AMD Zen 6: Neue Foundry für den I/O-Chip - neben TSMC ist erstmals Samsung im Rennen

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AMD Zen 6: Neue Foundry für den I/O-Chip - neben TSMC ist erstmals Samsung im Rennen
Quelle: AMD

Für Zen 6 will AMD angeblich nicht mehr nur auf TSMC, sondern auch auf Samsung setzen. Derzeit läuft offenbar die Testproduktion eines neuen IOD-Chips, der zumindest teilweise von der südkoreanischen Foundry produziert werden soll.

Schon seit den Ryzen-3000-Prozessoren auf Basis von Zen 2 lagert AMD die I/O-Fähigkeiten auf einen separaten IOD-Chip aus, der kostengünstiger in einem älteren Halbleiterprozess hergestellt wird. Ursprünglich wurde dieser in 12 nm gefertigt, bevor AMD mit Ryzen 7000 auf TSMCs 6-nm-Fertigung wechselte. In den aktuellen Ryzen-9000-Modellen kommt dieser Chip wieder unverändert zum Einsatz, bevor mit Zen 6 beziehungsweise Ryzen 10000 der nächste Wechsel kommen dürfte.

Abkehr von TSMC - teilweise

Laut der südkoreanischen Website The Bell wird dieser dabei nicht nur einen kleineren Prozess, sondern zumindest teilweise auch einen Wechsel der Foundry mit sich bringen. Demnach soll AMD beim kommenden IOD-Chip auf die 4-nm-Fertigung und dabei neben TSMC auch auf Samsung setzen. Grund dafür ist eine angeblich mangelnde Fertigungskapazität bei TSMC. Zudem kann Samsung offenbar durch eine vergleichsweise hohe Yield-Rate von um die 70 Prozent punkten.

Trotzdem scheint der Deal noch nicht final zu sein. AMD hat laut The Bell zwar schon erste Prototypen bei Samsung produzieren lassen, offenbar wurde aber noch kein Vertrag für die Massenproduktion unterzeichnet. Falls es zu ebendieser kommen sollte, könnte die Produktion aber angeblich bereits im zweiten Halbjahr anlaufen. Als Erstes sollen die IOD-Chips von Samsung dann in den kommenden Epyc-Prozessoren der 6. Generation (Epyc 9006) zum Einsatz kommen. Inwiefern die IOD-Chips von TSMC und Samsung dabei im Markt aufgeteilt werden, also ob beispielsweise Samsung für Server- und TSMC für Endkunden-Chips zum Einsatz kommen wird, ist bislang allerdings noch unklar.

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Falls AMD die Produktion tatsächlich aufteilen will, bleibt zudem abzuwarten, inwiefern das für Unterschiede bei den Produkten sorgen wird. Laut einer Vergleichsgrafik von Techpowerup verfügt TSMCs 4-nm-Prozess vom Typ N4P über eine knapp fünf Prozent höhere Transistordichte als Samsungs 4LPP-Prozess. Neben der Packdichte allein dürften aber vor allem auch die Effizienz und die Eigenschaften für die Fertigung analoger Bauelemente für die Eigenschaften von AMDs neuen IOD-Chip entscheidend sein. Ob die Unterschiede hier am Ende so groß ausfallen werden, dass es sich am Gesamtprodukt bemerkbar macht, bleibt abzuwarten.

Kann TSMC der hohen Nachfrage in Zukunft noch Herr werden, oder ergibt sich eine Chance für Intel und Samsung? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: The Bell via Techpowerup / X (@Jukanlosreve)

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pokerclock Kokü-Junkie (m/w)
        Die Fertigungsqualität und nicht die Struktur wird hier die größte Rolle spielen. Der Endverbraucher wird das dann merken, wenn der Idle-Verbrauch (fast typisch für AMD-Systeme) in die Höhe schnellt und/oder die CPUs DOA sind, weil der IO-Chip fritte ist.

        Wenn man sich die Berichte über Nvidia und deren Erfahrungen mit Samsung so durchliest, gibt es bei Samsung wohl ein grundsätzliches, strukturelles Problem im Konzern.

        Sicher ist, TSMC hat nicht die Kapazitäten, um die Nachfrage bedienen zu können. Nun sucht man bei der zweiten oder gar dritten Wahl nach Alternativen. Ist das gut? Kann sein, muss aber nicht. Es muss aber mittlerweile auch ganz klar Wettbewerb auf Ebene von TSMC geben, sonst ändert sich nie etwas bei Preisen und Verfügbarkeit.
      • Von Pokerclock Kokü-Junkie (m/w)
        Die Fertigungsqualität und nicht die Struktur wird hier die größte Rolle spielen. Der Endverbraucher wird das dann merken, wenn der Idle-Verbrauch (fast typisch für AMD-Systeme) in die Höhe schnellt und/oder die CPUs DOA sind, weil der IO-Chip fritte ist.

        Wenn man sich die Berichte über Nvidia und deren Erfahrungen mit Samsung so durchliest, gibt es bei Samsung wohl ein grundsätzliches, strukturelles Problem im Konzern.

        Sicher ist, TSMC hat nicht die Kapazitäten, um die Nachfrage bedienen zu können. Nun sucht man bei der zweiten oder gar dritten Wahl nach Alternativen. Ist das gut? Kann sein, muss aber nicht. Es muss aber mittlerweile auch ganz klar Wettbewerb auf Ebene von TSMC geben, sonst ändert sich nie etwas bei Preisen und Verfügbarkeit.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        denke mal dieser Samsung 4nm wird besser sein als tsmc 6nm und klar 4nm da ist tsmc deutlich besser aber auch teuer. Kommt also drauf an wie viel schlechter Samsung ist. Dann kann man die Kosten und nutzen abwägen und welche Nachteile sonst noch zu erwarten sind. Das wird sich erst noch zeigen und noch hat AMD ja kein Vertrag unterzeichnet. Also alles noch im unklaren kann man so sagen.
      • Von DamnS3xyHardwar3 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von C_17
        Was ich versuchte zu sagen ist: insgesamt sind Chip von Samsung (egal welcher Shrink) im Vergleich zu TSMC beschissen. Die sind immer weniger effizient und auch weniger bepackt wie ein Equivalent zu TSMC.
        Warum glaubst bieten die ihr Chips sehr viel günstiger an als TSMC?
        Können wir ewig weiter reden. Wenn ich die Wahl hätte bei GPU und CPU Chips, würde ich immer zu TSMC greifen.

        Wenn AMD Medusa allerdings den Hauptchip von TSMC hat, gehts ja noch.
        Ist mir alles bewusst und bin ich bei Dir.

        Ging mir nur um Deinen Vergleich beziehungsweise Deine Aussage, dass sobald sie wieder von Samsung zu TSMC gewechselt sind, der Verbrauch und die Leistung stiegen. Das lag aber eben hauptsächlich und in dem Maße an der deutlich geringeren Fertigungsgröße.
        Wären sie von beispielsweise Samsung 8nm (ist wohl eher ein 10nm Prozess) auf TSMC 10nm gewechselt, dann hätten sie vermutlich/wahrscheinlich auch profitiert, aber nicht mal ansatzweise(!) so sehr, wie es dann kam.

        So, genug der Rede: TSMC ist defacto deutlich besser als Samsung, wollte ich nie in Abrede stellen.
      • Von C_17 Software-Overclocker(in)
        Zitat von DamnS3xyHardwar3
        Sobald bei vermutlich RTX6xxx der nächste Shrink genutzt wird, werden Leistung und Verbrauch auch wieder verbessert - innerhalb TSMC, möchtest Du dann TSMC gegen TSMC ausspielen?
        Was ich versuchte zu sagen ist: insgesamt sind Chip von Samsung (egal welcher Shrink) im Vergleich zu TSMC beschissen. Die sind immer weniger effizient und auch weniger bepackt wie ein Equivalent zu TSMC.
        Warum glaubst bieten die ihr Chips sehr viel günstiger an als TSMC?
        Können wir ewig weiter reden. Wenn ich die Wahl hätte bei GPU und CPU Chips, würde ich immer zu TSMC greifen.

        Wenn AMD Medusa allerdings den Hauptchip von TSMC hat, gehts ja noch.
      • Von DamnS3xyHardwar3 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von C_17
        Nicht nur, selbst bei ähnlicher Fertigung sind die Samsung schlechter.
        Ging mir auch nur darum, dass Du da halt Äpfel mit Birnen verglichen hast, was ehrlicherweise nicht ganz fair ist.
        Es ist unbestritten, dass TSMC unangefochter Markt- und vorallem Technologieführer ist, aber zwei deutlich unterschiedliche Fertigungsgrößen miteinander zu vergleichen, ist halt verkehrt und ergibt wenig Sinn.
        Sobald bei vermutlich RTX6xxx der nächste Shrink genutzt wird, werden Leistung und Verbrauch auch wieder verbessert - innerhalb TSMC, möchtest Du dann TSMC gegen TSMC ausspielen?
      Direkt zum Diskussionsende
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