CPU-Verkaufszahlen für April: Intel verliert weiter Anteile

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Mindfactory CPU-Verkaufszahlen April 2020 (5)
Quelle: PC Games Hardware

Intel lässt bei den Verkaufszahlen via Online-Händler Mindfactory weiter Federn. Nur noch neun Prozent der verkauften Prozessoren stammen von dem Chip-Hersteller.

Pünktlich zu Monatsbeginn liefert Reddit-Nutzer ingebor die gewohnten CPU-Verkaufszahlen von Online-Händler Mindfactory. Wie auch in den Vormonaten dominiert AMD die Verkäufe. Konnte sich Intel allerdings zuvor noch im zweistelligen Prozentbereich bei den Anteilen festsetzen, rutscht der Chip-Hersteller weiter in der Gunst der Kunden ab.

So gingen im vergangenen April nur noch 9 Prozent der verkauften Prozessoren bei Mindfactory auf die Kappe von Intel. Allerdings blieb die Stückzahl abgesetzter CPUs im blauen Lager mit etwa 2.600 Stück auf gleichem Niveau. Im Gegensatz dazu zog die Nachfrage nach AMD-Prozessoren deutlich an. Mehr als 30.000 AMD-Chips wechselten im April die Besitzer. Im Vormonat waren es, ausgehend vom Graphen, noch etwa 21.000 verkaufte AMD-CPUs. AMD verbucht somit einen Anteil von 91 Prozent für sich.

Top-Seller aus der Produktpalette von AMD ist weiterhin der Ryzen 5 3600. Dahinter reiht sich der Ryzen 7 3700X ein. Hinsichtlich der Intel Aufgebots hat derweil der Core i7-9700K die Nase vorn. Auf dem zweiten Rang landet indessen das Mainstream-Spitzenmodell Core i9-9900K.

Auch wenn etwa genauso viele Intel-CPUs wie im März abgesetzt wurden, zieht der Umsatz bei Intel-Produkten mit knapp über 1 Millionen Euro ein gutes Stück an. Das ist den mitunter kräftig gestiegenen Verkaufspreisen zu verdanken. Im Schnitt ging es um knapp über 15 Prozent bei den vier relevantesten Intel-Prozessoren hinauf.

Die Preise für die vier relevantesten AMD-Prozessoren sind im Durchschnitt hingegen um 4,5 Prozent gesunken, zieht man den Vormonat März zum Vergleich heran. Für alle aktuellen Zen 2-CPUs ging es preislich abwärts. Teurer wurde einzig der Ryzen 7 2700X. Beim Gesamtumsatz fuhren die AMD-Verkäufe gut über 6 Millionen Euro ein.

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    • Kommentare (70)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von GamesPlay Komplett-PC-Käufer(in)
        Mindfactory ist jetzt wirklich nicht die Welt. Die Zahlen geben aber einen Anhaltspunkt wie sich der Consumer-Markt entwickelt. Und da hat AMD tatsächlich den Anschluss an Intel mehr als nur geschafft. Die Preis-Leistung ist einfach attraktiv für Endverbraucher. Intel dominiert trotzdem den Chipmarkt (wenn man alle Bereiche zuzählt) und das ziemlich deutlich.
      • Von GamesPlay Komplett-PC-Käufer(in)
        Mindfactory ist jetzt wirklich nicht die Welt. Die Zahlen geben aber einen Anhaltspunkt wie sich der Consumer-Markt entwickelt. Und da hat AMD tatsächlich den Anschluss an Intel mehr als nur geschafft. Die Preis-Leistung ist einfach attraktiv für Endverbraucher. Intel dominiert trotzdem den Chipmarkt (wenn man alle Bereiche zuzählt) und das ziemlich deutlich.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von sterreich
        Das ist das einzig vernünftige Argument. OEM Markt ist deutlich größer und wie du richtig sagst noch recht fest in Intels Hand.
        Die OEMs haben sich halt "damals" ordentlich die Finger verbrannt. Weiß nicht, wie aktuell AMDs Liefersituation ist, aber angenommen man würde den OEM Marktanteil ausbauen, und sei es nur um 20% müsste man plötzlich massiv mehr Chips zur Verfügung stellen - keine Ahnung ob das mit TSMCs Liefervereinbarung geht bzw ob die dann das Volumen haben.
      • Von sterreich BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Richtig, die Zahlen lassen sich genau höchstens auf den Do-It yourself Markt umlegen, im speziellen eher nur auf den deutschen. Und der DOY Markt sind nunmal 5-10%, den Rest machen die OEMs.
        Also beinahe völlig irrelevante Zahlen.

        Aus den Zahlen kann man natürlich schon auch Informationen ziehen: dass die User in Deutschland eher AMD haben wollen, aber offenbar die OEMs fest in Intels Hand sind.
        Das ist das einzig vernünftige Argument. OEM Markt ist deutlich größer und wie du richtig sagst noch recht fest in Intels Hand.
        Bin in der Hinsicht echt schon gespannt, wie sich der Mobile Markt entwickeln wird. Bis zu den 3000ern hat AMD ja hier nicht wirklich an Intel vorbeiziehen können, aber die 4000er sind ja wie die Tests zeigen nochmal eine Spur attraktiver und das sehen scheinbar auch die OEMs so, die Zephyrus-Reihe ist ja durchaus ein Statement.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von sterreich
        Lustig, wie sich manche der üblichen Verdächtigen hier auslassen

        "Nur ein Shop"
        "Nur ein Shop und der ist auch noch doof"
        "Nur der deutsche Markt"
        usw.

        Glaubt ihr den Blödsinn wirklich?
        Klar lassen sich die Zahlen nicht 1:1 auf den Weltmarkt umlegen, aber wenn man sich die Verkaufszahlen bei geizhals, amazon.com, overclockers.co.uk usw. anschaut ist es nachvollziehbar.
        In der Regel dominiert AMD die Top 10, Intel ist oft nur mit 1-3 Chips vertreten.
        Größter Ausreißer ist China und selbst da ist es oft schon sehr ausgeglichen mit 5-5 allerdings Intel ausnahmsweise in Führung.(jd.com)
        Richtig, die Zahlen lassen sich genau höchstens auf den Do-It yourself Markt umlegen, im speziellen eher nur auf den deutschen. Und der DOY Markt sind nunmal 5-10%, den Rest machen die OEMs.
        Also beinahe völlig irrelevante Zahlen.

        Aus den Zahlen kann man natürlich schon auch Informationen ziehen: dass die User in Deutschland eher AMD haben wollen, aber offenbar die OEMs fest in Intels Hand sind.

        Hardware- und Nachrichten-Links des 4./5. April 2020 | 3DCenter.org

        Hardware- und Nachrichten-Links des 2./3. Mai 2020 | 3DCenter.org
      • Von ZeroZerp Software-Overclocker(in)
        Zitat von fotoman
        Was nützt mir ein "groß genug" wenn der Händler zum Kaufzeitpunkt entweder nicht liefern kann oder zu teuer ist? Dann bestelle ich anderswo, wie ich es z.B. aktuell (22:10) bei einem i7-9700K oder i9-9900k machen würde. Oder wenn ich die gewünschte CPU inkl. Mainbaord, Kühler oder anderen Komponenten anderswo gesamthaft günsitger bekomme.
        Es geht meines Erachtens einfach darum, grob eine statistische Größe zu haben, wie sich der Retail- Markt derzeit verhält. Wir verbauen/vertreiben unsere Maschinen derzeit auch überwiegend mit AMD- Prozessor. Das hat reine Preis- Leistungstechnische Gründe. AMD hat derzeit das ökonomisch sinnvollste Paket.
        Intel verbauen/vertreiben wir in Ausnahmefällen (Maschinen, deren Software nach singlecore- Leistung und Latenz giert (z.B DATEV))...

        Im Verhältnis zu unseren Zahlen, halte ich die Zahlen von Mindfactory für nicht unrealistisch. Das ist ja wirklich ein reiner Retailer und wozu greift man als Homo ökonomikus? -> Genau....

        LG
        Zero
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