Kurioses: Ingenieur baut riesigen Megaprozessor und spielt Tetris darauf

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Kurioses: Ingenieur baut riesigen Megaprozessor und spielt Tetris darauf (7)
Quelle: James Newman

Ein englischer Ingenieur hat sich ein ganz besonderes Hobbyprojekt zugelegt: Er baute eine gigantische CPU, die sein Wohnzimmer ausfüllt, und nutzt sie unter anderem, um Tetris darauf spielen zu können. Doch er hat auch noch eine andere Verwendung für seine Maschine im Hinterkopf.

James Newman, seines Zeichens englischer Ingenieur der Elektrotechnik aus Cambridge, hat einen 40.000£ teuren "Megaprocessor" konstruiert, der einen ganzen Raum ausfüllt, und der sage und schreibe in der Lage ist, Tetris abspielen zu können. Das riesige Ungetüm, welches an raumausfüllende Computer aus Pionierzeiten der Computertechnik erinnert, wiegt eine halbe Tonne und ist rund 10 Meter breit und 2 Meter hoch. Der Ingenieur verbaute innerhalb von vier Jahren etwa 40.000 Transistoren und 10.000 LED Lichter, die 500 Watt an Leistung in seinem Privathaushalt in Cambridge verbrauchen.

Auch wenn Newman bislang nur Tetris auf dem Megarechner zum Laufen gebracht hat - und eigenen Angaben zufolge auch ausgiebig für Spiele-Sessions genutzt hat - so besitzt das gesamte Projekt hauptsächlich einen Bildungscharakter: Computer seien von außen schwer durchschaubar und somit sei es unmöglich zu erkennen, was in ihrem Inneren wirklich vorgeht, so Newman. Da man selbstredend nicht auf die Größe von winzigen Transistoren schrumpfen könne, müsse man deshalb den umgekehrten Weg gehen und den Prozessor so groß bauen, dass man ihn begehen könne, erläuterte der kreative Ingenieur.

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Die Power des PCs Marke Eigenbau ist natürlich sehr begrenzt: Der 16-Bit Rechner besitzt einen Takt von 20kHz und arbeitet mit 256 Bytes RAM. Im Gespräch mit der BBC erläuterte Newman: "Die Maschine auf ihrem Schreibtisch mag vielleicht millionenfach schneller sein, als das, was ich gebaut habe - aber meine ist viel schöner." Sein Traum ist es, dass der "Megaprocessor" eines Tages in einem Museum oder in einer Bildungsstätte stehen wird, damit Menschen davon lernen können.

Wenn er von seiner Tüftelarbeit nicht durch lange Tetris-Partien abgelenkt wird, dann dokumentiert Newman seinen Fortschritt auf seiner Website Megaprocessor.com.

Quelle: Megaprocessor.com

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bevier Volt-Modder(in)
        Da laufen einfach ein paar Ameisen durch irgendwelche Röhren (à la Pratchett´s Hex), das gibt schon genügend Zufall ^^

        Wenn ich darüber nachdenke sowas selbst zu "basteln" bekomm ich schon Kopfschmerzen. Absolut beeindruckend, was der Typ da geleistet hat.
      • Von Bevier Volt-Modder(in)
        Da laufen einfach ein paar Ameisen durch irgendwelche Röhren (à la Pratchett´s Hex), das gibt schon genügend Zufall ^^

        Wenn ich darüber nachdenke sowas selbst zu "basteln" bekomm ich schon Kopfschmerzen. Absolut beeindruckend, was der Typ da geleistet hat.
      • Von MountyMAX Software-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Das Spielen davon nicht, das (hardware-)programmieren davon schon. Als Detail würde mich ja brennend interesieren, wie er hartverdrahtet den RandomNumberGenerator umgesetzt hat der für Tetris benötigt wird wenn es richtig umgesetzt ist (da die Abfolge der Steintypen ja zufällig sein soll)... denn mit einem Computer Zufallszahlen zu generieren ist selbst mit modernen Chips ne Wissenschaft für sich - selbst wenns nur "halbwegs zufällig" (= ausreichend komplexes Muster) sein muss in dem Fall hier ist das alles andere als einfach mit Transistoren von Hand zu realisieren.
        Naja, bei der Arbeitsgeschwindigkeit ist bestimmt irgendwo im Gehäuse eine künstliche Hand die ne Münze wirft, genug Zeit dafür ist ja da
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Dem Ingschenör ist nichts zu schwör!

        Absoluten Respekt vor der großartigen Leistung.

        Jeden Tag würde ich die 5.Klasse durchführen und die Prozessorarchitektur des Z80 pauken - die könnte das Vorbild gewesen sein (8-bit adder).
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Was ich wohl überlesen hatte: 20Khz???
        Der C-64 früher hatte 1 Mhz. Echt krass!!!
        Ein Wunder das Tetris da überhaupt drauf läuft.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Gamer090
        Wird das Ding nicht heiss bei höherer Belastung?
        Bei der riesigen Fläche die da zur Verfügung steht wird das Ding wahrscheinlich kaum wärmer als Raumtemperatur.
        500W auf 20 m^2 sind grade mal 0,025 mW / mm^2 - zum Vergleich, eine GTX1080 kommt auf etwa 575 mw / mm^2, das ist das 23000-fache...

        Ein Mensch produziert ganz grob 100W auf 2m^2 Hautfläche entsprechend 0,05 mW/mm^2 - immer noch doppelt so viel als der raumfüllende PC da...

        Gut jetzt könnte man sagen das ist alles Quatsch weil die Wärmeproduzierenden Teile des PCs selbst (also etwa die Transistoren) eine sehr viel geringere Fläche haben sollten als die Aufstellfläche die man hier zugrunde gelegt hat. Aber dennoch sind die abgegebenen Wärmemengen pro Transistor wohl VIEL zu gering als das mehr passiert als "Transistor X wird handwarm" (wenn überhaupt).
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