Server-Roadmap 2014: AMD zeigt ARM-Seattle, Steamroller-Berlin und Piledriver-Warsaw
AMD gibt einen offiziellen Vorgeschmack auf kommende Server-Chips. Warsaw basiert auf der Piledriver-Technik und bietet wie gehabt bis zu acht Module, darunter folgt Berlin auf Steamroller-Basis für den Sockel FM, nach unten hin runden die ARM-CPUs namens Seattle das Portfolio ab.
AMD behält den bisherigen Kurs somit bei und konzentriert sich vorerst auf Bewährtes sowie kommende APUs (Accelerated Processing Units). So befinden sich seit einigen Wochen die Kyoto-Chips im Markt, welche als X-Serie für sparsame 1P-Server verkauft werden. Diese basieren auf Kabini mit bis zu vier Jaguar-Kernen und GCN-Grafikeinheit. Interessant ist, dass AMD diese Modelle schon ab dem zweiten Halbjahr durch ARM-Prozessoren ersetzen möchte. Im Rahmen der AMD News Conference 2012 kündigte der Hersteller entsprechende 64-Bit-Opterons für Data-Center- sowie Web-Server an, der Codename lautet Seattle. Wenig überraschend werden 8 oder 16 A57-Kerne verwendet, diese sollen mit mehr als zwei GHz takten und die doppelte bis vierfache Leistung der X-Serie liefern.
Eine Stufe weiter oben, aber immer noch Single-Sockel, positioniert AMD mit Berlin neue APUs mit bis zu vier Kernen, genauer gesagt zwei Steamroller-Modulen. Hierbei handelt es sich um das Server-Pendat zu Kaveri für den neuen Sockel FM2+ samt 28-nm-Fertigung. Diese nutzen eine GCN-Grafikeinheit, PCI-Express 3.0 sowie einen gemeinsamen Speicherbereich, also HUMA. Wie schon bei der X-Serie wird es auch bei Berlin Versionen mit deaktivierter GPU geben, die Leistung soll sich gegenüber Kyoto verdoppeln. Im Desktop-Segment soll Kaveri noch 2013 antreten, im Server-Bereich spricht AMD vom ersten Quartal 2014 (allerdings nur "expected").
Für 2P- und 4P-Server aktualisiert AMD das Portfolio mit Warsaw ebenfalls im Frühling des kommenden Jahres für den Sockel G34, die bessere Leistung pro Watt ist vermutlich auf den gereiften 32-nm-Prozess zurückzuführen. Hier stehen wie schon bei den Opteron 6300 bis zu 16 Kerne auf Basis der bekannten Piledriver-Architektur bereit. Die Versionen mit vier, sechs oder acht Kernen wird es nicht geben, hier klafft eine Lücke zu Berlin - diese wird jedoch teilweise geschlossen, da Berlin über eine GPU verfügt. Von einer Steamroller-Version ist auf der Roadmap nichts zu sehen, was die Gerüchte nährt, AMD würde diese Technik nur in APUs einsetzen - das könnte auch bedeuten, die FX waren die letzten ihrer Art, oder AMD plant für 2015. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies aber spekulativ.
Quelle: AMD

Das würde das HSA-Konzept ja völlig abadsurdum führen. Zu HSA gehört auch die entsprechende Software-Basis. Was nur, zumindest mir, noch nicht 100% klar ist, wie das Programmiermodell genau aussieht, also ob OpenCL eine Teilmenge ist, oder ob man C/C++ Code mit Pragmas/Compilerhints versieht.
FireStream wirste aber definitiv nicht benötigen.
In Konkurrenz zu Intels angeboten frage ich mich aber vor allem, ob AMD irgendwelche eigenen Pläne zur Clusterunterstützung hat. Denn als Einzel-APU ist das Ding viel zu schwach für alle, die auch nur eine Sekunde über Phi nachdenken und als konventioneller Node wird es wohl auch nur wenig Freunde finden, weil man dann einen viel zu großen Aufwand hat, um die Chips zu vernetzen. Entweder AMD liefert ein paar flotte Interconnectkonzepte mit, um 8-16 zu einem Node zu verschalten, oder Berlin bleibt eine reine Low-Power-Idee.
Also von daher steht da durchaus ein brauchbares Konzept für den Interconnect.
Seattle ist für mich ehrlich gesagt ne große Überraschung. ARM - okay, kann man mal versuchen. Mit so beschränkten Ressourcen, wie AMD sie hat, sollte man es ggf. nicht versuchen, aber meinetwegen.
Aber ARM an Stelle eines der gelungensten x86 Konzepte, die man in den letzten Jahren geliefert hat? AMD pokert hier imho verdammt hoch. Wenn das eingekaufte Interconnect-Know-How nicht der absolute Oberhammer wird, dann könnte eine derartige CPU zwar den Weg frei machen für größere ARM-Cluster - die dann aber von Firmen mit deutlich mehr ARM-Erfahrung bestückt werden, während AMD weder ARM noch x86 verkauft bekommt.
Bzgl "Interconnect-Know-How":
Ja, das soll wirklich gut sein. Intel hatte ja auch interesse. Also von daher ist das nicht unbrauchbar, sondern durchaus interessant.
Die Frage ist halt echt, wie sich Samsung dagegen stellt, und wie die Angebote im Vergleich aussehen. Im Prinzip haben aber eigentlich alle ziemlich gute Chancen sich durch zu setzen. Insgesamt sehe ich die Chancen von nVidia aber eher schlechter, weil AMD und Samsung bei ihren ARM-Servern sehr sicher auch HSA berücksichtigen werden, was nVidia nicht tun wird. Damit ist es eigentlich ein Kampf Samsung+AMD <->nVidia. Samsung und AMD werden sich am Ende wahrscheinlich auf unterschiedliche Marktteile fokusieren durch unterschiedliche Schwerpunkte.
Ich kann mir gut vorstellen, das Samsung in den Bereich absolute Low-Power und Effizienz/Redundanz/idle-Verbrauch geht, und AMD eher in den Bereich Effizienz bei hoher Leistung durch iGPU und eben dazu noch gute Interconnects+Storage, wobei Samsung storage sicherlich auch nicht aus den Augen verlieren wird.
Beim Servermarkt hat das sicherlich niemand so gesagt, der Ahnung davon hat. Und mit den APUs verdient AMD afaik Geld, trotz zeitweilig 2 Jahren Rückstand in der Fertigung und fehlender Optimierung vor Verkaufsstart.
2. Das Marktpotential welches man Llano/Trinity und Co. gewünscht hat, war bei vielen als größer eingeschätzt, als es letztendlich wurde.
Bulldozer war im Server-Bereich nicht der hit und Llano und Trinity usw. konnten sich auch nicht wie gewünscht durchsetzen.
Man mag hier gerne sagen, dass zu viele Wunschträume kursiert haben, aber die Produkte waren echt konkurrenzfähig, aber der OEM-Markt hat ihre Produkte relativ wenig damit bestückt.
Man oder ich, hat sich dann doch mehr erhofft.
Bei Kabini gerade das gleiche.
Bei Computex musste man ja danach suchen.
Wo lag sonst noch so das Geld was man sich erhofft hat? Bei Llano, bei Trinity, bei Bobcat und beim Server/HPC-Markt.
Wo lag sonst noch so das Geld was man sich erhofft hat? Bei Llano, bei Trinity, bei Bobcat und beim Server/HPC-Markt.
Ganz davon ab, ob AMDs Produkte für das jeweilige Marktsegment gut oder schlecht waren, dicke Kohle hat AMD nicht gemacht, was traurig ist.
Und ein 6-Kern FX mit Kaveri?
Mit Wunschdenken Q4 2014. Ich wiederhole, Q4 2014!
Ein und halb Jahre pure Durststrecke im höheren Bereich wären das und mal sehen, was 2015 kommt, vielleicht wird es dort auch nicht besser.
Oder besser seit Bulldozer eig.
Gerade 2014 habe ich wenigstens noch Steamroller erwartet und neue Plattformen.
Intel wird da schon bei Broadwell und dem Haswell-Refresh sein.
Und das mit 14nm.