AMD vs Intel: Sieben zu drei bei den meistgesuchten Prozessoren
Der Blick in den PCGH-Preisvergleich zeigt, dass AMD dort in der aktuellen Rangliste der meistgesuchten Prozessoren gut vertreten ist. Der erste Platz schwankt aktuell zwischen den beiden Herstellern, doch abgesehen davon kommen sieben Modelle aus dem Hause AMD und nur noch drei von Intel.
Seit Anfang März 2017, als AMD mit den ersten (Ry)-Zen Prozessoren die wenig erfolgreiche Bulldozer-Architektur mit ihren Nachfolgern ablöste, fasst der Hersteller wieder zunehmend Fuß im CPU -Markt. Während vorher vor allem die sparsamen Prozessoren auf Basis der Katzen-Architekturen (Jaguar, Puma) für positive Nachrichten sorgten, beispielsweise durch den Einsatz in den beiden aktuellen Konsolen-Generationen von Sony und Microsoft, konnte AMD mit Zen erstmals wieder im High End -Bereich einen Angriff starten.
Erfolg durch die neue Architektur
Inzwischen wurde die erste Zen-Generation bereits durch die überarbeite Fassung ersetzt (Zen+), die unter anderem Verbesserungen beim Cache brachte und somit weiter aufschließen konnte. Wie ein Blick in den PCGH -Preisvergleich zeigt, scheint AMD damit durchaus Erfolg zu haben: Von den zehn meistgesuchten Prozessoren kommen akuell sieben aus dem Hause AMD und nur drei vom Konkurrenten Intel. Erinnert man sich an die Zeit vor Zen, so war das Bild damals meistens komplett anders: Die längste Zeit waren alle zehn dort aufgelisteten Prozessoren von Intel und meistens tauchten nur zu Neuvorstellungen ein oder zwei AMD-Modelle auf.
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Der erste Platz ist momentan hart umkämpft zwischen dem i7 8700K (350 Euro) und etwas überraschend dem Ryzen 5 2600 (155 Euro) - die beiden trennt offenbar nur wenig, denn der Erstplatzierte wechselte erst kürzlich, sodass nun wieder Intel den Platz belegt. Die Plätze drei bis sieben liegen fest in AMDs Hand, auf acht und neun folgt wieder Intel mit den beiden i5-Prozessoren 8400 und 8600K und auf Platz 10 folgt noch einmal AMD mit einem Ryzen-Prozessor der ersten Generation.
Spannend zu sehen ist, dass sich auch die Ryzen-APUs Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G in der Top 10 befinden. Den vorherigen APUs auf Basis der Steamroller- beziehungsweise Excavator-Architektur gelang das nicht (lange), obwohl sie im Gegensatz zu AMDs Vishera-Plattform zum Ende hin vergleichsweise neu waren. Auch hier scheint Ryzen also deutlich den Vorgänger zu überflügeln.
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Die Anzah der Kernel zukünftig immer weiter zu erhöhen bietet ja immer weniger Mehrwert für den Privatkunden. Kaum jemand braucht 12 oder mehr Kerne wirklich. D.h. es braucht Killerapplikationen für diese Kernmonster, um auch den Kaufanreiz zu schaffen. Man darf nicht vergessen, dass die meisten mit ihrem PC nicht viel mehr machen wie Surfen, Mails schreiben und ggf. ein bissle Tabellenkalkulation um z.B. das Haushaltsgeld zu verwalten oderähnliches. Dafür wirds auch zukünftig keinen 16 Kerner brauchen.
Es bleibt abzuwarten wie lange z.B. Spieleentwickler (Spiele als potentielle Killerapplikation) brauchen um 12+ Kerne sinnvoll, im Sinne von notwendigerweise auszunutzen. Davon sind wir noch Jahre entfernt. Die Kernanzahl dessen ungeachtet jedes Jahr nochmals zu erhöhen geht halt dann wirklich am Bedarf vorbei.
Auch wenn hier gefühlt 50% im Forum Tag und Nacht Videos rendern und deswegen gezwungen sind auf Mehrkernmonster zu setzen um überhaupt noch sowas wie Freizeit zu haben, so ist das insgesamt doch ein sehr kleiner Markt und keine Killerapplikation,
So richtig sehen kann ich den Vorteil von 16 Kernen im Mainstream-Bereich auch noch nicht... aber vielleicht bringt AMD ja auch einen Ryzen 9 auf AM4 (X570/X590?)... als Konter auf den i9?
Wichtig ist, dass auch die Boards hochwertiger werden, da sehe ich noch einen großen Nachteil gegenüber Intel.
Grüße!