Intel Claremont: CPU der Pentium-Klasse braucht nur 2 Milliwatt
Intel hat auf der der International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) sein Konzept für einen Prozessor der Pentium-Klasse vorgeführt, der extrem wenig Energie verbrauchen soll und seine Leistung und Taktrate an die Anforderungen anpassen kann.
Die Near Threshold Voltage-Technologie (NTV) von Intel erlaubt den Betrieb von Schaltkreisen mit der minimal notwendigen Energie, mit der ein Transistor noch Schaltvorgänge vornehmen kann. Der Intel Claremont-Prozessor wurde erstmals auf dem IDF im Herbst 2011 gezeigt und hat bis zur eben zu Ende gegangenen ISSCC weitere Fortschritte gemacht.
Statt wie auf dem IDF mit 0,4 bis 0,5 Volt zu benötigen, sind nun nur noch 0,28 Volt notwendig. Der Prozessor der Pentium-Klasse läuft dann nur noch mit 3 MHz, verbraucht dabei nur 2 Milliwatt, kann aber mit 1,2 Volt auch 915 MHz erreichen. Prozessoren dieser Art sollen laut Intel beispielsweise Aufgaben im Hintergrund erledigen, während sich das restliche Gerät im Ruhezustand befindet. Auch die FPU des Prozessors wurde entsprechend angepasst und kann je nach Anforderung zwischen 24, 12 und 6 Bit wechseln und so bis zu 50 Prozent weniger Energie verbrauchen. Zusammen mit der NTV-Technik soll die Energieeffizienz um den Faktor 7 verbessert werden.
Bemerkenswert ist, dass der Claremont-Prozessor bisher in 32 Nanometern hergestellt wird und bereits sehr energieeffizient arbeitet. Ein Umstieg auf 22-Nanometer-Strukturen würde vermutlich noch weitere Einsparungen mit sich bringen. Intel arbeitet bereits daran, NTV auf 22 Nanometer umzusetzen. Allerdings gibt es noch keine Pläne für kommerzielle Produkte.
Quelle: Nordic Hardware



Nicht ganz 500 mW Einsparung, nicht ganz 24 h Betrieb am Tag - sagen wir mal 2 Wh pro Tag eingespart. Wenn Google nicht trügt, entspricht das bei einem modernen Fahrstuhl schon fast eine halbe Fahrt! Wenn das System 70 Jahre durchhält, hat man vielleicht die Produktion des Chips wieder raus
Die Innenbeleuchtung auf LED umzurüsten, gar mit einer Stand-By-Schaltung zu versehen, bringt auf alle Fälle mehr. Ein Schild "Treppe -->" erst recht.
Das Ding ist ein Demonstrationsobjekt für eine Transistortechnik. Da wird nichts auf 64 Bit erweitert, sondern das Prinzip wird sich in angemessener Zeit in normalen CPUs finden.
Eventuell könnte man so einen CPU Kern in modernen Notebook CPUs integrieren, der Kern übernimmt dann im Idle bzw. schultert das OS, die anderen Kerne werden nur benutzt, wenn sie gebraucht werden; gibt ja auch einige ARM CPUs mit einem derartigen assymetrischen Aufbau; allerdings müsste man eine 64Bit Version entwickeln, wenn man ihn in modernen PCs einsetzen will
Für ne Armbanduhr wär das Ding vielleicht gut.
Für ne Armbanduhr wär das Ding vielleicht gut.
Aber mal gucken, vielleicht findet sich ja wenigstens in Chipsätzen eine sinnvolle Anwendung für den Heimgebrauch.