Börsen-Aus: EA gerät für 55 Mrd. USD in die Hände eines Investorenkonsortiums [Update 2]

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Börsen-Aus: EA gerät für 55 Mrd. USD in die Hände eines Investorenkonsortiums
Quelle: PC Games Hardware

Ein Investorenkonsortium aus PIF, Silver Lake und Affinity Partners übernimmt Electronic Arts für rund 55 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verschwindet somit von der Börse und möchte künftig "bahnbrechende Erlebnisse schaffen".

Original-Artikel vom 29.09.2025: Electronic Arts hat es getan und einer Vereinbarung zur Übernahme durch ein Investorenkonsortium, bestehend aus dem Public Investment Fund (PIF) aus Saudi-Arabien, Silver Lake und Affinity Partners (2021 von Jared Kushner gegründet), zugestimmt. Die Transaktion soll in bar durchgeführt werden und bewertet EA mit einem Unternehmenswert von rund 55 Milliarden US-Dollar. Es handele sich laut EA um die größte private Sponsoreninvestition in bar, die es jemals gegeben hat.

Electronic Arts wird von Investoren aufgekauft

Das Konsortium erwirbt 100 Prozent von EA, wobei PIF seinen bestehenden Anteil von 9,9 Prozent an dem Unternehmen überträgt. EA-Aktionäre sollen 210 US-Dollar pro Aktie in bar erhalten. Laut der Mitteilung entspricht der Kaufpreis pro Aktie einem Aufschlag von 25 Prozent auf den unbeeinflussten EA-Aktienkurs von 168,32 US-Dollar zum Börsenschluss am 25. September 2025, dem letzten vollständig unbeeinflussten Handelstag, und einem Aufschlag auf den unbeeinflussten Allzeithöchststand von 179,01 US-Dollar zum Börsenschluss am 14. August 2025. Die Transaktion soll vom EA-Vorstand genehmigt worden sein und im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 abgeschlossen werden. Sie unterliegt den erforderlichen behördlichen Genehmigungen und der Zustimmung der EA-Aktionäre.

Das Konsortium arbeitet laut EA eng mit dem Unternehmen zusammen, um ein schnelleres Wachstum und neue Möglichkeiten auf globaler Ebene zu erschließen. "PIF, Silver Lake und Affinity Partners bringen umfassende Branchenerfahrung, engagiertes Kapital und globale Portfolios mit Netzwerken in den Bereichen Gaming, Unterhaltung und Sport mit, die EA einzigartige Möglichkeiten bieten, physische und digitale Erlebnisse zu verbinden, das Fan-Engagement zu stärken und neue Wachstumschancen zu schaffen", heißt es.

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Andrew Wilson bleibt trotz der Übernahme weiterhin CEO von Electronic Arts und blickt hoffnungsvoll nach vorn: "Wir werden auch in Zukunft die Grenzen von Unterhaltung, Sport und Technologie verschieben und neue Möglichkeiten erschließen. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir bahnbrechende Erlebnisse schaffen, die kommende Generationen inspirieren. Ich bin voller Energie und Begeisterung für die Zukunft, die wir gestalten."

Electronic Arts fungiert als Publisher von Spielen bekannter großer Franchises, etwa Titel unter dem EA-Sports-Label (ehemals FIFA, heute EA Sports FC beispielsweise), Die Sims, Battlefield, diverse Star-Wars- und Der-Herr-der-Ringe-Spiele, Need for Speed, Dragon Age oder Mass Effect. Welchen Einfluss die Übernahme und Privatisierung von Electronic Arts auf die genannten und andere Marken haben, wird die Zukunft zeigen.

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Quelle: Electronic Arts


Drastischer Einsatz von KI?

Aktualisierung vom 30.09.2025: Die Financial Times (Paywall-Artikel) bietet weitere Hintergründe über die Zukunft von EA unter der neuen Eigentümerschaft. Auch wenn der alte und neue CEO in einem Memo an die Mitarbeiter davon spricht, dass sich die Werte der Firma nicht ändern werden, planen die Investoren dem Bericht der Financial Times zufolge, mithilfe von KI die Betriebskosten von EA zu senken. Die FT folgert daraus, dass es zu einer "drastischen Umstellung auf den Einsatz von KI in Spielen" kommen könnte. Das würde Entwickler und den Einsatz von Schauspielern gleichermaßen betreffen. Erst im März wurde die United Videogame Workers Union gegründet, die als Gewerkschaft Massenentlassungen und den Aufstieg der künstlichen Intelligenz in Spielen auf der Agenda hat.


Bioware unter Druck?

Aktualisierung vom 01.10.2025: Auch an Tag 2 nach der Verkündung, dass EA durch private Investoren aufgekauft und von der Börse genommen wird, gibt es Neuigkeiten. So meldet die Webseite Insider-Gaming unter Berufung auf mehrere anonyme Quellen, dass bei Bioware in Edmonton die Angst umgeht. Nachdem Dragon Age: The Veilguard die Ziele nicht erreicht hatte, gab es erste Entlassungen zu Jahresbeginn. Nun haben mehrere Mitarbeiter Angst vor weiteren Stellenkürzungen, wenn der Verkauf innerhalb der kommenden Monate abgeschlossen wird. Insider-Gaming zufolge gab es von EA auch Überlegungen, das Studio zu verkaufen. Was daraus letztlich geworden ist, sei unbekannt. Die Arbeiten an Mass Effect 5 gehen derweil weiter, wenn auch bisher nur mit einem kleineren Team.

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    • Kommentare (123)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Hagal Software-Overclocker(in)
        Hoffen darf man ja und Mass Effect sehe ich auch so, ich möchte wieder Shep sein.
      • Von Hagal Software-Overclocker(in)
        Hoffen darf man ja und Mass Effect sehe ich auch so, ich möchte wieder Shep sein.
      • Von Viper_CH PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Hagal
        Schon witzig kurz vor dem BF Release der Kauf, da will man gleich Geld mitnehmen.
        Gleicher move wie bei COD und kurz vor dem Modern Warfare (Reboot) Teil 3 mit Wokee Zakhaev
        Da hat man um schnell Geld wieder reinzuholen einen DLC als Vollspiel verhökert.

        Mass Effect 4 (5) ist doch eine der größten Brands des Portfolio´s? Glaube nicht dass die da sparen, im Gegenteil.
        Das wäre sehr dumm von diesen Investoren. Der Rückzug von der Börse ist doch Sinnvoll. Welcher Spielebude hat der Aktienhandel gut getan?

        Nunu dann können wir uns endlich Hoffnung machen an einem Wing Commander 1 Remake? Die Rechte hat EA, was nicht jeder weiß.
        Ob es tatsächlich etwas mit dem BF‑Release zu tun hat? Kann sein. Bei Mass Effect gebe ich dir recht; ich habe das in ein paar Beiträgen auch thematisiert, und meine Hoffnung auf Wing Commander ist einerseits groß.

        Aber so wie du hoffst, dass all das kommt, sehe ich es gerade eher pessimistisch, weil dann auch jemand dort sein müsste, der es wirklich gut umsetzt.

        Oder warst du mit Andromeda oder den letzten drei Dragon Age-Titeln zufrieden? Ich nicht. Und EA macht mit BF auch nichts, das mich begeistert.

        Alles rund um Fußball ist ebenfalls nicht mein Fall.

        Wichtig bei Mass Effect ist auch, dass man Shepard spielt und vor allem, dass man den männlichen Shepard noch steuern kann.
      • Von Hagal Software-Overclocker(in)
        Schon witzig kurz vor dem BF Release der Kauf, da will man gleich Geld mitnehmen.
        Gleicher move wie bei COD und kurz vor dem Modern Warfare (Reboot) Teil 3 mit Wokee Zakhaev
        Da hat man um schnell Geld wieder reinzuholen einen DLC als Vollspiel verhökert.

        Mass Effect 4 (5) ist doch eine der größten Brands des Portfolio´s? Glaube nicht dass die da sparen, im Gegenteil.
        Das wäre sehr dumm von diesen Investoren. Der Rückzug von der Börse ist doch Sinnvoll. Welcher Spielebude hat der Aktienhandel gut getan?

        Nunu dann können wir uns endlich Hoffnung machen an einem Wing Commander 1 Remake? Die Rechte hat EA, was nicht jeder weiß.
      • Von Viper_CH PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von MechUnit
        Eher unrealistisch, dass noch so etwas kommt, wenn jetzt sogar um die Zukunft von BioWare gefürchtet wird. Ich würde da eher nicht mehr darauf hoffen.

        Es ist ja nicht mal sicher, ob BioWare erhalten bleibt. Dead Space wurde schon lange beerdigt.
        Es ist eine Hoffnung, dass noch etwas Gutes kommt, aber besser kommt gar nichts mehr, als eine weitere Enttäuschung. Ein Spiel, das Mass Effect heißt, aber in allen Bereichen enttäuscht, brauche ich ohnehin nicht.
        EA kann die Lizenz auch an jemand anderen verkaufen, aber hoffentlich an jemanden, der wirklich versteht, worum es geht und was man daraus Gutes machen könnte. [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Damit BioWare etwas Gutes schaffen kann, müssten sie aber auch wieder zu den Wurzeln zurückkehren und verstehen, was Mass Effect 1-3 wirklich ausmachte. Sie sollten dies sogar noch deutlich steigern, indem die Romanzen intensiv, verzweigt und emotional gestaltet werden. Dazu bräuchte es realistischere Grafiken, eine erwachsene Geschichte und viele Handlungsverzweigungen.
      • Von Healrox Software-Overclocker(in)
        Zitat von Atma
        Völlig belanglos und irrelevant. Bioware ist nur noch eine leere Hülle, ein Name. Die guten und kreativen Köpfe sind schon sehr lange von dort weg. Ein Verkauf von Bioware würde rein gar nichts ändern.
        Sehe ich völlig anders. Pass auf:
        Wie gesagt: private equity. Also einen kaputten Laden kaufen, aufhübschen und weiteverticken.
        Das wäre bei EA eine Mammutaufgabe.
        ABER: es würde viel weniger kosten, sich fähige Devs zu wildern, denen ein paar Millionen und ein paar Jahre Zeit zu zu geben, das sie ein Ding auf Augenhöhe von Baldurs Gate 3 rauszuhauen. Mit angekündigten DLCs zur weiteren Monitarisierung. Auf einmal ist BioWare wieder wer.
        Dann lösen sie die als Asset raus und verticken den Laden separat.
        Das Gleiche können sie nacheinander/überlappend/Gleichzeitig mit Criterion, Pandemic, meinetwegen sogar Bullfrog mit einem neuen Syndicate, Origin, Maxis und Westwood machen.
        Da holst du mit den Einzelteilen ne Ecke mehr raus, als wenn du versuchst den ganzen rostigen Karren wieder fit zu machen.

        EA bleibt mit seinen Studios vor allem im mobilen Markt (wusste nicht, dass der so hart geht) und auf ihren Sports franchises. FIFA ist eh korrupt, also ist Fußball wieder auf dem Tisch. Dann hast du EA schlank und die ganzen Leichen aus dem Keller.
        Zitat von Govego
        Da würde ich jetzt nicht die Schuld bei EA alleine suchen. Oft genug kommen diese Indie Studios mit dem zu großen Budget nicht klar, dass ihnen nach der Übernahme zur Verfügung steht. Die Spiele wurden eben so gut, weil ihr Budget kleiner war. Durch das kleinere Budget hatte man klar definierte Grenzen.
        Dicker Punkt! Gab mehrere Reportagen mit Interviews der alten Teams, die dann oft genug gesagt haben, das EA nie böse war. Die haben gesagt: Geiler erster Teil, ihr gehört jetzt uns. Hier habt ihr Geld und Zeit. Und dann haben sie sich so Feature Fucked, dass sie es einfach nicht hauf die Kette gebracht haben.
        Einschränkungen bringen Kreativität. Wenn du keine Einschränkungen und gute Ideen hast, kommt nicht so viel bei rum. Ist einfach zu oft so. Und Nachfolger sind eh immer schwierig.
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