Intel-CEO bleibt dabei: Chip-Knappheit könnte noch Jahre andauern
Pat Gelsinger, der CEO von Intel, bekräftigt, dass Lieferengpässe bei Halbleiter-Chips noch über Jahre hinweg den Status-Quo darstellen könnten. Die Covid-19-Pandemie habe zu einer riesigen Nachfrage an Halbleitern geführt, was er als eine der Begründungen für die anhaltenden Lieferengpässe ansieht.
Am 31. Mai erklärte Intels CEO, Pat Gelsinger, dass er befürchtet, dass die momentan vorherrschenden weltweiten Lieferengpässe bei Halbleiter-Chips noch über mehrere Jahre andauern könnten. Diese Chip-Knappheit soll sich bereits auf die Automobilindustrie, die infolgedessen einige Produktionslinien schließen musste und auf andere Bereiche wie die Verbraucherelektronik beispielsweise ausgewirkt haben.
Einordnung des Problems und Lösungsansätze
Pat Gelsinger erklärte in einer virtuellen Rede auf der Computex Fachmesse in Taipeh, die am 31. Mai startete, dass der Trend zum Homeoffice während der Covid-19-Pandemie für ein explosives Wachstum in der Chip-Nachfrage geführt habe, was eine hohe Belastung der weltweiten Lieferketten zur Folge gehabt haben soll. Dazu erklärt er weiter:
"Obwohl die Industrie Maßnahmen in die Wege geleitet hat, um kurzfristige Beschränkungen zu beseitigen, könnten immer noch ein paar Jahre verstreichen, um Knappheiten bei der Fertigungskapazität, den Trägerschichten und den Komponenten zu bewältigen."
Mitte April äußerte Pat Gelsinger noch in einem Interview mit der Washington Post, dass die Knappheit "ein paar Jahre" bräuchte, um abzuklingen und dass geplant sei, Chips innerhalb von sechs bis neun Monaten zu produzieren, um die Chip-Knappheit in US-amerikanischen Automobil-Werken aufzulösen. Einen Monat zuvor kündigte Intel an, 20 Milliarden Dollar in die Hand zu nehmen, um zwei weitere Fabriken zur Chipherstellung in Arizona zu bauen sowie ihre Werke für Kunden von außerhalb eröffnen zu wollen. Ohne es weiter auszuführen, sagte Pat Gelsinger dazu, dass Intel weiterhin plant, ihr Unternehmen auf andere Standorte in den USA und Europa auszuweiten, um eine nachhaltige und sichere weltweite Lieferkette für Halbleiter-Chips sicherstellen zu wollen.
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Dies könnte laut Reuters-Angaben den Wettbewerb mit den zwei asiatischen Top-Herstellern von Halbleiter-Chips ankurbeln - nämlich TSMC aus Taiwan und Samsung aus Südkorea. Diese Beiden sollen zu den dominanten Kräften im Geschäft der Chip-Herstellung geworden sein und das Epizentrum aus den USA, wo die Herstellung von Chips einst ihren Ursprung fand, nach Asien, wo bereits mehr als zwei Drittel aller Chips produziert werden, verschoben haben.
Quelle: via Reuters

Wenn es mal überall digitale Schulplattformen gibt und alle ihren Laptop/Rechner für Homeoffice daheim stehen haben, dann wird es sich wieder ganz schnell relativieren. Momentan ist doch eh alles in der Technikbranche überbewertet.
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Die Coronakrise ist da nur ein kleiner Punkt. Im übrigen war auch nicht der gesteigerte Bedarf schuld, sondern die Tatsache, dass viele Firmen eigentlich mit wesentlich weniger Nachfrage gerechnet und storniert haben, wo es nur ging. Dumm, wenn die Nachfrage dann doch nicht einbricht, die mögliche Produktion während der Coronawochen ist weg und die Kapazitäten anderweitig vergeben. Die Autoindustrie ist da so ein Kandidat, selbst schuld, würde ich sagen.
Mal sehen, was es diesmal wird.