AMD Jaguar: Bobcat-Nachfolger für sparsame Systeme enthüllt
Die Jaguar-Architektur stellt den Nachfolger der Bobcat-CPU-Kerne der C- und E-Serie von AMD dar. Im Rahmen der Hot Chips 24 spricht der Hersteller recht ausführlich über Architektur-Details wie den gemeinsamen L2-Cache oder die überarbeiteten Stromsparmodi.
Die C- wie die E-Serie und auch der Z01-Chip für Tablets sind so genannte Low-Power-APUs (Accelerated Processing Units), welche im Bereich von 4,5 bis 18 Watt ein oder zwei CPU-Kerne mit einer integrierten Radeon-Grafikeinheit verbinden. Die erfolgreiche Platform wurde im Juni als Brazos 2.0 etwas beschleunigt, die Kabini-APUs werden 2013 die nächste Ausbaustufe, hinzu kommt der Tablet-Chip Tamesh. Besagte CPU-Kerne nennt AMD Bobcat, also Rotluchs. Diese Katze gehört wie der Jaguar zu den Bewohnern Amerikas und stehen als Pate für die Codenamen bereit.
Vier Kerne, Divisionseinheit und AVX
Kabini wird bis zu vier statt wie bisher zwei Kerne nutzen. Einen Quadcore nennt AMD Compute Unit, so wie beispielsweise auch ein Modul eines FX-Prozessors. Der Vergleich kommt nicht von ungefähr, denn den Jaguar-Kernen steht eine gemeinsame ausgelegte L2-Daten-Cache-Stufe (L2D) zur Verfügung, diese fasst zwei MiByte und ist in vier 512-KiByte-Blöcke unterteilt, welche einzeln per C6 schlafen gelegt werden können - das spart Strom. Durch das erstmals inklusive Design müssen alle L1-Daten auch im mit Kerntakt laufenden L2 liegen [Update: Nur das L2-Interface läuft mit Kerntakt, der L2 selbst mit halbem Takt]. Weitere Neuerungen gegenüber Bobcat sind laut AMD Verbesserungen am Frontend und den Integer-Einheiten, diese bekamen beispielsweise den Hardware-Divider von Llano (A-Serie) spendiert. Die nun 128 Bit breite Gleitkomma-Einheit beherrscht AVX und die L1-Caches wurden beschleunigt, zudem fassen sie teils mehr Daten. Weitere neue Befehlssatz-Erweiterungen sind SSE 4.1 sowie 4.2, AES, F16C und BMI.
28-Nanometer-Fertigung, C6 für alle Kerne und mehr Effizienz
Der Floor Plan zeigt, wie eng alle Teile eines Jaguar-Kerns aufeinander sitzen - ein Kern im 28-Nanometer-Verfahren misst gerade einmal 3,1 Quadratmillimeter (ein Bobcat bringt es auf 4,9 Quadratmillimeter und wird in 40 Nanometern gefertigt), der L2-Cache ist hier logischerweise nicht eingerechnet. Bei Bobcat konnten nur immer alle Kerne per Power Gating (C6 sowie Core-C6) abgeschaltet werden, die Jaguar-Architektur kann jedes der vier Rechenherzen für sich alleine schlafen legen.
Der L2 pro Kern erhöht sich daher wenn etwa nur zwei Rechenherzen arbeiten, was die Leistung pro Takt (IPC) erhöht - zudem sollen die Kerne schneller in den C6 gelangen und flotter wieder aufwachen. Neben der um bis zu 15 Prozent höheren IPC und der besseren Effizienz sollen auch die Frequenzen um bis zu 10 Prozent steigen respektive die Spannung bei gleichem Takt sinken. Da Intels Valley View Atoms auf sich warten lassen, hat AMD hier allem Anschein nach erneut ein exzellentes Produkt in der Pipeline.

ABER sie sind viel teurer.
Intel scheint aber die Celeron-Sparte wieder ausbauen zu wollen, das dürfte im Markt für normale Notebooks Überschneidungen geben.
Atom dagegen scheint ausschließlich in die Richtung SoC/Ultramobile zu steuern und gar nicht mehr für den PC Markt bestimmt zu sein.
Sieht doch auf dem ersten Blick sehr annehmbar aus!
Mal sehen was die am Ende bringen werden.
Nötiges Update um sich weiter klar vom ATOM absetzen zu können.
Und es sieht wirklich gut aus.
Die Ivy ULVs stehen da besser da -und das schon heute-
ABER sie sind viel teurer.
Sowas finde ich eigentlich voll intressant und ist für die Zukunft sicher der richtige Weg. Endlich wird sich wieder drauf konzentiert auf das was man früher wollte ... kleiner, schneller und mehr Funktionen reinpacken (vorallem die Grafik) und vorallem Strom sparen und nicht einfach nur immer mehr Kerne auf Teufel komm raus und egal mit welchem Mittel.
Grade in dem Bereich Grafik hat ja AMD den großen Vorteil und für die Zukunft geplant, da ja die Prozessoren und Grafikkarten im eigenen Haus entwickelt werden und grad die Grafikkartenerfahrung gut dazu beiträgt. Ist glaub momentan das einzigste Richtige Schlachtfeld wo man Intel richtig ärgern kann. Denn mit den Grafikkarten, ist leider Intel doch immer noch in ganzes Stück hinterher. Meiner Meinung nach.
Finde die Plattform intressant. Da ich warscheinlich mir nächstes Jahr in neuen Läppi nur zum Arbeiten und vielleicht mal Filme schauen holen will, der auch nicht riesig sondern wirklich in kleines bis allerhöchstens 15" eher nur so 13" werden soll, könnte ich mir gut vorstellen, dass die Plattform ne gute Investition wäre und ich AMD treu bleibe. Auch wenns beim Gaming Tower wohl dann nicht mehr der Fall sein sollte. Aber da er bisher noch reicht zum zocken auch ohne großes übertackten, bin ich zufrieden^^
Also die Portabilität wurde stark erhöht.