AMD empfiehlt DDR5-6000 als Optimum für Ryzen 8000G mit Radeon 700M
Wenngleich die neuen Desktop-APUs der Serie Ryzen 8000G ("Hawk Point") offiziell nur DDR5-Speicher mit bis zu 5.200 MT/s unterstützen, empfiehlt AMD jetzt etwas überraschend den Einsatz von DDR5-6000 als Optimum.
AMD hat die neuesten Desktop-APUs aus der Serie Ryzen 8000G auf der CES 2024 vorgestellt, welche wie schon die Ryzen 8040HS und 8040U auf der neuesten Iteration mit dem Codenamen "Hawk Point" und einer beschleunigten KI-Engine basieren. Auch wenn die auf Zen 4 und RDNA 3 basierenden Prozessoren offiziell nur DDR5-Speicher mit bis zu 5.200 MT/s unterstützen, empfiehlt AMD jetzt etwas überraschend den Einsatz von DDR5-6000 als Optimum für den performanten Betrieb der APUs.
DDR5-6000 ist laut AMD das Optimum für Ryzen 8000G
Wie AMD in Person von Donny Woligroski, seines Zeichens Technical Marketing Manager für Desktop-CPUs bei AMD, im Interview mit PC World auf der CES 2024 mitgeteilt hat, empfiehlt das Unternehmen seinen Kunden den Einsatz von Speicher mit einer Geschwindigkeit von 6.000 MT/s. AMD sieht DDR5-6000 aktuell als das Optimum ("Sweet Spot") für Ryzen 8000G ("Hawk Point") und führt dabei die hauseigenen Spiele-Benchmarks sogar mit DDR5-6400 durch. Der neue Speichercontroller ("IMC") scheint damit keine Probleme zu haben.
DDR5-6000 ist heutzutage wirklich ziemlich günstig. Wenn du DDR5-6000 im Dual-Channel hast, dann wirst du auch diese großartigen Frameraten und eine wirklich spielbare Leistung erreichen, und das ist definitiv das, was wir den Leuten raten werden.
- Donny Woligroski, AMD -
Dass der Betrieb des Arbeitsspeichers im Dual-Channel aufgrund der deutlich höheren Bandbreite obligatorisch ist, sollte ohnehin klar sein. Dennoch betonte der Donny Woligroski die essenzielle Bedeutung des Dual-Channel-Betriebs noch einmal ausdrücklich im Interview mit PC World.
Dual-Channel-RAM ist ein absolutes Muss, das ist ein riesiger Bandbreitenvorteil. Überspringen Sie das nicht, Sie müssen Dual-Channel also unbendingt haben.
- Donny Woligroski, AMD -
Zudem wies der Technical Marketing Manager von AMD darauf hin, dass die Radeon 780M, Radeon 760M und Radeon 740M im Ryzen 7 8700G, Ryzen 5 8600G und 8500G durch die höhere TDP im Vergleich zu den Notebook-APUs der Serien Ryzen 8040G und 7040G noch einmal mehr leisten und deutlich besser skalieren.
Sie haben viel mehr Leistung zur Verfügung.
Es handelt sich also um 65-W-APUs, die mehr Strom verbrauchen können, und der Stromverbrauch ist bei dieser Art von Teilen ziemlich linear mit der Grafikleistung, und wie Sie sagten, können Sie sich thermisch viel mehr Spielraum verschaffen.
Sie werden nicht durch heiße Temperaturen wie bei Laptops eingeschränkt, und aus diesen Gründen haben wir auf dem Desktop eine deutlich bessere Leistung gesehen.
- Donny Woligroski, AMD -
AMD verspricht, dass die Ryzen 8000G "flüssiges Gaming in Full HD ohne Grafikkarte" ermöglichen sollen und liefert die dazu passenden Hersteller-Benchmarks aus insgesamt 13 Spielen, die mit niedrigen Details liefen, gleich mit.
Quelle: AMD
Noch interessanter als die reinen Benchmarks, welche der Radeon 780M mit ihren insgesamt 12 Compute Units und 768 Shader-Einheiten in allen getesteten Spielen mindestens 60 Bilder pro Sekunde auf niedrigen Details in Full HD ("1080p") attestieren, ist jedoch ein ganz anderer Umstand.
Desktop-APUs unterstützen Fluid Motion Frames
Wie AMD auf einer weiteren Folie demonstriert, unterstützen Zen-4-APUs ganz offiziell die Zwischenbildberechnung ("Frame Generation") per Fluid Motion Frames ("FMF") sowie AMD Hyper-RX. Eine offizielle Aussage hierzu fehlte bislang noch.
Quelle: AMD
In vielen aktuellen Spielen, wie Star Wars Jedi: Survivor, Alan Wake 2, Starfield, Baldur's Gate 3 und Lies of P, sollen sich die Frameraten damit mehr als verdoppeln lassen. Auch hier wurden die Hersteller-Benchmarks in Full HD mit niedrigen Details erhoben. Der Leistungssprung soll dabei bis zu enorme 75 Prozent betragen. In Cyberpunk 2077 konnte AMD das bereits durchaus eindruckvoll belegen.
PCGH hatte bereits ausführlich darüber berichtet, dass das Unternehmen seine neuen Desktop-APUs als eine Art "Ersatz für Einsteiger-Grafikkarten" positioniert.
Im weiteren Verlauf des Interviews mit PC World äußert sich auch noch zur Langlebigkeit der beiden Plattformen AM4 und AM5.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: AMD via PC World

Viel lieber eine kostengünstige CPU mit einer Einsteiger GPU kombinieren um spielen zu können als so eine Frickellösung.
Viel lieber eine kostengünstige CPU mit einer Einsteiger GPU kombinieren um spielen zu können als so eine Frickellösung.
Ähnliches gilt, auch für Intel, sobald ein Kunde auf die Idee kommen sollte, den beworbenen RAM-Takt und die beworbene Arbeitsspeichergröße ausreizen zu wollen: Die niedrigeren Specs bei Vollbestückung sind selbst für eingeweihte schwer zu finden und wenn die 1DPC-Taktraten in der Realität nicht oder instabil mit 2DPC laufen, wird sich bei AMD und Intel zu allerletzt beschwert.