Intel-CEO: Moore's Law gilt immer noch - mit deutlicher Verlangsamung
Intel-CEO Pat Gelsinger hat im MIT erneut über Moore's Law gesprochen, und ihm einen Verdopplungszyklus von drei Jahren attestiert. Gleichzeitig soll Intel in den kommenden Jahren aber schneller sein.
Alle Jahre wieder - wird Moore's Law zum Thema. 1965 erwähnte Intel-Mitgründer Gordon Moore erstmals eine periodische Verdopplung der Transistoren auf einem Chip, die im Schnitt einmal pro Jahr erreicht werden soll. 1975 wurde die Faustregel auf zwei Jahre verlängert - und dieser Wert war tatsächlich lange gültig. Aufgrund längerer Entwicklungszeiten und steigender Kosten für neue Fertigungsprozesse gerät Moore's Law aber immer wieder in Bedrängnis, und bekommt von großen Chip-Herstellern sowohl Unterstützung als auch Widerspruch.
Drei statt zwei Jahre
Gewissermaßen beides kommt nun von Intels CEO Pat Gelsinger: Auf einem Symposium im MIT sprach er über das Mooresche Gesetz und bestätigt, dass es gewissermaßen immer noch gilt. Statt einer Verdopplung alle zwei Jahre hat sich der Zyklus laut ihm inzwischen aber auf drei Jahre verlangsamt (5:30).
"We're no longer in the golden era of Moore's Law, it's much, much harder now. So we're probably doubling effectively closer to every three years now, so we've definitely seen a slowing."
"Wir befinden uns nicht mehr in der goldenen Ära des Moore'schen Gesetzes, es ist jetzt viel, viel schwieriger. Wir verdoppeln jetzt wahrscheinlich eher alle drei Jahre, also haben wir definitiv eine Verlangsamung beobachtet."
Kurz darauf widerspricht sich Gelsinger selbst, denn bis Ende des Jahrzehnts soll Intel offenbar trotzdem grob eine Verdopplung alle zwei Jahre schaffen. Gleichzeitig hat das Unternehmen bislang aber einen Rückstand bei der Halbleiterfertigung, der in den kommenden Jahren aufgeholt werden soll. Beide Aussagen können also durchaus nebeneinander gültig sein.
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Konkret will der Intel-CEO bis Ende des Jahrzehnts Chips mit bis zu einer Billion Transistoren fertigen, wohingegen aktuelle Halbleiter im Bereich um 100 Milliarden liegen können. Als wichtigste Neuerungen, um das zu ermöglichen, werden dabei die kommenden GAA-Transistoren, die rückseitige Stromversorgung, bessere Beleuchtungsanlagen mit High-NA-Optik und das Packaging genannt. Letzteres soll in Zukunft eine immer flexiblere Kombination und Stapelung von Chips ermöglichen. Auf Moore's Law selbst hat das aber nur bedingt Einfluss, denn dort ging es eigentlich um einzelne Chips. Selbst falls man so also eine Verdopplung alle zwei Jahre erreicht, muss das Gesetz dafür deutlich ausgeweitet werden.
Quelle: via Tom's Hardware

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Interessant, ich dachte zumindest die erste Aussage war Jahrzehnte fix.
Insofern finde ich ist es ja noch unwichtiger als ich annahm
Es gibt eine Reihe von Interpretationen, die mal als "Moores Law" bezeichnet wurden und schon lange nicht mehr gelten. Aber es findet sich auch immer eine neue, die weiterhin "gilt".