Apple M1: Adobe Photoshop und WoW laufen direkt auf ARM-Chipsatz
Auf dem neuen ARM-SoC Apple M1 können nun World of Warcraft und Photoshop nativ ausgeführt werden. Die Entwickler haben entsprechende Portierungen verfügbar gemacht.
Der Apple M1 ist ein auf dem ARM-Befehlssatz entwickelter Chipsatz, der acht CPU-Kerne und sieben oder acht GPU-Kerne mitbringt. Im Gegensatz zu AMD- und Intel-Prozessoren verwendet der System on a Chip von Apple den ARM-Befehlssatz, sodass herkömmliche x86- und x64-Programme wie etwa Photoshop softwareseitig emuliert oder neu kompiliert werden müssen, um auf dem M1-Chip gestartet werden zu können. Nun hat Adobe die Beta-Version von Photoshop vorgestellt, mit der die Bildbearbeitung nativ auf dem SoC ausgeführt werden kann. Blizzard wird noch diese Woche mit einer neuen ARM-kompatiblen Version 9.0.2 von World of Warcraft nachziehen.
Apple M1 im Cinebench R23 Multicore auf Augenhöhe mit Intel Core i7-10850H
Im Inneren des Apple M1 stecken vier auf Performance getrimmte CPU-Rechenkerne und vier auf Effizienz ausgerichtete Prozessorkerne. Ergänzt wird dieser CPU-Teil von einer Grafikeinheit mit sieben oder acht Kernen und einer theoretischen Rechenleistung von bis zu 2,6 Teraflops. Zum Anschluss von externen Geräten steht ein Controller für Thunderbolt 3 parat, der aber explizit keine diskreten Grafikkarten unterstützt und wahlweise auch USB 4 mit einer theoretischen Datenrate von 10 Gbit/s offerieren kann. Einen externen Monitor kann man - je nach Gerät - etwa via HDMI 2.0 anschließen.
Performance-mäßig kommt der Apple M1 nicht an aktuelle Desktop-PCs heran. Im Cinebench R23 Multicore tut sich der Apple M1 schwer gegen die aktuelle CPU-Generation von AMD. Alle Ryzen-CPUs ab dem Ryzen 5 4600U erreichen eine Punktzahl von mindestens 8.008 Punkten, während der Apple M1 nur auf 7.508 Punkte bei Auslastung mehrerer Prozessorkerne kommt. Hiermit spielt der Apple M1 auf Augenhöhe mit einem Intel Core i7-10850H, der jedoch noch in 14 nm gefertigt wird. Ein Vorteil von nativ laufenden Apps ist, dass diese nicht nur die volle Leistung des ARM-Chipsatzes im Gegensatz zur softwareseitigen Emulation nutzen können, sondern auch möglicherweise stromsparender mit den Ressourcen um gehen können, da keine zusätzliche Emulation laufen muss. Im Mac Mini 2020 und Macbook Pro 13 2020 ist die maximale Ausbaustufe des Apple M1 eingebaut, während im Apple Macbook Air 13 2020 die lüfterlose Variante mit nur sieben GPU-Kernen arbeitet.
Ebenfalls lesenswert: Apple M1 tritt im neuen Cinebench R23 gegen Intel und AMD an
Sammlung zur Portierung von Apps für den Apple M1:
- Im Unterschied zu den CPUs von AMD und Intel setzt der eigens entwickelte Apple M1 auf den ARM-Befehlssatz, sodass herkömmliche x86- und x64-Programme entweder via Software emuliert oder neu geschrieben werden müssen, damit sie auch auf dem Apple M1 ausgeführt werden können.
- Nun hat Adobe die Verfügbarkeit von Photoshop für den Apple M1 in einer Beta angekündigt.
- Blizzard wird Word of Warcraft mit Support für den Apple M1 ausstatten.
Und wie sich der jetzige Apple Chip gegen den Nach.Nachfolger von Renoir schlägt ist doch auch egal. Bis dahin hat auch Apple ein oder zwei Generationen weiter entwickelt und fertigt vielleicht in 3nm? Das wird ja dann nie fair!?
Es ist wie immer unterm Strich zählt was rauskommt und zwar in denen für einen selbst wichtigen Punkten, Wie die Fertigungstechnologie aussieht oder der Befehlssatz ist völlig Banane.
Fair ist was man im Moment bzw. in näherer Zukunft kaufen kann. Und da steht der M1 vermutlich in puncto Energieeffizienz allein auf weiter Flur, kann in puncto Performance gut mit AMD und Intel im anvisierten Markt mithalten und dürfte sich bei der Softwarekompatibilität noch längere Zeit hinter Rosetta 2 verstecken, auch wenn man hier deutlich bessere Arbeit geleistet hat als Microsoft mit Windows on ARM.
Ich bin ehrlich gesagt gespannt. Die Preise von den M1 Macbooks sind im Vergleich zu aktuellen XPS 13, Surface Pro/Book, Zenbook & Co. ja durchaus annehmbar, denn auch in der Windows Welt haben sich überteuerte RAM und SSD Preise mittlerweile gut etabliert.
Ich denke mal ich warte noch eine Generation ab, und wenn sich die Softwarekompatibilität dann etwas verbessert hat und die Dinger immer noch so gut aussehen, werde ich Apple und macOS im Notebookmarkt mal eine Chance geben.
Und wenn AMD direkt auf dem Package LPDDR-RAM verbauen würde, was Energie spart, weil man niedrigere Treiberleistungen benötigt.
Das wird aber nicht passieren!
Die Frage ist daher eher, wie Apples Chip sich so gegen AMDs Renoir Nach-Nachfolger in 5nm schlagen würde, damit der Vergleich fair wäre .... aber schon so kommt der M1 zumindest leistungstechnisch nicht ganz an den "alten" 7nm Renoir mit Noch-Zen2 Kernen ran, war wohl nix mit "schnellste CPU überhaupt", wie man von so manch uninformierter Seite lesen durfte ...
Davon ab: Als Macbook Pro User seit 9 Jahren werde ich ab jetzt bei Apple wohl passen, schon alleine meines Arbeitgebers wegen; Apples neue Stasi-Politik was das Starten von Software betrifft ist ein absolutes No-Go.