AMD stellt Kabini und Temash vor
Kurz vor der Computex lässt AMD die Katze aus dem Sack und stellt die Kabini- sowie Temash-SoCs mit Jaguar- plus GCN-Technik vor. Die Chips eignen sich für Notebooks, Ultrathins sowie sogenannte Performance Tablets mit Windows 8.
Bereits auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas legte AMD die entsprechende Roadmap vor und schickt die neuen SoCs (System on Chip) ins Rennen. Die Modelle, deren Codenamen Kabini respektive Temash lauten, sind für Notebooks, Ultrathins, Convertibles sowie sogenannte Performance Tablets mit Windows 8 gedacht. AMD sieht die Vorteile der SoCs im Vergleich zu Intels Atoms, Celerons sowie Pentiums unter anderem in den Bereichen Multimedia, Sprach- plus Gestensteuerung und Compute-Berechnungen.
Kabini für Notebooks und Ultrathins
Quelle: AMD
Kabini und Temash (7)
Quelle: AMD
Kabini und Temash (8)
Der Kabini-SoC wird im 28-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt, der Vollausbau bietet vier Jaguar-Kerne sowie 128 Rechenkerne (also zwei Compute Units). Die Raubkatzen teilen sich insgesamt zwei MiByte L2-Cache, die CPU wie auch die GPU greifen über ein Singlechannel-Interface (64 Bit, also kein ECC) auf den DDR3L-Speicher zu.
Mit im Die sitzen zudem USB 3.0, SATA-6-Gb/s sowie Optionen für Card Reader. Neben Displayport 1.2, HDMI und DVI unterstützt Kabini auch VGA sowie AMD Wireless Display. Die Grafikeinheit dekodiert alle gängigen Videoformate per UVD (Universal Video Decoder), zugunsten der Effizienz können dieser, der Uncore-Bereich (UNB, Unified Northbridge), die CPU-Kerne, der L2-Cache, die VCE (Video Code Engine) und der Speicher-Controller schlafen gelegt werden. Interessantes Details zur Grafik: Pro CU stehen vier ACEs mit je acht Compute Queues bereit, was die Leistung klar verbessert. Daher ordnet AMD die GPU der "Sea Island"-Architektur zu.
Das Flaggschiff wird der A6-5200 mit 2,0 GHz CPU- sowie 600 MHz GPU-Takt, der Speicher rennt mit 800 MHz. Ein solcher Quadcore-Chip kommt auf eine TDP von 25 Watt und wird von AMD gegen Intels Core-i3-Modelle gestellt, in Benchmarks kommt der A6-5000 nah heran (GPU) oder liegt teils vorne (CPU). Der A4-Kabini mit weniger Takt und nur 15 Watt TDP soll es mit den Pentiums aufnehmen, die E2-Reihe wird auf Höhe der Celerons positioniert. Nach unten hin rundet der E1-2100 mit nur 9 Watt TDP das Portfolio ab, der SoC ist bereits Tablet-tauglich.
| Modell | Module / Kerne | Takt | L2-Cache | Grafikeinheit | Shader | Takt | Speicher | TDP |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A6-5200 | 2 / 4 | 2,0 GHz | 2 MiByte | HD 8400 | 128 ALUs | 600 MHz | DDR3L-1600 | 25 Watt |
| A4-5000 | 2 / 4 | 1,5 GHz | 2 MiByte | HD 8330 | 128 ALUs | 500 MHz | DDR3L-1600 | 15 Watt |
| E2-3000 | 1 / 2 | 1,65 GHz | 1 MiByte | HD 8280 | 128 ALUs | 450 MHz | DDR3L-1600 | 15 Watt |
| E1-2500 | 1 / 2 | 1,4 GHz | 1 MiByte | HD 8240 | 128 ALUs | 400 MHz | DDR3L-1333 | 15 Watt |
| E1-2100 | 1 / 2 | 1,0 GHz | 1 MiByte | HD 8210 | 128 ALUs | 300 MHz | DDR3L-1333 | 9 Watt |
Temash für Convertibles und Tablets
Quelle: AMD
Kabini und Temash (4)
Quelle: AMD
Kabini und Temash (5)
Der Temash basiert auf dem Kabini-SoC, wurde aber zugunsten einer niedrigen TDP etwas entschlackt: So fehlt die Unterstützung für USB 3.0 und SATA-6-Gb/s, zudem verringert AMD die Taktfrequenzen. Der A6-1450 taktet seine beiden Kerne mit 1,0 GHz - es sei denn, das Turbo Dock ist aktiv, etwa bei einem Convertible. Dann sprinten die Jaguare mit 1,4 GHz und die Grafikeinheit beschleunigt von 300 auf 400 MHz. Kurioserweise unterstützt der A6 nur DDR3L-1066, AMD begründet dies mit dem TDP-Budget, da schnellerer Speicher die Leistungsaufnahme des IMC (Integrated Memory Controller) nach oben treiben würde.
Im Tablet- wie Convertible-Bereich sieht AMD den A6 wie auch die beiden A4-Modelle ohne Konkurrenz (Intels Bay Trail T Atom mit Silvermont-Architektur erscheint erst Ende des Jahres), vor allem der A4-1200 mit nur 3,9 Watt TDP sieht vielversprechend aus. Im Bereich kleiner Notebooks mit Touch (sprich 11,6-Zoll-Ultrabooks respektive Ultrathins) sind die Gegner von A6 und A4 die Pentium und Celeron, der aktuelle Atom soll durch die Bank geschlagen werden. Erste Benchmarks seitens der Kollegen von Notebook-Check belegen dies, so ist der A6-1450 klar schneller als die meisten ULV-Pentiums, gegen einen Core i3-3217U mit 1,8 GHz ist er jedoch fast durch die Bank chancenlos.
Erste Notebooks, Ultrathins, Convertibles und Performance Tablets mit Windows 8 sowie Kabini sowie Temash erwarten wir auf der Computex in Taipeh.
| Modell | Module / Kerne | Takt | L2-Cache | Grafikeinheit | Shader | Takt | Speicher | TDP |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A6-1450 | 2 / 4 | 1,0 bis 1,4 GHz | 2 MiByte | HD 8250 | 128 ALUs | 300 bis 400 MHz | DDR3L-1066 | 8 Watt |
| A4-1250 | 1 / 2 | 1,0 GHz | 1 MiByte | HD 8210 | 128 ALUs | 300 MHz | DDR3L-1333 | 9 Watt |
| A4-1200 | 1 / 2 | 1,0 GHz | 1 MiByte | HD 8210 | 128 ALUs | 225 MHz | DDR3L-1066 | 3,9 Watt |
AMD wird für Lieferengpässe nicht zu schaden kommen, außer ihr Design ist kaputt. Sony und MS haben dafür zu sorgen, sich Kapazitäten bei den Fertigern zu sichern.
Und du hast keine Chance heute auf den Markt wenn du nicht kürzere Produkt-Cycles hast. Du kannst nicht 4 Jahre lang mit Bobcat 40nm umher fahren und dann mal meinen in 14xm mal eine Bombe nach zu werfen.
Und wo siehst du benchmarkgeschönte Neuaufgüsse?
Sony und MS werden den preis sowieso schon deftig gedrückt haben, so das AMD nicht viel gewinn macht mit dem ganzen deal.
Ist die einzige Erklärung warum Sony und MS überhaupt zu AMD sind. AMD geht's halt recht schlecht, da kann man gut drücken, "Entweder für x Dollar, oder kein deal, und damit pleite für euch.".
Wenig gewinn ist ja immerhin besser als gart kein gewinn.
Dann wird auch in dem Geschäftsjahr nix mit der schwarzen Null in AMDs Bilanz.
Ständig neue Chipdesign auf den Markt werfen, ohne sie wirklich etablieren zu können - bringt Nichts. Lieber längere Produktzyklen und dann signifikante Verbesserungen auf den Markt bringen. Also etwas Überzeugendes - nicht nur "Benchmarkgeschönte" Neuaufgüsse.
AMD wird für Lieferengpässe nicht zu schaden kommen, außer ihr Design ist kaputt. Sony und MS haben dafür zu sorgen, sich Kapazitäten bei den Fertigern zu sichern.
Und du hast keine Chance heute auf den Markt wenn du nicht kürzere Produkt-Cycles hast. Du kannst nicht 4 Jahre lang mit Bobcat 40nm umher fahren und dann mal meinen in 14xm mal eine Bombe nach zu werfen.
Und wo siehst du benchmarkgeschönte Neuaufgüsse?
Dann wird auch in dem Geschäftsjahr nix mit der schwarzen Null in AMDs Bilanz.
Ständig neue Chipdesign auf den Markt werfen, ohne sie wirklich etablieren zu können - bringt Nichts. Lieber längere Produktzyklen und dann signifikante Verbesserungen auf den Markt bringen. Also etwas Überzeugendes - nicht nur "Benchmarkgeschönte" Neuaufgüsse.
Das IST die Architektur, die in PS4 und XBOX ONE (Dieser dumme Name! DIESER DUMME NAME!) zum Einsatz kommt:
Jaguar+ GCN---nur halt mit ordentich Steroiden versehen, doppelt so vielen Jaguar-Kernen und neun mal so viele GCN-Shader!
Aber nichts im angestrebten Preissegment von Kabini:
Intel Core i3 3217U Notebook Prozessor - Notebookcheck.com Technik/FAQ
Dann wird auch in dem Geschäftsjahr nix mit der schwarzen Null in AMDs Bilanz.
Ständig neue Chipdesign auf den Markt werfen, ohne sie wirklich etablieren zu können - bringt Nichts. Lieber längere Produktzyklen und dann signifikante Verbesserungen auf den Markt bringen. Also etwas Überzeugendes - nicht nur "Benchmarkgeschönte" Neuaufgüsse.