Speicherkrise verschärft sich: Samsung zieht laut Bericht die Preise um über 100 Prozent an
Aus Südkorea wird darüber berichtet, dass Samsung die DRAM-Lieferpreise mit Kunden im ersten Quartal 2026 festgelegt hat. Im Quartalsvergleich soll DRAM um über 100 Prozent im Preis steigen.
Wer aktuell Hardware erwerben möchte, hat es nicht leicht. Speicher, in welcher Form auch immer, steckt in einer Vielzahl von Geräten, die ebenso von den rasant steigenden Speicherpreisen betroffen sind. Das koreanische Medium ETNews hat nun darüber berichtet, dass Samsung - einer der drei großen DRAM- und NAND-Hersteller neben SK Hynix und Micron - die Lieferpreise fürs erste Quartal 2026 mit großen Kunden festgelegt hat. Die Preiserhöhungen sollen Branchenquellen zufolge enorm ausfallen.
Samsung schwingt mit dem Preishammer um sich
So sind die Preise für DRAM, der in Servern, PCs und mobilen Geräten eingesetzt wird, im ersten Quartal um 100 Prozent gestiegen, für einige Kunden und Produkte sogar um mehr als 100 Prozent, was mindestens einer Preisverdopplung gleichkommt. Im Januar sollen die Preiserhöhungen für DRAM noch bei etwa 70 Prozent ausgehandelt worden sein, während NAND schon damals um circa 100 Prozent im Preis gestiegen sei.
Dazu heißt es von einer Branchenquelle, die ETNews zitiert: "Samsung Electronics hat die Preisverhandlungen für DRAM-Lieferungen abgeschlossen, und einige ausländische Kunden haben die Zahlung bereits geleistet." Zudem seien "zusätzliche Anpassungen vorgenommen worden, um die Preisbewegungen zwischen Januar und Februar zu berücksichtigen". Wie ETNews weiterhin berichtet, führt Samsung fortlaufend Preisverhandlungen mit Kunden unter Berücksichtigung seiner Lieferkapazitäten. Während dieser Gespräche soll die Nachfrage weiter stark angestiegen sein, was nach der Januar-Runde zu zusätzlichen Preiserhöhungen führte.
Die Speicherkrise nimmt kein Ende und beeinflusst das Vertragsgeschehen
Lieferverträge für DRAM und andere Speicherprodukte wurden traditionell jährlich abgeschlossen. Aufgrund der jüngsten Angebotsknappheit drängen Speicherhersteller aber zunehmend auf vierteljährliche Verträge. Da sich die Preise jedoch inzwischen so schnell verändern, wird sogar eine monatliche Preisgestaltung in Betracht gezogen, erklärt ETNews.
| Kategorie* | Produkt | Q4 2025 (Anstieg in Prozent) | Q1 2026 (Prognose, Anstieg in Prozent) | Q2 2026 (Prognose, Anstieg in Prozent) |
|---|---|---|---|---|
| PC | DRAM (8 GiB SODIMM DDR4) | 35 | 91 | 20 |
| PC | NAND (1 TB NVMe M.2) | 20 | 100 | 15 |
| Server | DRAM (64 GiB RDIMM DDR5) | 76 | 98 | 20 |
| Server | NAND (3,84 TB NVMe) | 60 | 90 | 20 |
)* Quelle: Counterpoint Research
Branchenbeobachter gehen davon aus, dass auch SK Hynix und Micron ihre Lieferverträge für das erste Quartal auf ähnlichem Preisniveau abgeschlossen haben. Da die drei großen Hersteller im Zuge des KI-Booms ihre Produktionskapazitäten im Prinzip ausschließlich HBM widmen, verknappt sich das Angebot von regulärem DRAM, wodurch die Preise enorm anziehen. Wieder zitiert ETNews dazu eine nicht näher benannte Branchenquelle: "Auch im zweiten Quartal werden die Preise für DRAM und NAND weiter steigen. Das Tempo der Preissteigerungen könnte sich zwar etwas verlangsamen, doch Preiserhöhungen sind derzeit unvermeidlich."
Das Wachstum im KI-Bereich nimmt auf absehbare Zeit erst einmal kein Ende. Gleiches gilt für die Speicherkrise, deren Ende vor 2028 nicht erwartet wird. Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert erst kürzlich, dass die Preise für DRAM und Solid-State-Drives (SSD) in diesem Jahr insgesamt um 130 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen werden.
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Quelle: Samsung via ETNews




BTW: Macht im Aida Membench keinen Unterschied.
Wir haben schon März Leute!
Da gelten schon wieder ganz andere Preise!
Also als Endnutzer verliert man fast beinahe doppelt.
KI/AI führt uns ins Absurdistan. Aber nach Regen folgt immer Sonnenschein
Gruß T.