Nach Intel Meteor Lake: Setzen bald auch alle AMD-Mobil-CPUs auf ein Chiplet-Design?
Zieht AMD bei Intels Entscheidung, im Mobilbereich künftig auf Chiplet-Strukturen zu setzen, schon bald nach? In einer Q&A-Session lässt General Manager David McAfee die Tür für eine groß angelegte Umstellung zumindest offen.
Bislang dominiert bei AMDs Laptop-Prozessoren das monolithische Design. CPUs, die auf ein Chiplet-Design setzen - etwa der vor wenigen Wochen veröffentlichte 7945HX3D aus der Dragon Range-X-Serie -, sind noch vergleichsweise rar gesät. Solche Chiplets kommen insbesondere bei Hochleistungs-Notebooks, die auch als Desktop-Ersatz dienen sollen, zum Einsatz. Zukünftig kann sich AMD aber auch vorstellen, in schlankeren und weniger leistungshungrigen Laptops auf solche Chiplets zu setzen.
Dies erklärte das Unternehmen in einer Frage-und-Antwort-Runde mit der koreanischen Fachpresse, die vom Portal QuasarZone zusammengefasst wurde. Unter anderem wurde hier nach potenziellen Chiplet-Prozessoren für Ultrabooks gefragt - ein Thema, dem AMD nicht abgeneigt zu sein scheint. Demzufolge ziehe man laut AMD General Manager David McAfee bei der Produktentwicklung sowohl monolithische als auch Chiplet-Strukturen in Betracht - bei Laptops stoße man allerdings noch auf einige Hindernisse.
Hier wird der höhere Stromverbrauch als Problem genannt, der AMD noch davon abhalte, durch die Bank weg in allen Mobil-Prozessoren auf ein Chiplet-Design zu setzen. Bislang sei das monolithische Design schlicht "kostengünstiger und effizienter", sodass man beim Unternehmen noch keinen Grund sehe, sofort umzusteigen. Sollte aber ein solcher Anreiz gefunden werden, würde McAfee "das Risiko eingehen" und Chiplets auch für "ultradünne Laptops" in Betracht ziehen. Ein solcher Impuls könnte von der Konkurrenz kommen - schließlich setzt Intel mit der kommenden Meteor-Lake-Reihe im Mobilbereich ausschließlich auf die in die Mode gekommene Chip-Architektur.
Quelle: QuasarZone via Tom's Hardware
