Intel-CPUs werden immer noch teurer: Nur der Wechselkurs schuld? [Update]
In unserem Preisvergleich werden Mittelklasse- und High-End-CPUs von Intel schon seit Monaten kontinuierlich teurer, ohne dass Intel seine offiziellen Preisempfehlungen geändert hätte. Das scheint an der Kursentwicklung zwischen US-Dollar und Euro zu liegen. Heute mit einem neuen Update.
Update vom 12.01.14:
Inzwischen haben wir Mitte Januar 2015, das Weihnachtsgeschäft darf also als beendet angesehen werden. Trotzdem steigen die Preise fast aller Core i3, i5 und i7 der Haswell-Generation auch weiterhin noch an oder stagnieren im besten Fall auf dem Preis der letzten Wochen. Viele Leser beharrten darauf, dass die Preiserhöhungen mit dem Weihnachtsgeschäft zusammenhängen, das sollte man somit ausschließen können.
Je nach Modell beläuft sich der Aufpreis gegenüber dem vergangenen Sommer auf bis zu 16 Prozent. Bewegt man sich im 200-Euro-Segment, kann das durchaus die Kaufentscheidung verändern. Der eigentliche Preis-Leistungs-Tipp Xeon E3-1231 v3 beispielsweise kostet mittlerweile 231 Euro im Vergleich zu den zwischenzeitigen gut 200 Euro, wohlgemerkt jeweils bei nach unseren Maßstäben seriösen Onlinehändlern.
Parallel dazu sinkt der Euro-Wert auch weiterhin noch. Gut möglich, dass die Shops Intels Marktdominanz ausnutzen, um die Preise auch weiterhin anzuheben. Auf Seiten AMDs bleibt bei den CPUs/APUs praktisch alles beim Alten. Bei Grafikkarten lassen sich die Preisveränderungen leider nicht auswerten, weil dort mögliche Abverkäufe und die kurze Verfügbarkeit von Nvidias GTX-900-Serie das Ganze beeinflussen. Bei SSDs lässt sich ein kontinuierlicher Preisanstieg lediglich bei Crucials MX100-Serie, der vermutlich meistverkauften Crucial-SSD-Baureihe, beobachten. Bei Samsung oder anderen Herstellern zeigt sich eine solche Entwicklung nicht.
Preisentwicklung Intel Xeon E3-1231 v3
Originalartikel vom 23.11.14:
Seit Mitte dieses Jahres verliert der Euro im Vergleich zum US-Dollar an Wert, was sich auch am Hardware-Markt bemerkbar macht – zumindest, wenn man auf die Preisentwicklung bei Intel-Prozessoren achtet. Alle aktuellen Modelle ab der Core-i5-Marke (einschließlich) sind in den vergangenen drei beziehungsweise vier Monaten stetig teurer geworden. Während der Core i7-4790K zwischenzeitig für unter 280 Euro zu haben war, kostet er aktuell über 300. Beim i5-4690K sind es 190 versus 210 Euro, beim Xeon E3-1231 v3 220 respektive 195 Euro.
Einzig die CPUs der Core-i3-, Pentium-, Celeron- sowie Atom-Familien sind nur sehr schwach betroffen, häufig auch gar nicht. Die jüngeren Haswell-E-Modelle unterliegen größeren Schwankungen, die nicht 100-prozentig zurückzuführen sind. Sieht man sich den Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro an, wird man feststellen, dass die Preise der Core i5, i7 sowie Xeons fast 1:1 zusammenhängen. In Intels offizieller Preisliste, die wohlgemerkt in US-Dollar-Preisen geführt wird, gab es in den vergangenen Monaten keine Veränderungen.
Bei anderer Hardware, sei es Grafikkarten, Mainboards oder Netzteile, gibt es hingegen keine solchen Währungseffekte. Dass Intel bzw. die Händler die höheren Preise auch nur bei den teureren CPUs realisieren, ist auffällig. AMD zum Beispiel könnte sich eine Preiserhöhung vermutlich nicht erlauben. Intel selbst spekuliert wahrscheinlich darauf, dass die Mittelklasse- und High-End-CPUs auch so gekauft werden – was wahrscheinlich sogar zutreffen dürfte.
Quelle: PC Games Hardware
Preisentwicklung Xeon E3 1231 v3 vs. Kursentwicklung

Der Preisverlauf des Core i5-4690K ist nur noch gestört?! Um 23 € teurer als zur Markteinführung vor gut 9 Monaten?
Um ehrlich zu sein, schreckt mich dieser Verlauf davor ab, meinen alten PC aufzurüsten.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Ich hätte für mein System jetzt auch 70€ mehr bezahlt.