Nvidia: Britische Regierung äußert Bedenken bei ARM-Übernahme

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Nvidia: Britische Regierung äußert Bedenken bei ARM-Übernahme (1)
Quelle: Nvidia

Nachdem das Gerücht schon einige Zeit im Umlauf war, wurde September 2020 bestätigt, dass Nvidia den britischen Chipentwickler ARM übernehmen will. Innerhalb 18 Monaten sollte der Kauf abgewickelt werden, nur die weltweiten Behörden sollten noch zustimmen. Die britische Regierung hat nun jedoch eine Intervention eingereicht.

Am 14. September 2020 hat Nvidia Pläne öffentlich gemacht, den britischen Chiphersteller ARM übernehmen zu wollen. Chips des Herstellers finden sich unter anderem in Smartphones, Smart-TVs oder sogar in Autos. Über Jahre existierte eine Verbindung zwischen der britischen Firma ARM, seinem derzeitigen japanischen Besitzer Softbank und dem amerikanischen Unternehmen Nvidia. Seit Herbst 2020 arbeitet Nvidia daran, ARM für rund 40 Milliarden US-Dollar übernehmen.

Britische Regierung hat Bedenken bei Nvidia-Übernahme

Nvidia und Softbank hatten dafür am 14. September 2020 ein definitives Abkommen geschlossen. Der Kauf sollte innerhalb 18 Monaten über die Bühne gehen. Softbank sollte dafür 12 Milliarden US-Dollar in bar und weitere 21,5 Milliarden US-Dollar in Form von Nvidia-Stammaktien erhalten.

Die Verwaltungsräte hatten dem Deal bereits zugestimmt. Nun fehlten nur noch die Stimmen der weltweiten Behörden. Zustimmen müssen auch noch die Behörden in Großbritannien (ARM), China (ARM China), Japan (Softbank) sowie in den USA (Nvidia). Nun schreitet die britische Regierung bei dem Deal ein.

So hat Oliver Dowden, Digital Secretary des britischen Departments for Digital, Culture, Media and Sport (DCMS), unlängst eine Intervention zu dem Kauf eingereicht. Somit wird die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde gezwungen, die Übernahme genau unter die Lupe zu nehmen. Die Intervention hat Dowden aus Gründen der nationalen Sicherheit eingereicht.

Neben der britischen Regierung haben jedoch auch einige internationale Unternehmen Bedenken wegen der geplanten Übernahme von ARM. So sollen Huawei und weitere chinesische Firmen Beschwerde bei der staatlichen Behörde für Marktregulation eingereicht haben. Daneben sollen auch Qualcomm, Google und Microsoft Bedenken geäußert haben.

Quelle: gov.uk, Golem

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nebulus07
        Es geht nicht um Bedenken! Der Verkauf wurde klar VERBOTEN!
        Wegen Nationaler Sicherheit.
      • Von Nebulus07
        Es geht nicht um Bedenken! Der Verkauf wurde klar VERBOTEN!
        Wegen Nationaler Sicherheit.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Auch interessant: ARM ist zurzeit im Besitz der japanischen Softbank K. K. Heißt das nun, dass man bzgl. des japanischen Eigentümers keine Bedenken hat, aber wenn ein us-amerikanisches Unternehmen ARM übernimmt, hat man sehrwohl Bedenken? Da scheint wohl der Haussegen schief zu hängen zwischen den Briten und Amerikanern.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat

        So hat Oliver Dowden, Digital Secretary des britischen Departments for Digital, Culture, Media and Sport (DCMS), unlängst eine Intervention zu dem Kauf eingereicht
        Genau der richtige Mann, um Elektronikunternehmen zu beurteilen:
        Zitat

        Dowden grew up in Bricket Wood, Hertfordshire, being educated at Parmiter's School, a state comprehensive school in Garston, Watford. He attests to having received an "excellent state education", before going to Trinity Hall, Cambridge, where he read Law.
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