Intel Bartlett Lake: Core 9 273PQE läuft auf Z790-Board - überraschender Boot-Erfolg
Intels Bartlett-Lake-CPUs der "Core Series 2" sind eigentlich nicht für Endkunden und deren Mainboards gedacht. Doch mit etwas Bastelei könnte es klappen.
Bereits seit längerem wurde kolportiert, dass Intels Bartlett-Lake-CPUs für den eigentlich abgekündigten Sockel 1700 erscheinen könnten. Doch bei der offiziellen Vorstellung vor Kurzem wurde klargemacht, dass die im Gegensatz zu anderen aktuellen Intel-CPUs ausschließlich auf P-Cores setzenden und auf E-Cores verzichtenden Prozessoren mit Raptor-Lake-Basis nur für Edge- und Industriesysteme gedacht sind. Unterstützung für Desktop-Mainboards im Endverbraucherbereich soll es offenbar nicht geben.
Einem Community-Mitglied im Forum von Overclock.net namens "kryptonfly" ist es nun allerdings mit dem 12-Kern-Topmodell Core 9 273PQE auf einem solchen Z790-Mainboard von Asus gelungen, den offenbar ersten erfolgreichen POST-Bildschirm (Power-On Self-Test) angezeigt zu bekommen, wie Videocardz berichtet. Laut dem Beitrag bootet das Mainboard mit der neuen CPU dank einer BIOS-Modifikation und wird auch korrekt angezeigt.
Allerdings kommt es im Anschluss noch zu einem Fehler, weswegen sich das System daraufhin mit einem schwarzen Bildschirm festfährt. Asus bietet zwar auch Bartlett-Lake-Unterstützung auf einigen Mainboards abseits vom Endverbraucherbereich an, listet auf der Support-Seite des genutzten Asus Z790-AYW OC Wifi jedoch nur die bisherigen Standard-Core-Prozessoren der 12., 13. und 14. Generation auf.
Um die CPU auf dem Mainboard lauffähig zu bekommen, hat der Bastler daher auf das KI-Sprachmodell Claude zur Modifizierung des BIOS-Codes gesetzt. So weit gekommen, stünden die Chancen laut dem Bericht gut, dass die bisher noch vorhandenen Probleme bald behoben sein könnten, um auch bis zum Betriebssystem zu gelangen, während die Aktivierung von Übertaktungsoptionen eine echte Hürde darstellen dürften.
Ihre Meinung ist gefragt!
Was sagen Sie zu dem Bericht? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Vertane Chance für Intel. Stattdessen gibt es Sockel 1851 Aufguss, den keiner will.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Da sich außerhalb der CPU-Kerne, also auch beim Speichercontroller, nichts gegenüber Raptor Lake geändert, könnte das für die grundlegende Funktionalität schon reichen. Klar – das UEFI kennt kein RAM-Feintuning, keine optimalen Spannungen und Taktraten wird man auch nicht pro Kern definieren können. Aber das ist nicht "selber entwickeln", dass ist nur "Alpha UEFI so konfigurieren, dass es stabil läuft".
Ein komplettes BIOS für Z790 selbst schreiben:
RAM-Training selbst implementieren
Intel CPU initialisieren ohne FSP
vollständige Hardware-Doku bekommen
Das machen selbst kleine Firmen mit großen Teams denke ich. Ob das was wird? Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Bin echt gespannt was wir darüber noch alles lesen werden.