XMX-Engines") für die Beschleunigung einsetzen. Auf Meteor Lake wurde diese Aufgabe noch ganz traditionell mit DP4a-Instruktionen gelöst, Arrow Lake geht hier also weiter.

Arrow Lake mit Arc Xe-LPG+ findet sich im Patch für den Intel Graphics Compiler ('IGC') Quelle: Intel (Screenshot: PC Games Hardware) Arrow Lake mit Arc Xe-LPG+ findet sich im Patch für den Intel Graphics Compiler ("IGC")

XMX-Engines beschleunigen Intel XeSS

Die XMX-Engines, von denen es auf den Arc-Grafikkarten ("Alchemist") im Desktop zwischen 96 und 512 Einheiten gibt, beschleunigen neben klassischen KI-Workflows sowie ML-Frameworks auch Intels eigenes KI-Upscaling Xe Super Sampling ("XeSS"), vergleichbar wie es auch Nvidia mit DLSS und seinen Tensor-Cores praktiziert. Die Matrix-Beschleuniger beschleunigen dabei jede Art von Matrizen-Berechnungen.

Intel Matrix Engine ('XMX') zur Beschleunigung von KI Quelle: Intel Intel Matrix Engine ("XMX") zur Beschleunigung von KI Weitere Details zum Wechsel von Xe-LPG ("Alchemist") zu Xe-LPG+ ("Alchemist+") liefern die Erhebungen von Coelacanth-Dream, welche sich den Code des Patches für den Intel Graphics Compiler ("IGC") einmal im Detail angesehen sowie entsprechend analysiert haben. Da bereits die iGPU von Meteor Lake verglichen mit Raptor Lake einen großen Sprung hinlegen soll, darf von Xe-LPG+ einiges erwartet werden.

Weiterhin maximal 8 P-Cores und 16 E-Cores

Weitestgehende Einigkeit besteht auch bei Anzahl der Prozessorkerne: Intel soll nach wie vor auf maximal 8 P-Cores ("Lion Cove") und 16 E-Cores ("Crestmont") setzen, die aller Voraussicht nach etwas weniger Takt offerieren als es mit dem Raptor Lake Refresh der Fall war, was dem neuen Fertigungsprozess geschuldet ist.

Neuer Sockel mit neuen Chipsätzen

Intels Desktop-CPUs der Serie Core 200 und Core Ultra 200 werden den neuen hauseigenen 20A-Fertigungsprozess von Intel Foundry verwenden, von welchem sich Intel erhebliche Effizienzsteigerungen erwartet. Es handelt sich bei der neuen Node um einen reinen NMOS-Prozess, der Leistung und Effizienz der 10-nm-ESF-Node verbessern soll. Als Plattform kommt der neue Sockel LGA1851 zum Einsatz.

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Quelle: Intel via GitHub via Coelacanth-Dream

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BobDobalina
        Laut eurer eigenem Website hat die CPU 120 Tdp.
        Ich ging davon aus, dass damit die Leistungsaufnahme gemeint ist. Ansonsten macht es wenig Sinn, eine CPU anhand der TDP auszuwählen.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BobDobalina
        Laut eurer eigenem Website hat die CPU 120 Tdp.
        Ich ging davon aus, dass damit die Leistungsaufnahme gemeint ist. Ansonsten macht es wenig Sinn, eine CPU anhand der TDP auszuwählen.
      • Von BobDobalina Software-Overclocker(in)
        Bitte Löschen, fehlerhafte Doppelübermittlung.
        Zitat von PCGH_Dave
        Laut eurer eigenem Website hat die CPU 120 Tdp.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Dave
        Nein, so wäre es ein falscher Test. Der einzig logische und sinnvolle Vergleich wären 1 P-Core vs. 4 E-Cores oder 2 P-Cores vs. 8 E-Cores.
        Dann hast du anscheinend noch nicht verstanden, worum es mir ging und geht:
        Die These ist:
        Ein Gracemont ist bloß ein (drastischer) Flächeneffizienzkern, aber kein Energieeffizenzkern. Er ist sogar ein Kern mit geringerer Energieeffizenz als ein Raptorcovekern. Das steht im Gegensatz zu Zen4C vs Zen4. Zen4C ist ein Kern mit leicht gegenüber Zen4 gesteigerter Energieeffizienz (bei geringem PowerBudget), dafür aber eben nur etwa Faktor 2 an Flächeneffizenz im Vergleich zu Zen4.

        Es ging und geht um diese These und um nichts sonst. Ich dachte auch vorhin, dass du mich danach fragen würdest, wo es die Datenbasis dafür gibt. Die ist bislang verteilt. Und ja, ich würde mir einen schön durchgeführten Test sehr wünschen. Und ja, ich glaube, dass sich das für Euch rentieren würde.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        dann könntet es aber einfach umgehend testen:
        8P+8E-Prozessor, einmal nur mit P-Cores
        Nein, so wäre es ein falscher Test. Der einzig logische und sinnvolle Vergleich wären 1 P-Core vs. 4 E-Cores oder 2 P-Cores vs. 8 E-Cores. Intel platziert ja entweder einen P-Core, oder einen Cluster aus 4 E-Cores. Um die Effizienz gegenüber 8 P-Cores zu vergleichen, bräuchte ich 32 E-Cores. Maximal wäre somit noch ein Vergleich zwischen 4 P-Cores und 16 E-Cores drin, mit passender CPU.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Dave
        Gibt es denn einen glaubwürdigen Test oder Artikel dazu? Jemand, der das wirklich mal getestet hat?
        Ich kann dir jetzt nichts mehr auf dem Silbertablett präsentieren. Bei mir ist das Gesamtbild aus diversen Tests aufgebaut.

        Falls es dich wurmt bzw. du eine Chance siehst, diesen Umstand auszuschlachten, dann könntet es aber einfach umgehend testen:
        8P+8E-Prozessor, einmal nur mit P-Cores, einmal nur mit E-Cores, beides mal bei 10W-20W-40W PowerTarget (entspricht 1,25W pro Kern, 2,5W pro Kern und 5W pro Kern) betreiben. Ich bin mir sicher, dass die typischen 100%-Multicore-Parallelisierungs-Anwendungsbenches (also sehr pro E-Cores) in allen Szenarien zu Gunsten der P-Cores ausfallen.
      Direkt zum Diskussionsende
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