Azure Cobalt 200: Microsoft kündigt seine neue CPU an
Microsoft hat seine neue ARM-CPU Azure Cobalt 200 für Cloud-Server angekündigt, die bis zu 50 Prozent schneller sein soll als der Vorgänger.
Als Nachfolger der seit letztem Jahr im Einsatz befindlichen Azure Cobalt 100 für Rechenzentren, basiert Cobalt 200 auf ARMs aktuellen Neoverse Compute Subsystems V3 (CSS V3) und bietet 132 aktive CPU-Kerne mit 3 MiB L2-Cache pro Kern sowie 192 MiB L3-Systemcache. Vollständig kompatibel mit Workloads der bestehenden Cobalt-CPUs soll das neue Modell eine Performance-Steigerung von bis zu 50 Prozent gegenüber dem Vorgänger erreichen sowie die neuesten Sicherheits-, Netzwerk- und Speichertechnologien von Microsoft unterstützen.
In Verbindung mit der effizienteren Fertigung im 3-nm-Prozess bei TSMC soll dank individueller dynamischer Spannungs- und Frequenzskalierung (DVFS) pro Kern auch eine nicht näher umrissene Verbesserung der Energieeffizienz erreicht werden. Letzteres ermögliche, dass jeder der 132 Kerne mit einer anderen Leistungsstufe betrieben werden kann, wodurch unabhängig von der Arbeitslast ein optimaler Stromverbrauch erzielt werde, heißt es in der Ankündigung. Das Chip-Design sei von Grund auf aus über 350.000 möglichen Konfigurationen mithilfe von Simulationen von Software-Teams, KI, statistischer Modellierung und Berechnungen von Azure entwickelt worden.
Azure Cobalt 200: Microsoft-CPU mit Fokus auf Komprimierung und Kryptografie
Wie der Vorgänger ist die neue Generation dabei laut Microsoft für gängige Kunden-Workloads optimiert und bietet nach eigenen Angaben einzigartige Funktionen für die eigenen Cloud-Produkte. Dazu gehören maßgeschneiderte Komprimierungs- und Kryptografie-Beschleuniger in Form dedizierter Siliziumblöcke, da diese Arbeitsschritte 30 Prozent der Cloud-Workloads ausmachen sollen. Ebenfalls mit an Bord ist ein maßgeschneiderter Speichercontroller, mit dem Speicherverschlüsselung standardmäßig aktiviert ist, bei nur geringfügigen Auswirkungen auf die Leistung, so Microsoft.
Quelle: Microsoft
Azure Cobalt 200: Microsoft kündigt seine neue CPU an
Hinzu kommen Confidential Compute Architecture (CCA) von ARM, die eine hardwarebasierte Isolierung des VM-Speichers vom Hypervisor und vom Host-Betriebssystem unterstützt, ebenso wie ein integriertes Azure HSM (Hardware Security Module), das Schutz kryptografischer Schlüssel innerhalb der Azure-Infrastruktur bieten und die Sicherheit sensibler Daten gewährleisten soll. Letzteres soll mit Azure Key Vault zusammenarbeiten und so die Verwaltung von Schlüsseln vereinfachen, wobei die Sicherheitsanforderungen nach dem Standard FIPS 140-3 Level 3 erfüllt werden. Erste Cobalt-200-Server sind bereits in Microsofts Rechenzentren im Einsatz, während eine breitere Einführung und Verfügbarkeit für Kunden 2026 geplant ist.
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Das wollte Intel schon beim 10nm vor 15 Jahren machen.
Oder sind hier mal wieder der Name Schall und Rauch?
Gruß T.