AMD Medusa Point: Zen 6, Zen 6c und RDNA 4m im Benchmark

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AMD Medusa Point: Zen 6, Zen 6c und RDNA 4m im Benchmark
Quelle: AMD / Montage: Sven Bauduin

AMDs Next-Gen-Architekturen Zen 6 ("Morpheus"), Zen 6c ("Monarch") und RDNA 4m ("GFX1170") hat sich jetzt in Form eines Ryzen AI 500 ("Medusa Point") abermals in der Benchmark-Datenbank von Geekbench gezeigt und ein Ausrufezeichen gesetzt.

AMDs kommende Next-Gen-Architekturen Zen 6 ("Morpheus"), Zen 6c ("Monarch") und RDNA 3.5+ ("GFX117X") alias RDNA 4m, welche auch FSR 4 alias FSR 'Redstone' unterstützen soll, zeigen sich jetzt in Form einer mobilen Next-Gen-APU aus der neuen Serie Ryzen AI 500 ("Medusa Point") abermals in der Datenbank von Geekbench 6, sodass erste belastbare Erkenntnisse anhand dieses Engineering Samples ("ES") vorliegen. AMDs Ryzen AI 400 mit Zen 5 und Zen 5c wird demnach deutlich übertroffen. Der Hinweis kam abermals von HXL alias @9550pro.

AMD Ryzen AI 500 ('Medusa Point') mit Zen 6, Zen 6c und RDNA 4m zeigt sich im Geekbench 6. Quelle: Geekbench AMD Ryzen AI 500 ("Medusa Point") mit Zen 6, Zen 6c und RDNA 4m zeigt sich im Geekbench 6. Während Ryzen AI 400 ("Gorgon Point") auf Zen 5 ("Nirvana"), Zen 5c ("Prometheus"), RDNA 3.5 ("GFX115X") und XDNA 2 setzt, kommen für Ryzen AI 500 ("Medusa Point"), die im kommenden Jahr erscheinen sollen, Zen 6 ("Morpheus"), Zen 6c ("Monarch"), XDNA Next und sehr wahrscheinlich RDNA 4m ("GFX117X") zum Einsatz. Das im Geekbench gelistete Modell soll so 4 × Zen 6, 4 × Zen 6c und 2 × LP-Cores zu insgesamt zehn Prozessorkernen zu einer Next-Gen-APU kombinieren.

Eine weitere Neuerung ist die FP16-Unterstützung, welche Geekbench als AVX-VNNI FP16 ausliest. AVX-VNNI ("Vector Neural Network Instructions") mit Unterstützung für 16-Bit-Gleitkomma ("FP16") ist eine Erweiterung der x86-Befehlssatzarchitektur, die speziell darauf ausgelegt ist, KI-Workloads, Machine Learning und numerische Simulationen auf CPUs zu beschleunigen. In dem Bereich soll Medusa die Vorgängergeneration Strix klar abhängen, wie AMD angekündigt hat.

Medusa Point in Geekbench: Zen-6-Sample überholt Strix Point

AMD hat Medusa Point offenbar erneut auf einer Referenzplatine erprobt, denn in der Geekbench-6-Datenbank findet sich ein frisches Engineering Sample mit der Kennung "100-000001713-33_N". Der Chip firmiert als Ryzen 9 mit zehn Kernen und 20 Threads und sitzt auf der Plattform "Plum-MDS1" mit dem neuen Sockel BGA-FP10, der neuen Evaluierungsplattform für Mobile-APUs mit einer cTDP zwischen 28 und 45 Watt.

Was das Sample über Medusa Point mit Zen 6 und Zen 6c verrät

Geekbench listet für das Sample zehn Kerne in einer 4+6-Aufteilung, 10 MiB L2- und 32 MiB L3-Cache sowie einen Basistakt von 2,00 GHz. Die 4+6-Konfiguration deutet auf vier Kerne der Architektur Zen 6 ("Morpheus") und vier Kerne der kompakten Variante Zen 6c ("Monarch") hin; ein früherer Leak brachte zusätzlich auch stromsparende Low-Power-Prozessorkerne alias Zen 6 LP ins Spiel.

Beim Cache lohnt der Blick: Mit 32 MiB lägen 50 Prozent mehr an als bei einem heutigen Ryzen AI 9 365 mit 24 MiB, wenngleich Geekbench diesen Wert womöglich falsch ausliest. Der maximal gemeldete Takt von 2063 MHz spricht für ein sehr frühes Muster, dessen Firmware und Spannungen nach wie vor nicht final sind.

Neben einem fortschrittlichen Fertigungsprozess in einer 2-nm-Node von TSMC, welche eine sehr hohe Transistor- und Packdichte ermöglicht und damit die bis zu 12 Zen-6-Prozessorkerne auf ~ 75 mm² unterbringen soll, wird den Ryzen AI 500 auch ein neues IOD ("I/O-Die"), welches ~ 200 mm² in Anspruch nehmen soll, nachgesagt.

AMD verspricht eine deutlich gesteigerte KI-Performance für Medusa Point durch XDNA Next. Quelle: AMD AMD verspricht eine deutlich gesteigerte KI-Performance für Medusa Point durch XDNA Next. Im Multi-Core-Benchmark von Geekbench 6, welcher noch mit vergleichsweise niedrigen Taktfrequenzen durchgeführt wurde, kann die Medusa-APU einen aktuellen Ryzen AI 9 365 mit 4 × Zen 5, 6 × Zen 5c bereits hinter sich lassen.

Bis zu 29 Prozent Vorsprung auf Zen 5 und Zen 5c

Im Single-Core-Benchmarks erreicht das Engineering Sample starke 3.174 Punkte und im Multi-Core-Test stehen 15.092 Punkte zu Buche, womit ein durchschnittlicher Ryzen AI 9 365 um 29 beziehungsweise 22 Prozent übertroffen wird.

Gegen den höher taktenden Ryzen AI 9 HX 370 schrumpft der Abstand auf 22 Prozent im Single- und 13 Prozent im Multi-Core-Test. Zieht man den unmittelbaren Vorgänger Ryzen AI 9 465 heran, dessen Nachfolger das Engineering Sample als mutmaßlicher Ryzen AI 9 565 wäre, bleiben im Single-Core noch rund 11 Prozent, im Multi-Core kaum ein Leistungsunterschied. Gerade die Single-Core-Performance glänzt.

Im Single-Core-Benchmark zieht das Zehnkern-Muster sogar an einem aktuellen Spitzenmodell, dem Ryzen AI Max+ 395 ("Strix Halo"), vorbei, bleibt im Multi-Core aber hinter dessen deutlich höherer Kernzahl zurück. Die vollständige Messreihe steht in der Geekbench-Datenbank bereit.

Ryzen AI 500 mit bis zu 22 Prozessorkernen und 44 Threads

Wie HXL (@9550pro), welcher für seine oftmals zutreffenden Voraussagen bekannt ist, zu berichten weiß, sollen die APUs über bis zu zwei CCDs ("Core Complex Dies") verfügen, welche demnach folgendermaßen aufgebaut sein sollen.

  • Ryzen AI 9 HX 500 / Ryzen AI 9 500*
    • CCD 1
      • Bis zu 12 × Zen 6 ("Classic")
    • CCD 2
      • Bis zu 4 × Zen 6 ("Classic")
      • Bis zu 4 × Zen 6c ("Dense")
      • Bis zu 2 × Zen 6 LP ("Low Power")
    • Insgesamt bis zu 22 Prozessorkerne
    • Insgesamt bis zu 44 Threads
    • RDNA 4m ("GFX117X")
  • Ryzen AI 7 500 / Ryzen AI 5 500*
    • CCD 1
      • Bis zu 4 × Zen 6 ("Classic")
      • Bis zu 4 × Zen 6c ("Dense")
      • Bis zu 2 × Zen 6 LP ("Low Power")
    • Insgesamt bis zu 10 Prozessorkerne
    • Insgesamt bis zu 20 Threads
    • RDNA 4m ("GFX117X")

*) nicht offiziell bestätigt.

Neben den bis zu 22 Prozessorkernen und 44 Threads soll die Grafikeinheit auf einer optimierten Variante von RDNA 3.5 basieren, welche demnach als RDNA 4m bezeichnet wird. RDNA 4 soll dedizierten GPUs vorbehalten bleiben.

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Während Zen 6 noch zum Jahresende 2026 mit Epyc 9006 ("Venice") sein Debüt feiern könnte, werden Zen 6 und Zen 6c im Desktop als Ryzen X ("Olympic Ridge") und als mobile APUs der Serien Ryzen AI 500 ("Medusa Point") und Ryzen AI Max(+) 500 ("Medusa Halo") erst im kommenden Jahr erwartet.

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Quelle: Geekbench via HXL via VideoCardz

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