China-CPU: Hygon C86-4G kommt erstmals für Spieler, aber ein Wunder bleibt aus
Der China-Prozessor Hygon C86-4G soll erstmals in einem Komplett-PC verbaut werden, der sich an Spieler richtet. Auf moderne High-End-Performance sollte man dabei aber nicht hoffen.
China versucht seit Jahren, sich mit eigenen Halbleiter-Entwicklungen vom westlichen Markt unabhängig zu machen. Dazu verfügen einige dort ansässige Unternehmen inzwischen auch über eine x86-Lizenz. Das gilt unter anderem auch für Hygon, die 2018 AMDs Zen-Architektur lizenziert haben. Passend dazu erinnert ein aktueller Prozessor des Unternehmens, der Hygon C86-4G 3490, an die alte AMD-Architektur: 16 Kerne, 32 Threads und 32 MiB L3-Cache - dasselbe Paket bot vor vielen Jahren der Ryzen Threadripper 1950X. Die Entwickler haben aber offenbar auch Änderungen vorgenommen, denn der China-Prozessor wird mit DDR5 und PCI-E 5.0 beworben. Mindestens bei der Anbindung gab es also Aktualisierungen - und womöglich auch bei der Architektur selbst.
Mäßige Performance
In jedem Fall hat der Hygon C86-4G 3490 inzwischen offenbar die Marktreife erreicht. Denn laut dem Nutzer Innovationstrends auf der chinesischen Plattform Weixin wird mit ebendiesem Modell nun der erste Komplett-PC ausgestattet, der ohne westlichen Prozessor auskommt. Der PC stammt vom chinesischen Unternehmen Thunderobot und soll unter dem Namen Black Knight Hunter Blade Pro auf den Markt kommen.
Quelle: Hygon
China-CPU: Hygon C86-4G kommt erstmals für Spieler, aber ein Wunder bleibt aus
Laut dem Beitrag von Innovationstrends ist der C86-4G 3490 vollständig zu normalen x86-Prozessoren kompatibel. Zur Technik gibt es aber einige offene Fragen - unter anderem fehlen Details zur Fertigung und den Boost-Taktraten. Zumindest der Basistakt ist mit 2,8 GHz aber vergleichsweise niedrig. Und auch die Performance lässt zu wünschen übrig: Im Geekbench 6.2 werden angeblich 1.073 Punkte mit einem Kern und 8.811 Kerne mit allen Kernen erreicht. Das angesichts 16 verbauter Kerne geringe Verhältnis zwischen beiden Werten spricht womöglich für Auslastungsprobleme. Zudem bleibt die Singlecore-Performance deutlich hinter modernen Modellen zurück. Zum Vergleich: Der Spitzenreiter AMD Ryzen 9 9950X3D schafft es auf 3.397 Punkte.
Auch weitere Performance-Werte aus den Benchmarks V-Ray und SPEC CPU 2006 sind nicht berauschend, selbst in dem Beitrag werden sie nur mit Intels Raptor-Lake-Prozessoren verglichen. Immerhin: Mit allen Kernen kann der C86-4G 3490 in SPEC CPU 2006 angeblich grob das Niveau eines Intel Core i7-14700 erreichen - wenn auch vermutlich mit höherem Verbrauch.
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Nachdem der Hygon C86-4G 3490 in einem Gaming-PC verbaut wird, soll er sich natürlich auch für Spiele eignen - etwa für Valorant oder Black Myth: Wukong. Laut dem Produktbild des PCs kommt dafür aber keine chinesische Grafikkarte zum Einsatz, sondern ein Modell von Nvidia. Auch hier gibt es zwar inzwischen Eigenentwicklungen, wie bei den Prozessoren hängt China aber auch bei den GPUs momentan noch um Jahre hinterher.
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Quelle: 信创新态势 ("Innovationstrends") auf Weixin, via Tom's Hardware

Was haben wir bzw. was können wir aus Europa bieten?
(Die spielen ganz andere Sachen dort...)
Gold-Farmer sagt dir was?
Klar steigen auch dort die FPS (weil die Gesellschaft in Summe reicher wird)
Der asiatische Markt ist nicht mit dem restlichen Vergleichbar.
Somit kann man sagen, das China unabhängig vom Hardware Markt für sein Land ist. Respekt!
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Ist ja nicht so, dass Intel und AMD auch gleich super tolle und effiziente Prozessoren gebaut haben
So.... andere Frage:
Was haben wir bzw. was können wir aus Europa bieten?
Genau.....also Skeptiker bitte mal ganz psssst!