128 ARM-Kerne: Workstation mit Ampere Altra Max reißt in Cinebench die 5.000 Punkte
Der Youtuber Jeff Geerling hat eine ARM-Workstation mit einem Ampere Altra Max mit 128 Kernen ausprobiert. Die Multicore-Leistung in Cinebench kann sich dabei sehen lassen. Mit nur einem Kern ist die Leistung hingegen dürftig.
Während der Smartphone- und Tablet-Markt von ARM-Chips dominiert werden, finden entsprechende CPUs schon seit Jahren auch in Servern Verbreitung. Zudem versuchen derzeit einige Chipschmieden, die Prozessoren auch im Notebook-, Desktop- und Workstation-Markt zu etablieren. Mit Blick auf letztere bietet das US-Unternehmen System 76 seit November einen ARM-PC an, der im schnellsten Ausbau über einen Ampere Altra Max M128-30 verfügt. Dieser Prozessor setzt auf 128 Neoverse-N1-Kernen, die mit 3 GHz laufen.
Hohe Leistung - dank vieler Kerne
Ebendiese "Thelio Astra" genannte Workstation wurde jüngst vom Tech-Youtuber Jeff Geerling in einem Video vorgestellt und getestet. Die gewählte Konfiguration verfügte dabei, neben dem besagten Prozessor, über 512 GiB DDR4-Speicher, eine 1-TB-SSD und eine Nvidia RTX A400. Obwohl es sich bei dieser um eine Profi-Grafikkarte handelt, ist diese aber mit rund 150 Euro vergleichsweise günstig. Der Systempreis von umgerechnet knapp 6.800 Euro wird damit wohl hauptsächlich für den RAM und den Prozessor eingesetzt.
Angeblich richtet sich die ARM-Workstation vor allem an Automotive Entwickler, Geerling hat aber stattdessen die Kompatibilität und Performance in anderen Anwendungen getestet. In Cinebench R23 werden demnach beeindruckende 5.044 Punkte erreicht. Zum Vergleich: Ein AMD Ryzen 9 9950X schafft mit seinen 16 Kernen "nur" 2.261 Punkte.
Moderne Workstation-CPUs wie der Threadripper 7980X rechnen zwar etwas schneller, für den ARM-Prozessor darf man darin aber wohl trotzdem einen Achtungserfolg sehen - zumal der verbaute Altra Max M128-30 vermutlich ein gutes Stück weniger kostet. Mit Blick auf die Singlecore-Leistung ist das aber auch dringend notwendig. Denn diese fällt mit nur 51 Punkten eher mau aus. Damit schafft es der ARM-Chip gerade am Threadripper 1950X vorbei, aktuelle Ryzen-Modelle sind hingegen grob doppelt so schnell. Zudem ist der Windows-Support weiterhin dürftig - unter anderem bietet Nvidia keinen passenden Grafiktreiber an, sodass man auf Linux festgelegt ist.
Auch spannend: Ryzen 9 9955HX3D: Gaming-König mit 3D V-Cache für Notebooks
Der Weg, bis ARM-Chips in PCs und Workstations mehr als nur eine Nischenlösung sind, dürfte daher weiterhin weit sein. Zudem sind AMD und Intel bemüht, die von entsprechenden CPUs besetzten Marktlücken nun selbst anzugreifen. Beispielsweise gibt es inzwischen sowohl Epyc- als auch Xeon-Chips, die ausschließlich auf langsamere und sparsamere CPU-Kerne setzen, um in dieser Disziplin zu ARM aufzuschließen.
Werden sich ARM-CPUs langfristig am PC-Markt etablieren können? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.
Quelle: via Tom's Hardware

da man das eher mit nen AMD 128 Kerner vegleichen müßte
In dem Fall nen EPYC 9755 was leistet der den ?
Ein 64-Core EPYC 7773X schafft anscheinend 3886 Punkte. Modernere EPYC-Systeme mit weniger als 128 Kernen sollen bereits über 6000 Punkte schaffen, laut tomshardware.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
da man das eher mit nen AMD 128 Kerner vegleichen müßte
In dem Fall nen EPYC 9755 was leistet der den ?