China-CPUs mit AMD-Technik: Im Test eher langsam

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China-CPUs mit AMD-Technik: Im Test eher langsam (1)
Quelle: PC Games Hardware

2016 ließ sich AMD auf Joint Ventures mit chinesischen Firmen ein. Daraus entstanden CPUs, die teilweise auf der ersten Zen-Architektur der Ryzen-1000-Generation basieren. Anandtech hat zwei solcher "Hygon Dhyana"-Prozessoren auf den Zahn gefühlt.

Ryzen 3000 und Navi lassen manchmal vergessen, dass es um AMD noch vor wenigen Jahren schlecht stand. 2016 hatte man immer noch FX-Prozessoren am Start und damit konnten die Amerikaner bekanntlich keinen Stich gegen die Konkurrenz landen. Um nicht unter die Räder zu kommen, mussten Einnahmequellen her. Joint Ventures mit chinesischen Firmen erwiesen sich dabei als lukratives Geschäft. So konnten die Chinesen eine Reihe "eigener" x86-Prozessoren entwickeln.

Da die aus der ersten Ryzen-Generation bekannte Zen-Technik zum Einsatz kam, liegt der Schluss nahe, dass die "Hygon Dhyana"-CPUs Ähnliches leisten würde wie vergleichbare AMD-Prozessoren. Dem ist aber offenbar nicht so, wie die Kollegen von Anandtech durch Tests herausfanden. Das war eigentlich schon durch den ursprünglichen Deal ausgemachte Sache. Damit die Behörden dem Technologietransfer zustimmen konnten, musste AMD die Technik so weit modifizieren, dass sie deutlich langsamer als vergleichbare eigene Produkte ausfällt. Außerdem kamen noch spezifische Änderungen für den chinesischen Markt dazu. Darunter Hintertüren für die chinesische Regierung.

Diverse Unterschiede

Anandtech konnte in Kooperation mit einem Youtube-Kanal nun zwei solcher Chips testen, wobei einer aus einem kommerziellen System stammt und einer aus der Enterprise-Sparte. Ersterer erinnert optisch an einen typischen Ryzen-1000-Prozessor, allerdings fällt beim genaueren Hinsehen auf, dass man die CPU nicht wechseln kann. Die fehlende Typenbezeichnung lässt vermuten, dass es sich um ein Engineering-Sample handelt. Das Enterprise-System ist da schon auskunftsfreudiger. Dort kommen zwei 32-Kerner mit der Bezeichnung 7185 zum Einsatz.

Anstelle eines Chipsatzes oder integrierten I/O-Hubs steht dem Ryzen-Derivat ein FPGA von Lattice Semiconductor zur Seite, der ähnliche Aufgaben übernimmt. Außerdem findet sich neben der normalen CMOS-Batterie noch eine zweite, nicht näher definierte auf dem Mainboard - gemeinsam mit einer Reihe von Custom-Anschlüssen. Laut CPU-Z unterstützt der Prozessor AVX und AVX2 - Software konnte aus den Befehlssätzen im Test aber kein Kapital schlagen, was darauf schließen lässt, dass sie auch nicht unterstützt werden.

Ebenfalls interessant: AMD rechnet massive Kostenersparnis bei Chiplet-Design vor

Ohne zu viel von den Benchmarks vorwegzunehmen: Im Vergleich zu ähnlichen AMD-Prozessoren sind die China-Versionen langsam. Bei manchen Anwendungen fallen die Ergebnisse des Achtkerners passabel aus und liegen zwischen einem Ryzen 5 1600X und Ryzen 7 1800X. Manchmal reicht es aber nicht mal für Einstiegsprozessoren wie den Athlon 200GE - manche Anwendungen liefen gar nicht. Getestet wurden auschließlich Anwendungen unter Windows, aber keine Spiele.

Den umfangreichen Test samt Benchmark-Werten und Hintergründen finden Sie bei den Kollegen von Anandtech.

Quelle: Anandtech

Die besten Prozessoren von AMD und Intel im Vergleich finden Sie in unserem PCGH-Ratgeber CPU 2020!

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    • Kommentare (61)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jazz Schraubenverwechsler(in)
        Lass ihn glauben was er will.

        Wir Chinesen sind auch nur normale Menschen. Es gibt schlechte und gute Menschen in allen Nationen.

        Das ist alles was ich noch dazu sagen werde.
      • Von Jazz Schraubenverwechsler(in)
        Lass ihn glauben was er will.

        Wir Chinesen sind auch nur normale Menschen. Es gibt schlechte und gute Menschen in allen Nationen.

        Das ist alles was ich noch dazu sagen werde.
      • Von Grestorn
        Du kannst die chinesische Gesellschaftsordnung und das dort verbreitete Geschäftsgebaren kritisieren. Und da geh ich auch mit.

        Du kritisierst aber die Chinesen an sich, das gesamte Volk. Und so sehr ich mich auch anstrenge, scheint es mir nicht gelingen, Dir diesen Unterschied klarzumachen.
      • Von Rotkaeppchen
        Zitat von Grestorn
        Viele pauschalisieren muslimische Einwanderer nicht deswegen, weil sie eine dunklere Haut haben (das ist nur das äußerliche Kennzeichen) sondern weil sie deren Kultur als schädlich und falsch empfinden (Umgang mit Frauen, übersteigertes Machotum, religiöse Rechtfertigung von Gewalt usw.).
        Und genau da liegt doch das Knackpunkt. Das Problem ist doch nicht, dass Menschen andere Umgangsformen pflegen, sondern das Gartenzwerge jede andere Form des Zusammenlebens als schlecht bewerten. Um den Bogen zu unserem Thema zu finden. Sag einem chinesischem Entwickler, dass sein Produkt so gut ist, dass Du es sofort 1:1 nachbauen und verkaufen wird. Wie wird er reagieren? Meiner Erfahrung nach ist das die höchste Auszeichnung und eine extrem höfliche Aussage. Sagst Du das einem deutschen Entwickler, fliegst Du umgehend aus dem Gebäude. Ist jetzt die Aussage gut oder schlecht oder muss man eine Aussage im kulturellen Kontext sehen?

        Geht es um chinesische Firmen, lasse ich mich auf deren Spiel ein und klaue und raube deren Daten, wo immer es geht, sende ihnen ohne Reue gefälschte Zertikate und minderwertige Waren. Warum auch nicht? Das ist ihr Spiel und ich kann hohe Gewinne realisieren. Eines der wichtigsten Kriterien der chinesischen Definiton von Glück

        Ich schreibe sehr oft über kulturelle Unterschiede, aber darin liegt keine Wertung. Das Kriterium ist die Einhaltung der Verfassung und der Gesetze. Ein klassisches Familienmodell steht völlig im Einklang mit der Verfassung. Erst, wenn man Frauen zwingt. zu Hause zu bleiben, ist das ein Verstoß. Aber jede Frau darf daraus ausbrechen und bekommt den vollen Schutz unserer Gesetze und der deutschen Gesellschaft. Mit der Familie hat man es sich dann verscherzt. Darum ist es eine Güterabwegung eines jeden EInzelnen. Rede mal mit Aussteigern aus christlichen Extremsekten wie den Zeugen Jehovas , wie schwer und umfassend der Bruch ist,

        Das Problem ist es nicht, festzustellen, dass es kulturelle Unterschiede gibt, sondern daraus eine Wertung für Menschen vorzunehmen. Und genau das machen Rassisten in ihrer Überheblichkeit. Ich z.B. schaue auf muslimische Familien, lerne aus ihnen und hinterfrage, ob unser Modell der Kleinfamilie zu mehr persönlichem Glück führt, oder ab Einschränkungen der Großfamilie für mich höher wiegen würden.

        Und alle da begingt doch schon nacvh Deiner Definition Dein Rassismus, weil Du doch genau dieselben kulturellen Unterschiede siehst, die ich auch sehe.
      • Von Jazz Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Rotkaeppchen
        Ich kenne keinen Hong Konker, der sich als Chinesen bezeichnet. Ich habe nur Freunde aus Hong Kong, die sich immer und ausschließlich als Hong Konger bezeichnen, also als Menschen einer Kultur mit langer demokratischer Tradition und mit überwiegend britischen Werten. Und ich kenne nur Honk Konger, die den immer größer werdenden chinesischen Einfluss mit Sorge sehen und ablehnen. Aber vermutlich wird Du mehr Menschen kennen als ich und eine breitere Erfahrung haben.
        Sicher ein Großteil der Jugend ist gegen mainland, dass heißt aber nicht jeder die gleichen Ansichten hat.
      • Von Grestorn
        Da stimme ich nicht mit Dir überein.

        Viele pauschalisieren muslimische Einwanderer nicht deswegen, weil sie eine dunklere Haut haben (das ist nur das äußerliche Kennzeichen) sondern weil sie deren Kultur als schädlich und falsch empfinden (Umgang mit Frauen, übersteigertes Machotum, religiöse Rechtfertigung von Gewalt usw.).

        Die Gemeinsamkeit ist immer: Nicht die Einzelperson wird bewertet und kritisiert, sondern eine ganze Gruppe pauschal über den Kamm geschoren. Das ist pauschalisierende Diskriminierung, die man im Allgemeinen (und aus meiner Sicht unglücklicher Weise) als Rassismus bezeichnet. Und exakt das, was Du machst.
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