AMD FX-670K: Erster FX-Prozessor für Sockel FM2(+) nicht das, was man erwartet hätte
Still und heimlich hat Hewlett Packard den ersten Komplett-PC mit einem FX-670K auf den Markt gebracht. Entgegen bisheriger Erwartungen, dass AMD Viermoduler ohne Grafikeinheit für den Sockel FM2(+) bringen könnte, handelt es sich weiterhin um einen Zweimoduler. Fraglich bleibt allerdings, ob die integrierte Grafikeinheit deaktiviert worden ist.
Quelle: hardwarecanucks.com/forum/ (Randylahey)
AMD FX-670K: Screenshot CPU-Z
Schon seit Monaten geistern immer mal wieder Gerüchte umher, dass AMD seine FX-CPUs künftig auch für seinen Sockel FM2(+) bringen und die AM3+-Plattform somit einstampfen könnte. Nun haben die Kalifornier tatsächlich den ersten FX-Prozessor für ersteren Sockel auf den Markt gebracht, derzeitig allerdings nur als OEM-Lösung für HP. Der FX-670K setzt auf zwei Richland-Module mitsamt vier Piledriver-Kernen, die mit 3,7/4,3 GHz (Basis/Turbo) takten. Mit an Bord sind außerdem 4 MiByte L2-Cache. Aktuell unbekannt verbleibt noch, ob die Grafikeinheit deaktiviert worden ist.
Der Prozessor wurde aus dem entsprechenden Komplett-PC ausgebaut und aufgrund seiner hohen Übertaktbarkeit an einen Dritten weiterverkauft. Dieser kann die integrierte GPU nicht nutzen, wobei es sich dabei um ein BIOS-Problem handeln könnte, sodass die GPU nur in Verbindung mit einem angepassten HP-BIOS genutzt werden könnte. Im offiziellen Datenblatt wird jedenfalls explizit die integrierte Radeon HD 8670D genannt. Sollte dies zutreffen, würde es sich praktisch um einen A10-6700 mit offenem Multiplikator (K-Suffix) handeln.
Derweil werden Spekulationen laut, dass die Grafikeinheit auch komplett deaktiviert sein könnte – immerhin nutzte AMD das FX-Präfix bisher ausschließlich für reine CPUs. Außerdem befindet sich in dem HP-System noch eine dedizierte Radeon R7 240 mit 2 GiByte DDR3-Videospeicher. Somit würde der FX-670K einen höhergetakteten Athlon X4 760K darstellen und das FX-Präfix aus marketingtechnischen Gründen genutzt werden – im OEM-Segment gelten bei der Namensgebung ohnehin andere Gesetze als auf dem klassischen Endkundenmarkt.
Quelle: Hardwarecanucks.com-Forum

AMD sollte lieber mal an der IPC arbeiten als permanent i-welche Single Thread krücken zu produzieren.
Aber von irgendeiner Basis muss der ja auch entwickelt werden und angesichts der Tatsache, dass es AMD ja nun wirklich nicht gerade rosig geht, bezweifle ich mal, dass da ne komplette Neuentwicklung kommt.
Jup, Core2 Benchmarks habe ich so schnell nicht wiedergefunden. Aber ich denke, es ist sicher, für neuere Intel-Architekturen eine mindestens so breite L2-Anbindung anzunehmen, wie sie mindestens seit Northwood verwendet wird. (iirc gab es auch da keine Verbesserung gegenüber Williamette, das heißt Intel ist beim Wechsel von P6 auf Netburst auch von 64 auf 128 Bit gewechselt.)
Allerdings lässt sich das auf K10 absolut nicht reproduzieren:
Eigentlich ein nahezu perfektes 4:1-Verhältnis von L1 zu L2. Die Werte sind jeweils natürlich ein wenig vom theoretischen Maximum entfernt, den 33.4 GB/s für 8 Bytes pro Takt kommt der L2 allerdings auch nicht wirklich nahe.
Edit: Ich meine, gut, kann natürlich sein, dass da nach einer Operation erstmal ein Takt Pause ist, das dann aber wirklich mit 128bit-Interface. Ähnliches gibts z.B. auch bei Jumps und Integer-Multiplikationen auf K10, ein Jump hat zwar nur einen Takt Latenz, aber man kann nur alle zwei Takte einen Jump ausführen.
Übrigens auch geil, dass Prescott bei einem Thread nicht viel weniger RAM-Bandbreite liefert als K10, trotz deutlich schlechterer Voraussetzungen
Was Taktbarkeit von Excavator angeht: Angeblich soll da ja ganz massiv am Layout gebastelt werden, um Strom zu sparen. Würde sich aber wohl mit dem maximalen Takt eher beißen als ihm dienen. Dazu kommt, dass ja schon GloFos aktueller 28nm-Prozess nicht wirklich hoch taktet. Auf der anderen Seite steht Centurion mit seinen 220W TDP.
Wobei K10 pro Takt 2x128 Bit aus dem L1 lesen oder 2x64 Bit bzw. 1x128 Bit schreiben kann. Wie Intel da genau organisiert ist, weiß ich jetzt nicht, aber zumindest rein lesend ist da glaube ich erst Sandy Bridge auf demselben Niveau. Und Bulldozer hat eben das Problem mit der extrem niedrigen Schreibrate vom L1.
Ich vermute mal: Keine Umstellung der Cache-Architektur. AMD hat einfach zu lange gewartet und dann zu hart gegensteuern müssen - jetzt haben sie nicht mehr die Kapazitäten um mehr als 2 Produktfamilien zu betreuen. Und der Markt, den Kabini und Kaveri derzeit bedienen, ist einfach viel lukrativer, als die Klassen, in denen L3 sinnvoll wäre. Da eine Abkehr von Taktbarkeit hin zu IPC eine Überarbeitung aller Elemente erfordern würde, glaube ich auch nicht, dass AMD bei Excavator etwaige Fortschritte im Aufbau der Caches selbst in geringe Latenzen investiert - sondern wenn dann in höhere Frequenzen. Alles andere ist ein Thema für eine Bulldozer-Nachfolgearchitektur, ggf. für einen Kabini-Nachfolger.