Ryzen mit Zen 4c: AMD plant hybride CPUs mit effizienten Prozessorkernen

47
News Sven Bauduin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ryzen: AMD plant Hybrid-CPUs mit effizienten Prozessorkernen (1)
Quelle: AMD

Wie aus einem offiziellen Dokument von AMD hervorgeht, plant der Hersteller seinem Konkurrenten Intel nachzueifern und ebenfalls Hybrid-CPUs mit leistungsstarken P-Cores und effizienten E-Cores einzuführen. Hierfür soll bereits Ryzen 7040 alias "Phoenix" vorgesehen sein.

Wie aus einem offiziellen Dokument, der Processor Programming Reference ("PPR"), hervorgeht, plant AMD seinem großen Konkurrenten Intel nachzueifern und ebenfalls Hybrid-CPUs mit leistungsstarken "Performance-Cores" und besonders effizienten "Efficiency-Cores" einzuführen. Dieses Vorhaben könnte bereits mit den mobilen Prozessoren der neuen Serie Ryzen 7040 alias "Phoenix" umgesetzt werden.

AMD verfolgt ebenfalls einen hybriden Ansatz

Wie dem für derartige Entdeckungen bekannten Twitter-Nutzer @InstLatX64 zuerst aufgefallen ist, verfolgt auch AMD einen hybriden Ansatz, wie ihn Intel bereits mit den Serien Core-i-12000 ("Alder Lake") und Core-i-13000 ("Raptor Lake") erfolgreich in der Praxis umgesetzt hat. Auch hier sollen Prozessorkerne mit dem Präfix P ("Performance") und E ("Efficiency") zum Einsatz kommen. Das geht aus einer offiziellen Dokumentation, dem Processor Programming Reference (.ZIP), von AMD hervor, welche für jedermann frei einsehbar ist und mit entsprechenden Informationen zu dem Vorhaben aufwartet.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

E-Cores könnten auf Zen 4c setzen

Um die besonders effizienten E-Cores zu realisieren, könnte AMD auf Zen 4c zurückgreifen. Diese speziell auf Effizienz optimierte Variante der Zen-4-Architektur kommt erstmals für AMD Bergamo, mit bis zu 128 Prozessorkernen für Cloud-native Workloads und maximale Thread-Dichte, zum Einsatz. Auch die neuen Cloud-CPUs sollen ganz besonders effizient zu Werke gehen. Aller Voraussicht nach wird AMD dieses Vorgehen bald auch auf die Desktop-CPUs und -APUs übertragen.

Zen 4c könnte schon bald auch für Ryzen zum Einsatz kommen Quelle: AMD Zen 4c könnte schon bald auch für Ryzen zum Einsatz kommen Zen 4c ist somit nicht nur eine Option für Epyc, sondern auch für Desktop-Prozessoren und APUs der Serie Ryzen. Nicht ohne Grund wird AMD auch in Zukunft die besonders effizienten Ableger seiner CPU-Architektur im Portfolio haben, wie Zen 5c auf der offiziellen Mikroarchitektur-Roadmap bereits vor einiger Zeit bestätigt hatte.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was halten Sie von hybriden CPUs mit P-Cores und E-Cores? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie über eine entsprechende Registrierung nachdenken.

Quelle: AMD via @InstLatX64 (Twitter)

47
    • Kommentare (47)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich kann dir 20-30 W Unterschied zwischen Systemen zeigen, die sich nur im Mainboard unterscheiden. Wenn ich meine Tabellen etwas tiefer durchforste, finde ich garantiert auch ein Pärchen mit über 40 W Differenz im Leerlauf. 6 W kann schon allein die Onboard-Beleuchtung fressen. (Die bei diesen Messungen aber vermutlich immer aus war.)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich kann dir 20-30 W Unterschied zwischen Systemen zeigen, die sich nur im Mainboard unterscheiden. Wenn ich meine Tabellen etwas tiefer durchforste, finde ich garantiert auch ein Pärchen mit über 40 W Differenz im Leerlauf. 6 W kann schon allein die Onboard-Beleuchtung fressen. (Die bei diesen Messungen aber vermutlich immer aus war.)
      • Von TurricanVeteran Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Threads sind etwas zu umfangreich, um sie direkt nachzuvollziehen. In der Tabelle steht bei dem von dir genannten 1,5 W aber ausdrücklich dabei, dass es eine DC-Messung ist. Weiß nicht, wie das bei dir ist – aber ich habe keine Gleichstromsteckdose.

        Der punkt geht an dich. Aber messgeräte wie das "energycheck 3000" und der "energylogger 4000" sind messgeräte für die steckdose. (gilt auch für das KD302 und das fritzdect 200)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Das sehr viele nicht-Sockel-1700-System folgen, stimmt natürlich dennoch, allerdings sollte man auch auf die allgemeinen Verhältnisse (am unteren Ende der Liste stehen ebenfalls keine 12xxx) und vor allem auf die verwendeten Mainboards achten: Praktisch durchgängig 0-Ausstattung Low-End, für ihre Sparsamkeit bekannte Office-Modelle oder ITX-Platinen.
        Also so ein Gigabyte c246m-WU4 mag zwar ein ausgewiesenes "stromspar-brett" sein, aber an ausstattung fehlt es nicht. (platz50) Und dann hätten wir ja auch noch ein Asrock B85 Pro4, das Gigabyte B460M Aorus Pro finde ich auch ganz passabel, ein MSI Z170M Mortar usw.
        Das es dann ganz oben ganz dünn wird und sich da ein haufen fujitsu-bretter finden ist ja wohl klar.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Besagter Core i5-12500 ist, soweit ich das überblicke, abseits eines i5-9600K (Platz 79, 9,2 W, Z390 Aorus Pro) das erste System mit einer Oberklasse-ATX-Platine. Das macht die Stromverschwendung fürs Nichtstun natürlich nicht besser, aber ein Mainboard kann in dieser Situation einen extrem großen Einfluss auf den Systemverbrauch haben.
        Aber doch nicht so viel... (6w aufwärts) Da ist doch nur ein audio-codec der extra strom haben will und den haben fast alle. USB, m2, sata bzw. eine handvoll pcie-slots gehen doch über den chipsatz bzw. kommen von der CPU.
        Ich gehe eher davon aus, das der mehr-verbrauch noch eher von der stromversorgung kommt. So eine phase die im idle nicht abgeschaltet wird braucht letztlich auch strom.

        Naja, wie dm auch sei, man sieht nichts richtig stromsparendes mit aktuellen intel-CPU`s und das vermutlich nicht komplett ohne grund.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Threads sind etwas zu umfangreich, um sie direkt nachzuvollziehen. In der Tabelle steht bei dem von dir genannten 1,5 W aber ausdrücklich dabei, dass es eine DC-Messung ist. Weiß nicht, wie das bei dir ist – aber ich habe keine Gleichstromsteckdose.

        Das sehr viele nicht-Sockel-1700-System folgen, stimmt natürlich dennoch, allerdings sollte man auch auf die allgemeinen Verhältnisse (am unteren Ende der Liste stehen ebenfalls keine 12xxx) und vor allem auf die verwendeten Mainboards achten: Praktisch durchgängig 0-Ausstattung Low-End, für ihre Sparsamkeit bekannte Office-Modelle oder ITX-Platinen. Besagter Core i5-12500 ist, soweit ich das überblicke, abseits eines i5-9600K (Platz 79, 9,2 W, Z390 Aorus Pro) das erste System mit einer Oberklasse-ATX-Platine. Das macht die Stromverschwendung fürs Nichtstun natürlich nicht besser, aber ein Mainboard kann in dieser Situation einen extrem großen Einfluss auf den Systemverbrauch haben. Um CPUs zu beurteilen, hätte man eigentlich nur deren Stromanschluss messen dürfen oder sollte zumindest die Package Power mitprotokollieren, denn 20 W mehr oder weniger durch Platinen sind möglich. Man beachte in diesem Rahmen auch z.B. das i5-11600K-H510-Gespann auf Platz 67 mit 8,5 W. "Rocket Lake: Das Effizienzwunder" ist eine eher selten gelesene Schlagzeile. Dagegen sehe ich kurz vor Schluss einen Broadwell H, also ein waschechtes Mobile-Design, mit 26,2 W.
      • Von TurricanVeteran Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Naja, mit "Low-Voltage" lag ich schon mal richtig und statt zusätzlicher Kerne handelt es sich immerhin um eine Messung ohne Netzteilverluste.

        Wenn du in die threads schaust solltest du eigentlich feststellen, das an der dose gemessen werden soll, also incl. netzteil. Für mich ist das mit netzteilverlusten...
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Schlaf-Modi sind aber eben gerade ein wichtiger Aspekt beim Stromspar-Kerndesign: Absolut jeder Prozessor kann auf 0 W gebracht werden. Das nennt man dann "ausschalten", ist aber selten eine Option. In deinem Beispiel ist zum Beispiel ausdrücklich C8 angegeben, dass heißt die kompletten Caches sind geleert; abgesehen vom weiterhin aktiven Taktsignal ist das System eigentlich schon fast im S3 und kann weder Hintergrundtasks ausführen noch Bildinhalte aktualisieren noch direkt auf Eingaben reagieren. Davor müssen jeweils Daten aus dem RAM geladen werden, was nicht nur unangenehme Verzögerungen mit sich bringen, sondern auch viel Energie verbrauchen würde.
        Für alle angegebenen systeme sind die vorraussetzungen aber gleich und wenn du in der liste mal nach unten gehst... Also ich hab auf die schnelle den ersten intel 12xxx auf platz 148 mit 13,3w aus gemacht. Das ist selbst zu meinem aktuellen dauerläufer, mit seinen 5-6w unter windows beim surfen (dell optiplex mit einem 8100T), ein doch signifikanter unterschied. Auf die 13W komme ich aktuell nur dank erweiterungskarte und voll belegten usb-anschlüssen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Naja, mit "Low-Voltage" lag ich schon mal richtig und statt zusätzlicher Kerne handelt es sich immerhin um eine Messung ohne Netzteilverluste.
        Die Schlaf-Modi sind aber eben gerade ein wichtiger Aspekt beim Stromspar-Kerndesign: Absolut jeder Prozessor kann auf 0 W gebracht werden. Das nennt man dann "ausschalten", ist aber selten eine Option. In deinem Beispiel ist zum Beispiel ausdrücklich C8 angegeben, dass heißt die kompletten Caches sind geleert; abgesehen vom weiterhin aktiven Taktsignal ist das System eigentlich schon fast im S3 und kann weder Hintergrundtasks ausführen noch Bildinhalte aktualisieren noch direkt auf Eingaben reagieren. Davor müssen jeweils Daten aus dem RAM geladen werden, was nicht nur unangenehme Verzögerungen mit sich bringen, sondern auch viel Energie verbrauchen würde.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk