AMD Carrizo: Desktop-Versionen der APU erst im Juli 2016, Zen folgt im vierten Quartal 2016
Folien zufolge erscheint die Desktop-Version von Carrizo deutlich später, als die kürzlich veröffentlichten mobilen Chips. Demnach kommen die APUs erst im Juni 2016 auf den Markt, dann jedoch für denselben Sockel, den AMD auch für Zen vorsieht. Zen selbst erscheine laut Benchlife im vierten Quartal 2016.
Benchlife hat kürzlich mutmaßliche Folien von AMD aufgegriffen, die interessante Daten zum Desktop-Ableger von Carrizo und der kommenden Zen-Architektur beinhalten. Erstere lassen demnach noch einige Zeit auf sich warten. Veröffentlicht werden sollen sie offenbar erst im Juli 2016 - mehr als ein Jahr nach den unlängst vorgestellten Notebook-Chips. Unter dem Codenamen Bristol Ridge sollen diese im selben Sockel laufen, den AMD auch für Zen vorsieht. In den bereits drei Monate alten Folien ist noch vom FM3-Sockel die Rede. Ansonsten decken sich aber viele Details mit bisher bekannten Informationen.
Auch Carrizo selbst findet in den Leaks keine explizite Erwähnung. Allerdings passen die technischen Details so weit zu den bekannten Spezifikationen der mobilen APUs. Die da wären: ein halbierter L2-Cache sowie ein Grafikpart der dritten GCN-Iteration samt UVD6 mit HEVC-Unterstützung. Laut Folien wird AMD die Excavatar-Kerne der Desktop-Version abermals mit 4 GHz befeuern, die integrierte Grafik soll bis zu 25 Prozent mehr als Kaveri leisten. Dabei dürfte sie vor allem von der flotten Speicheranbindung profitieren, denn laut Roadmap werden im Dualchannel-Betrieb bis zu DDR4-2400 unterstützt.
Während Bristol Ridge im Juli 2016 ein letztes Mal die Fahne der Modulbauweise hochhält, sollen die heiß erwarteten Zen-Prozessoren zum Anfang des vierten Quartal im Oktober folgen. Passende Chipsätze und ein zusätzlicher USB-3.1-Controller von ASMedia sind angeblich schon viele Monate vorher fertig, sodass spätestens zur Einführung von Zen eine breite Palette an Mainboards mit AM4-Sockel bereitstehen dürfte. Kaum Details verraten die Folien zu einer ebenfalls aufgeführten Chipserie namens Stoney Ridge. Da Zen als Summit Ridge bereits das High-End-Segment besetzt, handelt es sich wahrscheinlich um Einstiegsprozessoren mit integrierter Grafikeinheit.
Quelle: Benchlife

Bezüglich FM3:
Wundert sich noch jemand über PCI-Express 3.0 ×8 für dedizierte GPUs?
Und solange Zen nicht wirklich verfügbar ist, bleibe ich auch erst mal bei dieser Einschätzung. Wobei 4.Q 2016 gar nicht so weit weg von der Einschätzung wäre.