Bulldozer: Erste Server-Benchmarks zeigen Leistung vor dem Core i7-2600K
Erste Server-Werte unter Linux mit dem Raytracing-Benchmark C-Ray in der Version 1.1 sehen den Bulldozer vor Intels Core i7-970 und Core i5-2500K. Zum Einsatz kamen zwei Interlagos-Bulldozer mit insgesamt 32 Integer-Kernen zusammen mit einem 890-Chipsatz.
AMDs im Sommer erscheinender Bulldozer kommt in Form von zwei per HT-Link gekoppelten Valencia-Chips als Interlagos auf 16 Integer-Kerne, im Doppel sind es ergo 32 Recheneinheiten. Ein solches System mit 1,8 GHz Taktfrequenz (keine Angabe zu Turbocore) berechnet den Raytracing-Benchmark C-Ray v1.1 in knapp 26 Sekunden. Der Wert von "AMD Eng Sample ZS182045TGG43_28" stammt von einem manuellen Upload eines Server-Betreibers, weitere Resultate sind verfügbar. Das beste Ergebnis im C-Ray v1.1 stemmt derzeit eine Nehalem-Ex-Maschine mit vier Xeon X7550: Die Achtkerner laufen mit 2,0 GHz (ohne Turbo - mit bis zu 2,4 GHz), bieten SMT sowie je 18 MiByte L3-Cache und erreichen 13,5 Sekunden. Wichtig: Aufgrund unterschiedlicher Systemkonfigurationen wie dem Arbeitsspeicher und der Bandbreite lassen sich die Werte nur sehr bedingt vergleichen. Raytracing skaliert in der Regel linear mit Takt und Kernen, die FPU wird stark gefordert. Allerdings zeigen die Benchmarks auch starke Auffälligkeiten, etwa stellenweise eine viel zu geringe Speicherbandbreite.
Grob überschlagen käme ein Valencia-Chip, das Server-Pendant zum Desktop-Bulldozer Zambezi, auf 104 Sekunden - bei 1,8 GHz Takt. Für das Bulldozer-Design aber sind laut AMD Taktraten von 3,5 GHz und mehr angedacht. Mit einer Verdopplung auf 3,6 GHz und unter der Annahme, der C-Ray-Benchmark skaliert 1:1 mit dem Takt des Zambezi, erreicht dieser 52 Sekunden und würde so den Core i7-970 (61 Sekunden), den Core i5-2500K (62 Sekunden) sowie den Phenom II X6 1100T (68 Sekunden) schlagen. Damit wäre der Desktop-Bulldozer etwas schneller als der Core i7-2600K (58 Sekunden). Dies legt auch die angebliche AMD-Folie nahe, welche die Modelle des Typs FX-8x00 (vier Module, acht Integer-Kerne) preislich und damit höchstwahrscheinlich auch in Sachen Leistung gegen die Core i7-2600 antreten lässt.
Quelle: openbenchmarking.org by Phoronix
Bildergalerie
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Hintergrund Bulldozer:
Der im 32-nm-Prozess gefertigte Bulldozer setzt auf sogenannte Module. Ein solches beinhaltet zwei (Integer-)Kerne, diese teilen sich unter anderem den 2 MiByte großen L2-Cache und die "Flex FPU" genannte Gleitkommaeinheit. Ein Modul ist laut AMD schneller als ein Zweikerner mit K10-Architektur. Alle Module, bis zu vier beim Orochi-Die (Zambezi für Desktop und Valencia für Server), greifen auf 4 bis 8 MiByte L3-Cache zu - je nach Ausbaustufe werden die Versionen von AMD mit einer TDP mit 95 bis 125 Watt eingestuft. Ein Modul erreicht laut AMD 80 Prozent der Leistung eines (fiktiven) Bulldozer-Dualcores. Auf dem Financial Analyst Day 2010 gab AMD bekannt, dass Bulldozer selbst bei Auslastung aller Kerne per Turbocore bis zu 500 MHz hochtaktet. Zum Vergleich: Ein Phenom II X6 1090T legt nur bei drei von sechs Kernen die gleiche Frequenz oben auf, ein Core i7-870 bei Auslastung aller Kerne mit 233 MHz nicht mal die Hälfte. AMDs John Fruehe sagte zudem, mit weniger Kernen könne es gar mehr sein. Offenbar ist auch ein Taktplus bei stillgelegter FPU möglich, da hierdurch das TDP-Budget für die Integer-Kerne wächst.
Die ISSCC 2011 verriet AMD zudem, dass ein Modul 213 Millionen Transistoren auf 30,1 mm² fasst, das Design ist für 0,8 bis 1,3 Volt ausgelegt. AMD spricht davon, dass ein 8-kerniger Bulldozer weniger Die-Fläche verbraucht als ein Thuban (346 mm²), Hans de Vries von Chip-Architekt schätzt derzeit (Ende Februar 2010) 292 mm². Das Bulldozer-Design soll 3,5 GHz und mehr erreichen, inklusive Turbocore - allerdings ist es von Haus hochtaktend ausgelegt, die Frequenzen lassen sich also nicht direkt mit einem Phenom II vergleichen. Auch sagt der hohe Takt nicht zwingend etwas über den Stromverbrauch des Designs aus. Der Cache bzw. die CPU-Northbridge des Bulldozer läuft mit 1,1 Volt und erreicht 2,4 GHz und unterstützt bis zu DDR3-1866 - ein Phenom II kommt auf nur 2,0 GHz und DDR3-1333. All diese Informationen sprechen zusammen mit der neuen, teils sehr mächtigen FPU für eine massiv gesteigerte Pro-Takt-Leistung gegenüber dem Phenom II. Der Bulldozer mit seinem innovativen Modul-Aufbau wird für das zweite Quartal 2011 erwartet und setzt den neuen Sockel AM3+ zwingend voraus.


Ich finde da ganz schön viel heiße Luft in der News... abgesehen von fehlendem HT (i7), auf das irgendwie nicht eigegangen wird...
Pro-AMD-News?
Was hat diese News mit "pro AMD" zu tun?
Nichts pro AMD... hauptsache trollen...
ps: und als ob es das erste mal wäre, das in einer PCGH news prognosen abgegeben werden...
MfG
Ich finde da ganz schön viel heiße Luft in der News... abgesehen von fehlendem HT (i7), auf das irgendwie nicht eigegangen wird...
Pro-AMD-News?
Die haben doch auch mal bischen was "Pro" verdient.
...mit einer Verdopplung auf 3,6 GHz und unter der Annahme, der C-Ray-Benchmark skaliert 1:1 ... ;
...würde so den ... schlagen... ;
... Damit wäre der Desktop-Bulldozer etwas schneller als der Core i7-2600K...
wenn, dann... aber dann! aber nur wenn man annimmt...
Ich finde da ganz schön viel heiße Luft in der News... abgesehen von fehlendem HT (i7), auf das irgendwie nicht eigegangen wird...
Pro-AMD-News?
Deswegen denke ich, das der Benchmark auf jedenfall schon mal zumindest in der Hinsicht relativ Richtungsweisend ist, das er die Sandys als Marktgegner anpeilt. Und das macht die Cpu allemal zu einer "bezahlbareren" Plattform Alternative.
bei einer anwendung mit 8 threads gegen 8 Integer Module würde der BD wieder unterliegen ... so sieht das für mich jedenfals aus ,da .
Aber wie schon mehrfach erwähnt, wenn man sich den Speicherdurchsatz anschaut, scheint das Bulldozer System noch nicht einwandfrei zu laufen. Von daher sollte man mit voreiligen Schlüssen vorsichtig sein.