CPU-Marktanteile: Intel legt gegen AMD bei PC-Selbstbauern wieder zu
AMD konnte Intel in den letzten Jahren einige Marktanteile abknöpfen, doch laut zwei aktuellen Erhebungen hat sich der Trend wieder gewandelt.
Eine japanische Marktanalyse von BCNR zum DIY-Geschäft mit Prozessoren zeigt auf, dass die Verkäufe von Intels Desktop-CPUs Mitte letzten Jahres zugenommen haben und seither weiter steigen, nachdem fast zwei Jahre lang AMDs Ryzen-Prozessoren den japanischen Markt dominiert hatten, wie Videocardz.com Bezug nehmend auf die Erhebung berichtet.
Dabei gäbe es eine klare Veränderung hinsichtlich der Beliebtheit der CPU-Mittelklassemodellreihen Ryzen 5 und Core i5, wobei Käufer bereits mit der Markteinführung von Intels 11. Generation mit Rocket-Lake-Architektur zum Ende des 1. Quartals 2021 begonnen hätten, "die Seiten zu wechseln". Seither habe Intel mit der breit aufgestellten Alder-Lake-Reihe und neuen Core-i5-Modellen nachgelegt, während AMD seit Monaten nichts mehr für das Mittel- und Einstiegssegment veröffentlicht habe.
Trend auch weltweit beobachtbar
Der gleiche Trend, wie bei den japanischen Daten, lässt sich auch beim Desktop-Marktanteil des beliebten PassMark-Benchmarks beobachten, der auf weltweiten Daten der Nutzer basiert. Seit dem 3. Quartal 2021, als beide Unternehmen einen Marktanteil von etwa 50 Prozent hatten, ist Intel demnach wieder auf dem Vormarsch. Dies gilt gemäß Anmerkung der PassMark-Entwickler aber nur für den Desktop-Markt, da keine Server- oder Laptop-Serien inbegriffen sind, bei denen Intel bisher stets weiterhin vor AMD lag.
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Ursachen für Trendumkehr
Die Gründe für den CPU-Marktanteilsverlust von AMD auf dem DIY-Markt werden dabei hauptsächlich in dem seit Längerem andauernden Fehlen neuer Mittelklasse-/Einstiegsmodelle gesehen, ebenso wie im Ausbleiben der bereits seit Mitte 2021 in Aussicht gestellten Ryzen-Serie mit 3D-V-Cache ohne bisher erfolgte Veröffentlichung. Zudem müsste AMD den Kunden klarer machen, ob sich noch die Anschaffung einer AM4-Plattform lohnt oder lieber auf die für das 3. Quartal 2022 erwartete AM5-Plattform gewartet werden soll.
Darüber hinaus sei AMDs Zögern, die Ryzen-5000-Reihe (Vermeer) offiziell von Board-Partnern auf älteren Mainboards unterstützen zu lassen, vermutlich auch nicht hilfreich gewesen, heißt es. Unterdessen zeichnet sich die Trendumkehr in den Daten unseres PCGH-Extreme-Forums noch nicht mit dieser Ausprägung ab, wobei AMD weiter klar vor Intel liegt, jedoch teils bereits mit ein paar Ausschlägen.

Ich sehe momentan auch keinen Grund, auf AMD zu setzen. AM4 ist End of Life und liegt bei der Performance nicht mehr vorn. Die Preise sind in allen Segmenten im Vergleich zu Intel deutlich unattraktiver.
Gut möglich, dass auch AM5 nicht so einschlagen wird bzw. der Marktanteil mit Ryzen 7000 hinter Intel deutlich zurückbleibt. Zumindest wenn Ryzen 7000 DDR5 Ram benötigt, wird Alder/Raptor Lake für viele attraktiver sein.
Die Effizienz ist zwar immer noch schlecht und die Einordnung der Modelle in der Auflistung teilweise totaler Unsinn (wenn man "Effizienzkerne" mit übermäßigem zusätzlichen Wattverbrauch bündelt , z.B. 4 E-Kerne für 50 Watt Mehrverbrauch, wer denkt sich so einen Schwachsinn aus?!?), aber hey, besser als der Rotz vorher.