AMD bietet ab 2014 ARM-basierte 64-Bit-Opterons für Server an
Im Rahmen der AMD News Conference kündigte der Hersteller wie vorab bereits vermutet auf ARM-Technologie basierede 64-Bit-Opterons für Data-Center- sowie Web-Server an, welche ab 2014 einsatzbereit sollen.
Die ersten Früchte mit ARM respektive deren Cortex A5 war die Integration der Trustzone-Technik für die im nächsten Jahr erscheinenden Accelerated Processing Units namens Kabini (Intel hat 2010 stattdessen den Antiviren-Spezialist McAffee aufgekauft), nun macht AMD nach dem Kauf von Sea Micro Nägel mit Köpfen und kündigt wie zu abzusehen war in Zusammenarbeit mit ARM Holdings 64-Bit-Opterons an (basierend auf der ARMv8-Architektur). Diese basieren auf der ARM-Architektur und sollen ab 2014 in Microservern stecken, welche unter anderem Data Center und Web-Server antreiben. Der Gast des Abend sollte eigentlich ARMs Warren East sein, aufgrund des Sturms in New York City konnte der CEO jedoch nicht persönlich erscheinen.
Gemeinsam mit Facebook, Amazon und Red Hat (Linux) sowie Dell - um nur einige zu nennen - möchte AMD die Microserver-Sparte hinsichtlich Rechenleistung pro Dollar und Rechenleistung pro Watt unkrempeln, denn auch die Workloads ändern sich. Zugleich betont der Hersteller, man werde auch weiterhin CPUs und APUs für Server (sowie Desktops!) produzieren. Zusammen mit den kommenden ARM-Opterons deckt AMD somit ein breites Feld ab und vergleicht diesen Schritt gar mit der Einführung der x86-64-Technik.

Uhhh haben will!!
http://de.kontron.com/unt...
Eine interessante Entwicklung. Könnte dieser Umstand dazu beigetragen haben, dass Microsoft Windows 8 kompatibel zu ARM gemacht hat? Schließlich ist davon auszugehen, dass Firmen wie MS "etwas" früher über solche Entwicklungen bescheid wissen als die Endanwender. Wenn AMD tatsächlich die Einführung von gesockelten ARM-CPUs plant, bin ich gespannt, wie sich das ganze weiterentwickeln wird.
Ein gesockelter Nvidia-Tegra ist ebenfalls eine interessante Vorstellung.
ARM-CPUs werden auch nicht einzeln vertrieben. Deswegen sprach ich ja ausdrücklich von embedded-Atoms.
Die gibt es z.B. mit 2 W und 2,2 W Chipsatz (Z510 + US15W) oder 3,3 W + 1,55 W (E620 + EG20T), der Z500 liegt sogar bei 0,85 W TDP (hat aber vermutlich zuwenig Leistung für Multimedia, da ihm die spezialisierten Co-Beschleuniger typischer ARM-Derivate fehlen). Also 4-5 W - und das ist die alte 45 nm Generation, 32 nm ist seit Ewigkeiten in der Einführung und liegt noch einmal tiefer. Natürlich kommen für das ganze System dann schon mal 10 W zusammen, wenn man Desktop-RAM und Zusatzchips reinknallt.
Nur: Hier war ja nach HTPC-Mainboards mit ARM-CPU gefragt, die sich ganz normal mit Erweiterungen bestücken lassen. D.h. bei denen kommt genauso die gleichen Nebenverbraucher dazu (vermutlich sogar mehr, weil die bisherigen Lösungen -im Gegensatz zu Intels-Chipsätzen- die ganzen typischen Desktopschnittstellen nicht bereitstellen).
Die Z500/600 sind doch aber für den Endkunden nicht auf einem normalen Motherboard erhältlich?