Ryzen 7000: So kommen die Zuwächse bei IPC und Effizienz gegenüber Zen 3 zustande

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AMD Ryzen 7000
Quelle: AMD

AMDs Zen-4-Prozessoren sollen 13 Prozent Mehrleistung bei gleichem Takt im Vergleich zu Zen 3 durch Verbesserungen bei der Architektur erreichen. Dieser Wert ist jedoch ein arithmetisches Mittel aus 22 verschiedenen Anwendungen, von denen nicht jede so gut skaliert. Lesen Sie daher im Folgenden von AMDs Test, Anwendungen, in denen die neuen Chips nur geringe Mehrleistung bieten und der Effizienz, die vor allem bei niedrigen TDPs stark angestiegen sein soll.

Nach der Ankündigung von AMDs Prozessoren heute Nacht wird aktuell versucht, die ersten Benchmark-Ergebnisse und Ankündigungen des Herstellers in Relation mit den Zen-3-Prozessoren zu setzen, damit reale Leistungssteigerungen angegeben werden können. Einer der wichtigsten Faktoren dabei sind die Instructions per Clock (IPC), die normieren, welche Leistung ein Prozessor bei einem festen Takt hat. Auf der Computex hatte AMD mit einer Steigerung von acht bis zehn Prozent bei der IPC noch tiefgestapelt, während es nach aktuellen Informationen ca. 13 Prozent Zugewinn sein sollen.

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Die Ergebnisse, die dem zugrunde liegen, sind AMDs Benchmarks über 22 verschiedene Workloads, bei denen die Zen-3- und Zen-4-Achtkerner bei einem fixierten Takt von 4 GHz gegeneinander antreten. Dadurch fallen Turbo-Profile, Boost-Verhalten und andere dynamische Faktoren aus der Gleichung und lediglich die Architekturen werden miteinander verglichen - mit Ausnahme der Situation beim Speicher, denn architekturbedingt gibt es hier natürlich Unterschiede (DDR5-6000 C30 versus DDR4-3600 C16). Mark Papermaster, AMDs CTO, erklärt die Performancegewinne durch den verdoppelten Level-2-Cache, das Front End, die Ausführungs-Engine und weitere architektektonische Verbesserungen. AMD-CEO Mark Papermaster wird so zitiert: "Mit Zen 3 haben wir die Ausführungsbreite erhöht und mit Zen 4 wurde es für uns wichtig, daran zu arbeiten, wie wir die Anweisungen noch schneller in die Maschine einspeisen können. Deshalb kommen die meisten Verbesserungen aus dem Front-End und der Verzweigungsvorhersage. Das macht fast 60 % des IPC-Zuwachses aus".

Dadurch sollen die 13 Prozent Mehrleistung zustande kommen, die allerdings nicht über alle der 22 Anwendungen anliegen. Während in einigen Spielen weit mehr Bilder erzielt werden können (F1 2022 plus 19 Prozent, Watch Dogs Legions plus 24 Prozent), stagnieren andere Titel wie GTA V und Fortnite nahezu und bieten nur einstellige Performancegewinne. Im Cinebench R23 werden bei gleichem Takt neun Prozent Mehrleistung im Single-Core gemessen, in CPU-Z sogar nur eines. Taktbereinigt sind es also weit kleinere Gewinne als die 29 Prozent aus Geekbench, die AMD ebenfalls in seiner Präsentation genutzt hat.

Andererseits soll Zen 4, was in Deutschland vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Energiepreise interessant werden sollte, besonders effizient sein. Durch den neuen 5-nm-Fertigungsprozess erwartet AMD bei einer TDP von 65 Watt im Vergleich zu Zen 3 bis zu 74 Prozent Mehrleistung. Diese sinkt bei 105 Watt TDP und 170 Watt TDP deutlich auf 37 respektive 35 Prozent ab. Dadurch sollte die Architektur vor allem im Mobil-Bereich sehr gut aufgestellt sein und auch hocheffiziente Desktop-PCs ermöglichen.

Quelle: AMD, via PC-Gamer

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Maasl
        Der einzige Prozessor der Ryzen 5000er Generation der wirklich mehr Effizienz als meiner hat, ist der 5500 gewesen.
        Stimmt hinten und vorn nicht:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Sogar ein Achtkerner, der 5700X ist um einiges effizienter und spätestens ein 5800X3D mit einer TDP von 105 Watt beweißt, dass die TDP in erster Linie nichts mit der Effizienz zu tun hat. Bitte besser informieren und PCGH-Tests lesen

        Wichtigste Lektüre für diese Dinge: https://www.pcgameshardwa...
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Maasl
        Der einzige Prozessor der Ryzen 5000er Generation der wirklich mehr Effizienz als meiner hat, ist der 5500 gewesen.
        Stimmt hinten und vorn nicht:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Sogar ein Achtkerner, der 5700X ist um einiges effizienter und spätestens ein 5800X3D mit einer TDP von 105 Watt beweißt, dass die TDP in erster Linie nichts mit der Effizienz zu tun hat. Bitte besser informieren und PCGH-Tests lesen

        Wichtigste Lektüre für diese Dinge: https://www.pcgameshardwa...
      • Von gruffi PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Maasl
        Die 65 Watt überschreitet ja mein 3600 stock schon in dem ein oder anderem Spiel. Der 7600X müsste bei dem angegebenen Verbrauch theoretisch weit über 50% schneller sein, um Effizienter als mein 3600 zu sein. Der 5600 ist schon kaum effizienter, da der in Szenarien in denen er schneller als meiner ist, auch mehr Strom verbraucht.
        Ich hab sowohl 3600 als auch 5600X. Der 5600X ist um einiges effizienter. Natürlich bei weitem nicht in dem Umfang, wie es der 7600X bei 65W TDP sein soll. Die TDP ist aber auch nicht die maximale Leistungsaufnahme. Da solltest du dich eher an PPT (1,35 x TDP) orientieren.
      • Von Maasl Freizeitschrauber(in)
        Zitat von gruffi
        Der 7600X wird bei gleichem Power Limit deutlich schneller sein. Er wird deutlich weniger Strom benötigen, wenn er die gleiche Aufgabe erledigen muss. Was mehr gibt es da noch zu wissen? Ob die TDP jetzt höher ist, ist doch Jacke wie Hose. Wenn dir 65W TDP lieber sind, dann kannst du die im BIOS einstellen. Der 7600X wird dann immer noch deutlich leistungsfähiger als der 5600X sein. AMD macht das schon nicht ganz unclever. Intel fährt seit Jahren deutlich höhere Power Limits. Von deren TDP Angaben darf man sich da nicht blenden lassen. AMD nimmt Intel mit AM5 ein bisschen den Wind aus dem Segel. Intel muss langsam mal wieder unter Beweis stellen, dass sie auch Effizienz können. Immer nur das Power Limit weiter erhöhen, wird ihnen auf Dauer nicht helfen.
        Die 65 Watt überschreitet ja mein 3600 stock schon in dem ein oder anderem Spiel. Der 7600X müsste bei dem angegebenen Verbrauch theoretisch weit über 50% schneller sein, um Effizienter als mein 3600 zu sein. Der 5600 ist schon kaum effizienter, da der in Szenarien in denen er schneller als meiner ist, auch mehr Strom verbraucht.

        Der einzige Prozessor der Ryzen 5000er Generation der wirklich mehr Effizienz als meiner hat, ist der 5500 gewesen. Der ist in etwa 8% schneller bei 15% weniger Verbrauch. Ich will aber auch natürlich erstmal Tests abwarten.
      • Von gruffi PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Maasl
        Ich weiß ja nicht wo das effizient ist, wenn der 7600X mittlerweile mit 105 Watt TDP angegeben ist. Das ist eine 6 kernige Mittelklasse CPU und war bisher immer mit 65 Watt TDP angegeben. Klar der 5600X hat sich bei hoher Beanspruchung auch schon etwas mehr gegönnt, aber mich würde mal interessieren, wieviel der 7600X nun real bei hoher Spielelast verbraucht.
        Der 7600X wird bei gleichem Power Limit deutlich schneller sein. Er wird deutlich weniger Strom benötigen, wenn er die gleiche Aufgabe erledigen muss. Was mehr gibt es da noch zu wissen? Ob die TDP jetzt höher ist, ist doch Jacke wie Hose. Wenn dir 65W TDP lieber sind, dann kannst du die im BIOS einstellen. Der 7600X wird dann immer noch deutlich leistungsfähiger als der 5600X sein. AMD macht das schon nicht ganz unclever. Intel fährt seit Jahren deutlich höhere Power Limits. Von deren TDP Angaben darf man sich da nicht blenden lassen. AMD nimmt Intel mit AM5 ein bisschen den Wind aus dem Segel. Intel muss langsam mal wieder unter Beweis stellen, dass sie auch Effizienz können. Immer nur das Power Limit weiter erhöhen, wird ihnen auf Dauer nicht helfen.
      • Von Sinusspass Volt-Modder(in)
        Vermutlich kaum mehr. Bei gleicher Leistung deutlich weniger. Werden wohl auch wieder die üblichen 50W sein. Solange man den Ryzens keine ordentliche Mehrkernlast gibt, brauchen die in Spielen nicht viel und lasten ihre PPT selten aus.
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