[Expreview] Test des Athlon 6500 (Kuma)

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Den Kollegen von Expreview hatten die Gelegenheit ein Muster des in Kürze erscheinenden Athlon 6500 mit Kuma-Kern unter die Lupe zu nehmen und haben ihre dabei gewonnenen Erkenntnisse in Netz gestellt.

Foto des Athlon 6500. (Bild: Expreview.com) Quelle: (Bild: Expreview.com) Foto des Athlon 6500. (Bild: Expreview.com) Die getestete CPU lief standardmäßig mit einem Takt von 2,3 Gigahertz bei einer Spannung von 1,25 Volt und basiert auf dem TL-Bug-freien B3-Stepping. Beiden Kernen stehen jeweils 64 Kilobyte L1- und 512 Kilobyte L2-Cache sowie ein gemeinsamer L3-Cache von zwei Megabyte zur Verfügung. Der HT-Link arbeitete mit 1.800 Megahertz.

Dank des neuen DDR2-Speichercontrollers lassen sich die Taktraten des Arbeitsspeichers nun wesentlich flexibler anpassen als noch bei den Brisbane- beziehungsweise Windsor-Modellen. Da sich dieser nun nicht mehr am Prozessortakt orientiert, können sämtliche Standard-Taktraten von DDR2-Speichermodulen endlich korrekt eingestellt werden.

Genauso wie andere Sockel-AM2+-Prozessoren lässt sich auch der Athlon 6500 im Sockel AM2 betreiben, wofür ein simples BIOS-Update genügt. Allerdings sinkt in diesem Fall die Geschwindigkeit der HT-Verbindung von 1.800 Megahertz auf 1.400 Megahertz (HT 2.0) oder 800 Megahertz (HT 1.0). Ebenso wie jede andere AMD-CPU hat auch der Athlon 6500 eine Diode zum Auslesen der Kerntemperatur, jedoch wurde diese von keinem dazu gebräuchlichen Tool erkannt.

Ob es sich bei den Kuma-Chips lediglich um einen Quad-Core mit zwei defekten Kernen handelt oder ob diese ein eigenes Design verwenden, darüber wurde schon viel spekuliert. Schaut man sich die Energieverbrauchswerte des Athlon 6500 an, könnte dies ein Hinweis auf erstere Vermutung sein, denn egal ob unter Last oder im Ruhezustand benötigt dieser im Vergleich zu einem 300 Megahertz höher getakteten Athlon 64 X2 5000+ stets 22 bis 25 Watt mehr.

Das Übertaktungspotential des Testmusters kann für AMD-Verhältnisse durchaus als hervorragend bezeichnet werden. So erreichte der Athlon 6500 bereits mit Standardspannung die 3-Gigahertz-Marke und ließ sich mit einer Erhöhung der Kernspannung auf 1,45 Volt gar zu 3,4 Gigahertz bewegen, wobei lediglich der Boxed-Kühler eines Athlon 64 X2 5000+ zum Einsatz kam.

Auch die Ergebnisse in synthetischen Benchmarks sowie echten Anwendungen können sich sehen lassen. So schlägt der Athlon 6500 den 300 MHz höher getakteten Athlon 64 X2 5000+ bei Spielen teilweise sehr deutlich. Beim Wandeln eines Videos mit dem TMPEG-Encoder unterbietet der Athlon 6500 seinen älteren Konkurrenten bei gleichem Takt gar um 49 Sekunden.

Wenn der Preis stimmt dürfte der Athlon 6500 ein interessantes Angebot für Übertakter und Sparfüchse werden. Wann genau der Chip erscheinen wird ist noch immer unklar.

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