AMD stellt sich gegen den Markt: Ryzen gewinnt Marktanteile trotz historischem Minus
AMD stellt sich gegen den Markt: Während insbesondere Desktop-PCs nach Daten von Mercury Research ein historisches Minus im ersten Quartal 2022 anliefern, kann Ryzen den Marktanteil ausbauen.
Nach Daten von Mercury Research stemmt sich AMD leicht gegen den Markt bei Computern und kann trotz Rückgang der Gesamtverkäufe Marktanteile gutmachen. Das wird man bei AMD sehr gerne sehen. Im ersten Quartal war nach den vorliegenden Daten der Gesamtmarkt im Minus und Desktop-Systeme erwischt es besonders. 30 Prozent weniger verkaufte Einheiten ist bemerkenswert und in den Mercury-Zahlen ein historisches Ereignis. Dieser Punkt allein dürfte schon für einigen Gesprächsstoff sorgen, nachdem der Markt aus der Corona-Krise und der akuten Mangel herauskommt.
Für AMD läuft es trotzdem gut, denn trotz des negativen Gesamtmarktes kann man sich auf 27,7 Prozent Marktanteil im x86-64-Segment kämpfen. Das hat man schlichtweg den guten Produkten zu verdanken, die man aktuell auf dem Markt hat. Und selbst AMD hätte in den vergangenen Monaten wohl hier und da etwas mehr verkaufen können, wäre da nicht das knappe Kontingent an Produktkapazitäten bei TSMC, in dem man auch andere Chips fertigen muss.
| 1Q22 | 4Q21 | 3Q21 | 2Q21 | 1Q21 | 4Q20 | 3Q20 | 2Q20 | 1Q20 | 4Q19 | 3Q19 | 2Q19 | 1Q2019 | 4Q18 | 3Q18 | 2Q18 | 1Q18 | 4Q17 | 3Q17 | 2Q17 | 1Q17 | 4Q16 | 3Q16 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AMD Desktop Unit Share | 18.3% | 16.2% | 17.0% | 17.1% | 19.3% | 19.3% | 20.1% | 19.2% | 18.6% | 18.3% | 18% | 17.1% | 17.1% | 15.8% | 13% | 12.3% | 12.2% | 12.0% | 10.9% | 11.1% | 11.4% | 9.9% | 9.1% |
| Quarter over Quarter / Year over Year (pp) | +2.1 / -1.0 | -0.8 / -3.1 | -0.1 / -3.1 | -2.3 / -2.1 | +0.1 / +0.7 | -0.8 / +1.0 | +0.9 / +2.1 | +0.6 / +2.1 | +0.3 / +1.5 | +0.3 / +2.4 | +0.9 / +5 | Flat / +4.8 | +1.3 / +4.9 | +2.8 / +3.8 | +0.7 / +2.1 | +0.1 / +1.2 | +0.2 / +0.8 | +1.1 / +2.1 | -0.2 / +1.8 | -0.3 / - | +1.5 / - | +0.8 / - | - |
| AMD Mobile Unit Share | 22.5% | 21.6% | 22.0% | 20.0% | 18.0% | 19% | 20.2% | 19.9% | 17.1% | 16.2% | 14.7% | 14.1% | 13.1% | 12.2% | 10.9% | 8.8% | - | - | - | - | - | - | - |
| Quarter over Quarter / Year over Year (pp) | +0.9 / +4.4 | -0.4 / +2.6 | +2.0 / +1.8 | +1.9 / +0.01 | -1.0 / +1.1 | -1.2 / +2.8 | +0.3 / +5.5 | +2.9 / +5.8 | +0.9 / +3.2 | +1.5 / +4.0 | +0.7 / +3.8 | +1.0 / +5.3 | +0.9 / ? | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| AMD Server Unit Share | 11.6% | 10.7% | 10.2% | 9.5% | 8.9% | 7.1% | 6.6% | 5.8% | 5.1% | 4.5% | 4.3% | 3.4% | 2.9% | 3.2% | 1.6% | 1.4% | 0.8% | - | - | - | - | - | - |
| Quarter over Quarter / Year over Year (pp) | +0.9 / +2.7 | +0.5% / +3.6 | +0.7 / +3.6 | +0.6 / +3.7 | +1.8 / +3.8 | +0.5 / +2.6 | +0.8 / +2.3 | +0.7 / +2.4 | +0.6 / 2.2 | +0.2 / +1.4 | +0.9 / +2.7 | +0.5 / +2.0 | -0.3 / - | +1.6 / 2.4 | +0.2 / - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| AMD Overall x86 | 27.7% | 25.6% | 24.6% | 22.5% | 20.7% | 21.7% | 22.4% | 18.3% | 14.8% | 15.1% | 14.6% | 13.9% | 12.3% | 10.6% | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Overall PP Change QoQ / YoY | +2.1 / +7.0 | +1.0 / +3.9 | +2.1 / +2.2 | +1.8 / +4.2 | -1.0 / +6.0 | -0.7 / +6.2 | +4.1 / +6.6 | +3.5 / +1.2 (+3.7?) | -0.7 / ? | +0.9 / +3.2 | +0.7 / +4 | ? | ? | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
data provided by Mercury Research
Intel konnte zwar in Stückzahlen durch die durch Corona-Krise besser liefern, leidet dafür aber nun auch mehr. Ein Großteil des Rückgangs bei den Desktop-PCs war darauf zurückzuführen, dass die Hersteller überschüssige CPU-Bestände abbauten, was sich laut McCarron stärker auf Intel als auf AMD auswirkte. Für das Jahr 2022 ist die Aussicht eher verhalten. AMD-Chefin Lisa Su rechnete jüngst bereits mit hohen einstelligen Rückgängen im Desktop-Markt. In diesem Markt waren auch die Grafikkarten die größere Sorge bei der Beschaffung und so dürfte auch eine gewisse Marktsättigung eingetreten sein - wer das Geld hatte, nutzte Lockdown-Maßnahme für ein CPU-Upgrade. Das zeigen auch die Zahlen der Vormonate, die auf Allzeithochs operierten - irgendwann ist jeder Höhenflug mal vorbei.
AMD will aggressives Rabattprogramm fahren
Folglich läufts bei den Mobilgeräten auch etwas besser, denn die fangen den schwächelnden Desktop-Markt in der Gesamtbetrachtung teilweise ab und dank Ryzen 5000 sieht man auch immer öfter AMD in den Geräten. 22,5 Prozent stehen für AMD im Buch; bei den Servern ist der Weg mühsamer, aber auch da gehts aufwärts - 11,6 Prozent. Ausruhen kann sich AMD keinesfalls, denn bei PC-Selbstbauern kippte die "Stimmung" - dank Alder Lake griffen wieder mehr Enthusiasten und Gamer zu Intel. Das positive Gesamtbild für AMD hatte sich schon bei den Monatsbreichten abgezeichnet.
AMD und Intel wichtig ist aber auch immer der Blick auf die Erlöse aus den verkauften Einheiten: "Geringere Auslieferungen von preisgünstigen Einsteiger-CPUs und ein starker Anstieg neuer mobiler Prozessoren (Alder Lake für Intel und Barcelo und Rembrandt für AMD) führten zu deutlich höheren Preisen für mobile CPUs, die dazu beitrugen, den Rekord-Durchschnittsverkaufspreis für Clients (kombinierte Desktop- und Notebook-CPUs) von 138 US-Dollar zu erzielen, der um mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr stieg."
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Im Ausblick besteht die Hoffnung, dass nach dem Sommer insbesondere neue Grafikkarten den Desktop-Markt reanimieren. Geforce RTX 4000 und Radeon RX 7000 könnten auch Effekte bei CPU-Upgrades auslösen, zumal AMD mit Zen-4-Technik anrückt. Intels Alder-Lake-Nachfolger wird vermutlich weniger Impulse setzen, da die großen Neuerungen ausbleiben. Das alles setzt aber voraus, dass die Grafikkarten im Spätherbst lieferbar und bezahlbar sind.
Quelle: via Tom's Hardware

Glaube vorerst muss sich bei AMD keiner Sorgen machen.
Umsatz 2018 6Mrd €, Umsatz 2021 16Mrd €...
Verschuldungsgrad ist 2020 auf gigantisch minimale 53% gesunken. Man könnte sagen, es läuft super bei AMD, super wenig Schulden nur der Aktienkurs ist mit kgv 147 einfach zu hoch. Bei einem erheblich tieferen Kurs würde ich sofort kaufen.