AMD-Benchmarks: Bulldozer mit AES mehr als doppelt so schnell wie ein X6 1100T
Im Rahmen der Computex zeigte AMD in einer Präsentation Benchmark-Werte des kommenden Bulldozer-Chips. Dieser erreicht mit AES-Hardware-Beschleunigung in Truecrypt mehr als die doppelte Leistung eines Phenom II X6 1100T - ob dies mehr oder weniger ist als das, was eine "Sandy Bridge"-CPU packt, ist unklar.
Auf der Computex gab AMD unter NDA bekannt, dass man den FX-Brand für die "Scorpius"-Plattform wieder verwenden wird, heute erschien passend zum Fall des NDA die Pressemitteilung. Zudem wurde eine Präsentation hinter verschlossenen Türen gezeigt, hier gab AMD sogar Leistungswerte preis. Im AES-Benchmark von Truecrypt 7.0a erreicht eine nicht näher benannte Bulldozer-CPU demnach über 1.600 MB/s, wohlgemerkt inklusive AES-Hardware-Beschleunigung. Der Phenom II X6 1100T schafft mit 797 weniger als die Hälfte. Da AMD die MB/s nicht näher definiert, ist unklar, wie sich der Chip im Vergleich zu einer "Sandy Bridge"-CPU positioniert. Ein Core i5-2500K etwa kommt auf knapp 2.700 MB/s, ein Core i7-2600K auf fast 2.800 MB/s.
Ein weiteres Bild zeigt Overdrive 4.0: Alle Bulldozer-Kerne erreichen demnach 19 Grad Celsius - offenbar gibt AMD wie gehabt nur einen Sensorwert aus und bei der Präsentation muss es sehr kalt gewesen sein, da das System mit Luft gekühlt wurde ;-) Viel wahrscheinlicher aber ist, dass der Sensor falsch kalibriert oder defekt ist - im Falle der Phenom II nichts Neues (auch Intel-CPUs zeigen hier Ausfälle, aber lange nicht so oft). Ebenfalls altbekannt: AMD vermarktet den Bulldozer als Achtkern-CPU, wenngleich nur die Integer- und FPU-Einheiten achtfach vorhanden sind und viele andere Teil des Chips nur vier Mal. Intels Sandy Bridge tritt derzeit nur mit vier Kernen an, AMD wird sich daher nachsagen lassen müssen, mit acht "Kernen" gegen einen Quadcore anzutreten - oder aber gleich gegen Sandy Bridge E für Sockel 2011.
Quelle: 4Gamer
Bildergalerie
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Hintergrund Bulldozer:
Der im 32-nm-Prozess gefertigte Bulldozer setzt auf sogenannte Module. Ein solches beinhaltet zwei (Integer-)Kerne, diese teilen sich unter anderem den 2 MiByte großen L2-Cache und die "Flex FPU" genannte doppelte Gleitkomma-Einheit, welche pro Takt den Kernen neu zugeordnet werden kann. Ein Modul ist laut AMD schneller als ein Zweikerner mit K10-Architektur. Alle Module, bis zu vier beim Orochi-Die (Zambezi für Desktop und Valencia für Server), greifen auf 4 bis 8 MiByte L3-Cache zu - je nach Ausbaustufe werden die Versionen von AMD mit einer TDP mit 95 bis 125 Watt eingestuft. Ein Modul erreicht laut AMD 80 Prozent der Leistung eines (fiktiven) Bulldozer-Dualcores. Auf dem Financial Analyst Day 2010 gab AMD bekannt, dass Bulldozer per Turbocore bis zu 500 MHz hochtaktet.
Die ISSCC 2011 verriet AMD, dass ein Modul 213 Millionen Transistoren auf 30,1 mm² fasst, das Design ist für 0,8 bis 1,3 Volt ausgelegt. AMD spricht davon, dass ein 8-kerniger Bulldozer weniger Die-Fläche verbraucht als ein Thuban (346 mm²), Hans de Vries von Chip-Architekt schätzt derzeit (Ende Februar 2010) 292 mm². Das Bulldozer-Design soll 3,5 GHz und mehr erreichen, inklusive Turbocore - allerdings ist es von Haus hochtaktend ausgelegt, die Frequenzen lassen sich also nicht direkt mit einem Phenom II vergleichen. Auch sagt der hohe Takt nicht zwingend etwas über den Stromverbrauch des Designs aus. Der Cache bzw. die CPU-Northbridge des Bulldozer läuft mit 1,1 Volt und erreicht 2,4 GHz und unterstützt bis zu DDR3-1866 - ein Phenom II kommt auf nur 2,0 GHz und DDR3-1333. All diese Informationen sprechen zusammen mit der neuen, teils sehr mächtigen FPU für eine gesteigerte Pro-Takt-Leistung gegenüber dem Phenom II. Der Bulldozer mit seinem innovativen Modul-Aufbau wird für das dritte Quartal 2011 erwartet und setzt den neuen Sockel AM3+ für volle Kompatibilität zwingend voraus.

Notebookprozis? wer kauft die schon - vor allem einzeln?
verschwanden damals nach einem Besuch eines Intel Mitarbeiters über Nacht die AMD Fähnchen auf vielen Messeständen in Taipeh bei ASUS & Co.
Hinter vorgehaltener Hand sprach man damals von Drohungen mit massiven Preiserhöhungen bei den Chipsätzen seitens Intel.
Kann mich da noch ganz gut an den Bericht in der PC Professionell erinnern.
Ähnliches soll sich ja 2006 auch wiederholt haben...
http://www.dailytech.com/...
Man muss also nicht erst Geld in die Hand nehmen um seine Interessen durchzudrücken...
Das auch Milliardenstrafen nichts nützen sieht man ja aktuell gerade wieder mal bei Siemens...
@ Topic:
Truecrypt ist nicht alles. Mich würden endlich mal Werte zur Gaming & Overall-Performance interessieren...
Auch diese synthetischen Benches von nem ES im B0-Stepping sind sowas von "Fail".....WTF....ich beurteile ne Software ja auch nicht anhand von nem Beta-Status.
i7-2920XM?