Micron: 100-Mrd.-Deals, aber kein Ende der RAM-Krise in Sicht

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Micron: 100-Mrd.-Deals, aber kein Ende der RAM-Krise in Sicht
Quelle: Apple

Es gibt einen Wandel am Speichermarkt: Micron setzt auf langfristige Verträge inmitten der anhaltenden Lieferengpässe und sieht die Schuld für hohe Preise in der aggressiven Preispolitik großer Hersteller.

Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Micron Technology gab im Zuge der Bekanntgabe seiner jüngsten Quartalszahlen bekannt, mit insgesamt 16 strategischen Kunden langfristige Liefervereinbarungen geschlossen zu haben (unsere detaillierte News dazu gibt es hier). Diese Verträge besitzen für Rechenzentren und Unterhaltungselektronik eine Laufzeit von fünf Jahren (bis 2030). Vier davon sind Großkunden, 14 der Vereinbarungen belaufen sich auf Mindestumsatzzusagen von rund 100 Milliarden US-Dollar.

Hintergrund dieser Entwicklung ist die anhaltende Krise bei Speicherbausteinen. Microns Chief Business Officer Sumit Sadana äußerte im Interview mit dem Wall Street Journal, dass die Nachfrage das Angebot bis ins Jahr 2027 hinein übersteigen werde. Ein Ende der Verknappung bei Arbeitsspeicher und Flash-Speicher sei derzeit nicht absehbar. Als einen der Gründe für die unzureichenden Produktionskapazitäten nennt er vor allem das Einkaufsverhalten großer Abnehmer in vergangenen Marktphasen.

Konkret wies Micron-CBO Sumit Sadana darauf hin, dass große Unternehmen im letzten Abschwungzyklus extrem niedrige Tiefstpreise durchgesetzt hätten, um die eigenen Gewinnmargen zu stützen. Micron habe diesen Kunden bereits vor Jahren signalisiert, dass diese "aggressive Preispolitik nicht konstruktiv" sei, da sie aufgrund fehlender finanzieller Mittel notwendige Investitionen in den Ausbau neuer Halbleiterfabriken und Produktionskapazitäten verhindern würde. Tim Cook gab kürzlich in einer Stellungnahme die Schuld an den hohen Speicherpreisen den Speicherchipherstellern, was zu Preiserhöhungen von bis zu 200 Euro bei Apple-Hardware führe. Das wies Sadana damit zurück, ohne den Namen Apple explizit zu nennen.

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Quelle: The Wall Street Journal, via X (via WCCFTech)

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Promethea Kabelverknoter(in)
        Es ist nen Kartel. Micron is ja kein unbeschriebenes Blatt. Da wurden schon welche verurteilt wegen Preistreiberei.
      • Von Promethea Kabelverknoter(in)
        Es ist nen Kartel. Micron is ja kein unbeschriebenes Blatt. Da wurden schon welche verurteilt wegen Preistreiberei.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Bis 2030 wäre schon schmerzhaft für uns Hobbyschrauber.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat

        Konkret wies Micron-CBO Sumit Sadana darauf hin, dass große Unternehmen im letzten Abschwungzyklus extrem niedrige Tiefstpreise durchgesetzt hätten, um die eigenen Gewinnmargen zu stützen. Micron habe diesen Kunden bereits vor Jahren signalisiert, dass diese "aggressive Preispolitik nicht konstruktiv" sei, da sie aufgrund fehlender finanzieller Mittel notwendige Investitionen in den Ausbau neuer Halbleiterfabriken und Produktionskapazitäten verhindern würde.
        Ja, kann man machen, bringt aber natürlich nichts, wenn der Markt halt gesättigt ist und höhere Preise einfach nicht hergibt. Einfach freiwillig mehr zahlen wird wohl kaum ein Unternehmen.
      • Von DevouringKing Software-Overclocker(in)
        Interessant ist, das jetzt alle großen Ram Hersteller Massiv DDR5 bis 2030 ausbauen, und dann DDR6 kommt.
        Sprich, viele Kapazitäten müssen dann auch für DDR6 Platz machen.
      • Von joecnstr Freizeitschrauber(in)
        Also zumindest für Micron scheint das Ende der Monsterpreise ja eben doch absehbar zu sein. Warum sollten sie sonst auf langfristige Verträge setzen? Tja und offenbar wird es bis 2030 dauern bis Besserung in Sicht ist, heftig...
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