CPUs und GPUs: Stromverbrauchs-Roadmap erhitzt die Gemüter
Eine Roadmap von Giga Computing prognostiziert deutliche Verbrauchssteigerungen bei Prozessoren und Grafikkarten für Server. Schon nächstes Jahr soll es beispielsweise Epyc-Modelle mit einer TDP von 600 Watt und Grafikkarten mit 500 Watt geben. Im Consumer-Markt dürften die Steigerungen aber wohl nicht ganz so drastisch werden.
Die Prozessoren und Grafikkarten von AMD, Intel und Nvidia werden zwar mit jeder Generation effizienter, doch das führt nicht zwangsläufig zu einem niedrigeren Verbrauch. Stattdessen werden Effizienzvorteile meist für zusätzliche Leistung genutzt und der Gesamtverbrauch sogar noch gesteigert. Eine vom Twitter-Leaker @9550pro geleakte Roadmap spricht nun dafür, dass diese Entwicklung auch in Zukunft weiter gehen wird - zumindest im Server-Segment.
Deutlich höherer Stromverbrauch
Die Roadmap stammt angeblich von der Gigabyte-Tochter Giga Computing, die Server-Produkte anbietet. Laut den geleakten Daten soll AMD die maximale TDP bei Prozessoren von aktuell 400 Watt bis Mitte nächsten Jahres auf stolze 600 Watt steigern. Bei Intel soll es bis Ende nächsten Jahres hingegen einen Sprung von 350 auf 500 Watt geben.
Auch bei den Grafikkarten ist eine weitere Steigerung des Stromverbrauchs zu erwarten. AMD soll hier erst auf 350 Watt und nächstes Jahr dann auf 400 Watt pro GPU wechseln, während Nvidia zum Jahreswechsel schon ein Modell mit 500 Watt anbieten soll. Diese Zahlen gelten aber nur für eine Anbindung per PCIe. Bei anderen Sockeln wie beispielsweise Nvidias SXM gibt es schon jetzt höhere Verbrauchswerte, zu denen es von Giga Computing aber keine Prognose gibt.
Die genannten, deutlichen Verbrauchssteigerungen führen zu einigen spöttischen Kommentaren. Der Twitter-Nutzer @EnjoyingHave bedient sich beispielsweise einer Spiderman-Referenz: "With great power comes great electricity bills". Der Account @unikoshardware prognostiziert hingegen, dass man schon bald 1.500-Watt-Netzteile brauchen wird.
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Dabei ist aber zu bedenken, dass sich die hier genannten Verbrauchswerte glücklicherweise nicht direkt auf den Consumer-Markt übertragen lassen. In der Vergangenheit sind aber zumindest einige Server-Produkte auch in einer Consumer-Variante angeboten worden. Ein Beispiel dafür sind etwa AMDs Threadripper-Prozessoren, die auf den Epyc-Modellen basieren. 600 Watt wird man im Desktop aber auf absehbare Zeit trotzdem nicht sehen, zumal dort kaum jemand eine Verwendung für eine dreistellige Anzahl an x86-Kernen haben dürfte.
Quelle: via 3D Center

Einfach die überdrehten Mistdinger nicht kaufen oder selber runterregeln, bis die wieder das bringen, wie es beworben worden ist.
Es sollte ja technisch möglich sein, bei gleichbleibendem Energiebudget dann bei dem definierten Leistungspluss abzuregeln.
Man sieht ja, was das künstliche Ankurbeln bringt: nichts.
Für manchmal nur 5-10% Leistung muss man dann stellenweise gleich das doppelte an Strom da durchjagen.
Oder ein 12900/13900K frist 3 mal so viel Strom für die gleiche Performance. Ja, wer will das? Wozu?
Was für ein Schwachsinn.
Total Cost of Ownership ist das Zauberwort.
Alles in allem sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Bei einem Orkan fliegen viele Dinge, denen man das nicht zugetraut hätte.