IDF 2011: Marktreife für Larrabee-Nachfolger mit Many-Core-Architektur und besserem DDR3-RAM

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Auf dem diesjährigen Intel Developer Forum präsentierte der Chiphersteller vorgestern zum Abschluss der Tagung neben einigen technologischen Neuerungen auch erneut den bereits bekannten Chip "Knights Corner" auf Basis der "Many Integrated Core"-Architektur, der nun endlich 2012 im größeren Stil auf den Markt kommen soll.

Aus Intels letztem großen und in ursprünglicher Form verworfenen Grafik-Projekt "Larrabee" hervorgegangen, soll der auf massive Parallelisierung ausgelegte "Knights Corner"-Chip nun im kommenden Jahr den "Massenmarkt" erreichen. Auf einer abschließenden Keynote des IDF 2011 stellte Intels Chief Technology Officer Justin Rattner unter anderem den Vielkerner mit "Many Integrated Core"-Architektur (MIC) erneut vor - mit Auslegung auf das meist wissenschaftlich genutzte High Performance Computing (HPC). Als Anwendungsbeispiel wurde auch der bekannte Teilchenbeschleuniger "Large Hadron Collider" (LHC) in Genf aufgeführt. Eigens für die Präsentation war ein Forscher des CERN (dt.: Europäische Organisation für Kernforschung) anwesend, der die Performance-Verbesserungen durch die Parallelisierung hervorhob. Neben dem wissenschaftlichen Einsatzgebiet sieht Intel Verwendungsmöglichkeiten vor allem beim Cloud-Computing und der eigens erarbeiteten Java-Script-Erweiterung "Parallel JS" für schnellere Web-Applikationen.

Letzte Samples des "Knights Corner"-Chips arbeiteten mit 1,2 GHz pro Kern bei insgesamt 50 Kernen, wurden jedoch noch im 45-nm-Prozess gefertigt, wobei zukünftig in 22 Nanometern mit Tri-Gate-Transistoren produziert werden soll.

Während der vergangenen Tage berichtete PCGH bereits vom IDF und einigen dort vorgestellten Innovationen. So zeigte Intel - stets mit Hinblick auf das Stichwort "Effizienz" - unter anderem eine solarbetriebene 10-Milliwatt-CPU auf Pentium-Basis, die den Spieleklassiker Quake im Fenstermodus ausführen konnte und auch bereits den Ivy-Bridge-Nachfolger Haswell im laufenden Betrieb.

Weiterhin stellte man aus der Zusammenarbeit mit Micron stammend gestapelte DRAM-Bausteine vor, die rund siebenmal energieeffizienter als derzeitige DDR3-Speicher arbeiten sollen. Der von Intel als "Hybrid Memory Cube" vorgestellte Prototyp liefert Übertragungsraten von bis zu einem Terabit pro Sekunde.

Quelle: heise.de

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Felixxz2 PC-Selbstbauer(in)
        AW: IDF 2011: Marktreife für Larrabee-Nachfolger mit Many-Core-Architektur und besserer DDR3-RAM

        Zitat von Rollora
        Demnach wäre AMD oder TSMC gleichauf mit Intel, wenn die Herstellung einer CPU so viel einfacher ist in einem neuen Prozess und nur die GPU "das wahre" ist - ist man aber nicht. Bei TSMC hinkt man locker 2 Jahre hinter Intel her und bei AMD 1.5
        Die Yield nimmt quadratisch mit der Chipfläche ab. GPUs oder andere Chips mit massivem Transisotraufgebot sind daher viel schweiriger zu fertigen.
        Haha TSMC zwei Jahre hinter Intel? Das glaubste wohl selbst nicht. Selten so einen Schmarn gehört. Wie gesagt alles was du wissen musst steht im Satz drüber.
        AMD ist überhaupt nicht hinten, denn die haben keine Fabs. Wenn du GF meinst - ja die sind hinten, holen aber massiv auf. Aber die meinte ich auch nicht, ich beziehe mich konkret auf TSMCs 28nm HP Prozess. Und der steht Intel im gesamten in nichts nach.

        Zitat von Rollora
        Larrabee und alle darauf basierenden nachfolgenden Forschungskarten hatten nie den Sinn AMD oder Nvidia wirklich Wasser abzugraben durch in software berechnetes Rasterizing. Also zumindest nicht zur Zeit des geplanten Marktstart. Ich weiß nicht was du mit "normale Rasterisierungs GPU" meinst "welche halt alles in Software berechnet" - das ist ja genau das Gegenteil, die "normalen" machen ja gerade alles in Hardware, früher zu einem großen teil mit Fixed Function Units. Auch heute noch, machen die einen Teil aus, um die kommt man noch lange nicht herum

        Natürlich war Larrabee auch als Rasterisierungs-GPU gedacht. Letztens erst wieder im PCGH Archiv ein Interview aus 2009 gelesen, wo AMD und nVidia Larrabee ganz klar als Konkurrenten angesehen haben. Außerdem kannst du das in jedem Larrabee Artikel nachlesen. Ist ja auch logisch, schon heutige GPU arbeiten immer mehr in Software, ein Großteil der Grafik wird per Shader dargestellt. Intel wollte das auf die Spitze treiben, indem auch Texturen usw. über normale ALUs abgearbeitet werden. Und mal im Ernst: Larrabee sollte ja auch als normale Graka rauskommen - doch wer kauft diese Graka, wenn sie nicht auch für Rasterisierung gut ist und es keine Raytracing Games gibt? Eben, niemand. Larrabee ist dann gescheitert, weil selbst die reine Arithmetik Leistung nur knapp über 1 TFLOPs lag.

        Zitat von Superwip
        Wie viele Transistoren die kommende GPU Generation bekommt muss sich noch zeigen aber der neue ITANIUM Pulson etwa bekommt 3,1 Milliarden Transistoren, mehr als jeder aktuelle GPU

        Auch ist noch völlig unbekannt, wie viele Transistoren der finale Many-Core Chip in 22nm bekommt- sicher nicht wenige
        Nö das ist schon sehr sicher. Kepler wird ja nur ein Refresh mit neuer Fertigung und da Fermi ja stark modular aufgebaut ist, werden einfach die CUs von 4 auf 8 verdoppelt. Macht insgesamt eine Verdopplung der Transistoren auf ~6 Mrd. Und diese 6 Mrd. kann TSMC in 28nm fertigen, Intel ist in 22nm dazu nicht in der Lage.

        Und in welcher Struktut kommt Poulson? Richtig, in 32nm. Und warum ist Poulson nochmals einfacher zu fertigen? Richtig, weil der Großteil 54 MB L3 Cache sind. In einfacher Sprache, damits jeder versteht: Intel könnte nichtmal nen Fermi in 22nm Herstellen, geschweige denn Kepler.

        Natürlich hat MIC viele Transistoren und vielleicht auch mehr als Ivy Bridge - aber keine 6 Mrd.
      • Von Felixxz2 PC-Selbstbauer(in)
        AW: IDF 2011: Marktreife für Larrabee-Nachfolger mit Many-Core-Architektur und besserer DDR3-RAM

        Zitat von Rollora
        Demnach wäre AMD oder TSMC gleichauf mit Intel, wenn die Herstellung einer CPU so viel einfacher ist in einem neuen Prozess und nur die GPU "das wahre" ist - ist man aber nicht. Bei TSMC hinkt man locker 2 Jahre hinter Intel her und bei AMD 1.5
        Die Yield nimmt quadratisch mit der Chipfläche ab. GPUs oder andere Chips mit massivem Transisotraufgebot sind daher viel schweiriger zu fertigen.
        Haha TSMC zwei Jahre hinter Intel? Das glaubste wohl selbst nicht. Selten so einen Schmarn gehört. Wie gesagt alles was du wissen musst steht im Satz drüber.
        AMD ist überhaupt nicht hinten, denn die haben keine Fabs. Wenn du GF meinst - ja die sind hinten, holen aber massiv auf. Aber die meinte ich auch nicht, ich beziehe mich konkret auf TSMCs 28nm HP Prozess. Und der steht Intel im gesamten in nichts nach.

        Zitat von Rollora
        Larrabee und alle darauf basierenden nachfolgenden Forschungskarten hatten nie den Sinn AMD oder Nvidia wirklich Wasser abzugraben durch in software berechnetes Rasterizing. Also zumindest nicht zur Zeit des geplanten Marktstart. Ich weiß nicht was du mit "normale Rasterisierungs GPU" meinst "welche halt alles in Software berechnet" - das ist ja genau das Gegenteil, die "normalen" machen ja gerade alles in Hardware, früher zu einem großen teil mit Fixed Function Units. Auch heute noch, machen die einen Teil aus, um die kommt man noch lange nicht herum

        Natürlich war Larrabee auch als Rasterisierungs-GPU gedacht. Letztens erst wieder im PCGH Archiv ein Interview aus 2009 gelesen, wo AMD und nVidia Larrabee ganz klar als Konkurrenten angesehen haben. Außerdem kannst du das in jedem Larrabee Artikel nachlesen. Ist ja auch logisch, schon heutige GPU arbeiten immer mehr in Software, ein Großteil der Grafik wird per Shader dargestellt. Intel wollte das auf die Spitze treiben, indem auch Texturen usw. über normale ALUs abgearbeitet werden. Und mal im Ernst: Larrabee sollte ja auch als normale Graka rauskommen - doch wer kauft diese Graka, wenn sie nicht auch für Rasterisierung gut ist und es keine Raytracing Games gibt? Eben, niemand. Larrabee ist dann gescheitert, weil selbst die reine Arithmetik Leistung nur knapp über 1 TFLOPs lag.

        Zitat von Superwip
        Wie viele Transistoren die kommende GPU Generation bekommt muss sich noch zeigen aber der neue ITANIUM Pulson etwa bekommt 3,1 Milliarden Transistoren, mehr als jeder aktuelle GPU

        Auch ist noch völlig unbekannt, wie viele Transistoren der finale Many-Core Chip in 22nm bekommt- sicher nicht wenige
        Nö das ist schon sehr sicher. Kepler wird ja nur ein Refresh mit neuer Fertigung und da Fermi ja stark modular aufgebaut ist, werden einfach die CUs von 4 auf 8 verdoppelt. Macht insgesamt eine Verdopplung der Transistoren auf ~6 Mrd. Und diese 6 Mrd. kann TSMC in 28nm fertigen, Intel ist in 22nm dazu nicht in der Lage.

        Und in welcher Struktut kommt Poulson? Richtig, in 32nm. Und warum ist Poulson nochmals einfacher zu fertigen? Richtig, weil der Großteil 54 MB L3 Cache sind. In einfacher Sprache, damits jeder versteht: Intel könnte nichtmal nen Fermi in 22nm Herstellen, geschweige denn Kepler.

        Natürlich hat MIC viele Transistoren und vielleicht auch mehr als Ivy Bridge - aber keine 6 Mrd.
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        AW: IDF 2011: Marktreife für Larrabee-Nachfolger mit Many-Core-Architektur und besserer DDR3-RAM

        Zitat
        Das ist mal wieder nur halb zuende gedacht. Intel muss keine 5-6 mrd Transistoren Monster GPUs fertigen, sondern grad mal 1,4 mrd (Ivy) wo der Großteil Cache ist (=einfach zu fertigen). Das ist Kindergarten im Vergleich zu einer HD 7000 und deswegen ist Intel halt weiter. Eine richtige GPU in 22nm fertigen können die auch nicht.

        Wie viele Transistoren die kommende GPU Generation bekommt muss sich noch zeigen aber der neue ITANIUM Pulson etwa bekommt 3,1 Milliarden Transistoren, mehr als jeder aktuelle GPU

        Auch ist noch völlig unbekannt, wie viele Transistoren der finale Many-Core Chip in 22nm bekommt- sicher nicht wenige



        Wird auch interressant, was die Many-Core Karten am Ende kosten und wofür man sie in der Praxis nutzen kann
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: IDF 2011: Marktreife für Larrabee-Nachfolger mit Many-Core-Architektur und besserer DDR3-RAM

        Zitat von Felixxz2
        Das ist mal wieder nur halb zuende gedacht. Intel muss keine 5-6 mrd Transistoren Monster GPUs fertigen, sondern grad mal 1,4 mrd (Ivy) wo der Großteil Cache ist (=einfach zu fertigen). Das ist Kindergarten im Vergleich zu einer HD 7000 und deswegen ist Intel halt weiter. Eine richtige GPU in 22nm fertigen können die auch nicht.
        Demnach wäre AMD oder TSMC gleichauf mit Intel, wenn die Herstellung einer CPU so viel einfacher ist in einem neuen Prozess und nur die GPU "das wahre" ist - ist man aber nicht. Bei TSMC hinkt man locker 2 Jahre hinter Intel her und bei AMD 1.5
        Zitat von Felixxz2
        Zu MIC: Hier verstehen wohl auch die wenigsten wie der funktioniert und was er machen soll. Larrabee war ursprünglich eine ganz normale Rasterisierungs GPU, welche halt alles in Software berechnet und keine FFUs hat. Warn dummes Konzept (haben AMD und nVidia auch vorausgesagt) und so haben sie halt MIC was für die Cloud und eben auch für Raytracing gut ist. MIC kann aber trotzdem ganz normal Rasterisieren, mal schaun wie er gegen die HD7K/GTX600 abschneidet. Raytracing Games gibts ja noch nich.
        Larrabee und alle darauf basierenden nachfolgenden Forschungskarten hatten nie den Sinn AMD oder Nvidia wirklich Wasser abzugraben durch in software berechnetes Rasterizing. Also zumindest nicht zur Zeit des geplanten Marktstart. Ich weiß nicht was du mit "normale Rasterisierungs GPU" meinst "welche halt alles in Software berechnet" - das ist ja genau das Gegenteil, die "normalen" machen ja gerade alles in Hardware, früher zu einem großen teil mit Fixed Function Units. Auch heute noch, machen die einen Teil aus, um die kommt man noch lange nicht herum
      • Von Fuzi0n
        AW: IDF 2011: Marktreife für Larrabee-Nachfolger mit Many-Core-Architektur und besserer DDR3-RAM

        Ich finde den kleinen Pentium 1 interessant, 10-Milliwatt Verbrauch ist schon extrem wenig und ist auch ein schöner Gag. ^^ Vielleicht besteht MIC aus 50 zusammengeklebte P1.

        Zitat von Felixxz2
        MIC kann aber trotzdem ganz normal Rasterisieren, mal schaun wie er gegen die HD7K/GTX600 abschneidet. Raytracing Games gibts ja noch nich.
        Im Rasterisieren wird MIC keine Chance gegen AMD/Nvidia haben. Mit AMD/Nvidia Hardware ist Raytracing auch schon möglich, ob MIC hier besser ist möchte ich auch sehr stark beweifeln.

        Weil Intel keine guten GPUs herstellen kann, wird aus Larabee nun MIC. Intel versucht jetzt irgendwie aus Schei_e Gold zu machen.
      • Von TheMF6265
        AW: IDF 2011: Marktreife für Larrabee-Nachfolger mit Many-Core-Architektur und besserer DDR3-RAM

        Zitat von Rollora
        Bzw AMD erst 32nm...
        war auf den Grafikpart bezogen, da Knights Corner für mich immer noch mehr Graka als Prozessor ist und da ist der nächste Schritt 28nm, auch bei AMD
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