[Update: Gearbox verteidigt sich] Borderlands: The Pre-Sequel kommt - Alle Infos, erste Bilder
Doch kein Borderlands 3_ Sammelwütige Shooterfans frohlocken: Mit Borderlands: The Pre-Sequel bekommt die schwarzhumorige Reihe einen Nachfolger. Beziehungsweise einen Vorgänger. Denn Borderlands: The Pre-Sequel spielt nach dem ersten und vor dem zweiten Teil der Serie. Die Action führt Spieler unter anderem auf den Mond von Pandora, wo dank niedriger Schwerkraft und fehlender Atmosphäre neue Spielmechaniken eingeführt werden können.
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Quelle: Take 2 Interaktive
Borderlands: The Pre-Sequel - Aufmacher
Update vom 11.04.2014
Die Ankündigung von Borderlands: The Pre-Sequel wurde bei den Fans mit gemischten Gefühlen angenommen. Insbesondere die Tatsache, dass man die Playstation 4 und die Xbox One nicht bedacht hat, stößt manchen sauer auf. Gearbox-CEO Randy Pitchford sah sich genötigt, Stellung zu nehmen. Dabei wird knallhart wirtschaftlich gerechnet: "Aktuell gibt es da draußen von der Playstation 3 und der Xbox 360 150 Millionen Exemplare, eher sogar 170 Millionen. Im Gegenzug gibt es weniger Playstation 4 und Xbox One da draußen, wie wir Exemplare von Borderlands 2 verkauft haben." Da dürfte Pitchford durchaus Recht haben, auch wenn das manch einer nicht hören will. Der Gearbox-CEO sieht das Verlangen nach mehr Borderlands aktuell vornehmlich auf dem PC, der PS3 und der Xbox 360. Derzeit habe man keine Vorstellung davon, wie hoch die Nachfrage auf den neuen Konsolen ist. Pitschford rechnet erst nach dem dritten oder vierten Weihnachtsgeschäft der PS4 und XBO damit, dass die Verbreitung groß genug sein wird
Original-Artikel vom 10.04.2014
Am Vortag der offiziellen Ankündigung von Borderlands: The Pre-Sequel kam Take 2 uns besuchen und zeigte uns eine Präsentation des Spiels, das ursprüngliche Material stammte von der Xbox 360. Entwickelt wird der Titel von Take 2 Australia in Zusammenarbeit mit Gearbox Software. Wie der dezent ulkige Name andeutet, spielt The Pre-Sequel zwischen den ersten beiden Teilen.
Borderlands: The Pre-Sequel - Neue Szenarien, alte Bekannte
Der Bösewicht Handsome Jack aus Borderlands 2 ist zurück. In The Pre-Sequel wird der Spieler im Verlauf der Kampagne Zeuge dessen Machtergreifung. Den Spieler führt die Handlung unter anderem auf Pandoras Mond, der in den ersten beiden Teilen prominent am Himmel zu bewundern war. Dies eröffnet den Entwicklern einige neue Gameplay-Mechaniken: Durch die deutlich geringere Schwerkraft laufen Spieler wie Gegner auf der Mondoberfläche in federnden, weiten Sprüngen, zudem wird Sauerstoff und eine Atemmaske benötigt, um sich in Außenarealen aufzuhalten. Der Sauerstoffvorrat dient zudem, das ebenfalls neue Jetpack anzutreiben und wird so zu einer taktischen Größe. Auch die Gegenspieler müssen Masken tragen, geschickte Schützen können diese zerstören, um fortlaufenden Schaden anzurichten. Wo wir schon mal beim Schaden sind: Es wird neue Elementar-Angriffe geben, darunter Eis, zudem natürlich unzählige neue Schießeisen. Darunter mit Strahlenwaffen auch eine völlig neue Gattung.
Die Entwickler versprechen viel optische Abwechslung - auch auf der Mondoberfläche, die zudem mit Basen übersäht ist. Beim Design der Level wird wegen der geringen Schwerkraft, den Jetpacks und den durch diese Kombination möglichen, extrem hohen und weiten Sprünge ein neuer Fokus auf die Vertikalität gelegt. Spieler werden also völlig neue Bewegungsmuster erlernen können. Zum Beispiel auch einen "Butt-Stomp": Drückt der Spieler während eines Sprungs die "Ducken"-Taste, schmettert der Charakter sein Hinterteil in den Mondstaub. Diese Attacke kann zudem mit einer neuen Item-Gattung verstärkt und mit Elementar-Effekten aufgerüstet werden. Tolle Idee: Weil das Spiel zumindest teilweise in Australien entwickelt wird, gibt es zahlreiche Anspielungen. Die Mondbewohner sind nach Entwickleraussagen etwas "hinterwälderisch", sprächen mit einem auffälligen Akzent und vieles stünde Kopf. Genial: In der englischsprachigen Version wird ein Gyrocopterpilot von seimen Ebenbild aus Mad Max 2 vertont. Inwieweit sich diese Details in die deutsche Sprache übersetzen lassen werden, bleibt natürlich abzuwarten.
Borderlands: The Pre-Sequel - Alte Engine, neue Freunde
Als Charaktere stehen vier neue Figuren zur Verfügung, die schon aus den bereits erschienenen Titeln und deren DLCs bekannt sind: Die Gladiatorin Athena sowie der cybernitische Enforcer Wilhelm, der hier noch in seiner menschlichen Form auftritt und sich im Verlauf des Spiels durch den Skill-Tree langsam in den Roboter verwandelt, der sich in Borderlands 2 als Boss den Spielern stellt. Die beiden anderen Charaktere sind Lawbringer Nisha, eine weibliche Figur, zu der es noch keine Informationen gab. Außerdem: Claptrap. Jawohl, in The Pre-Sequel werden Spieler in die Rolle des mechanischen Maulhelden samt überbordernder Selbsteinschätzung schlüpfen können. Witziges Detail: Wegen der geringen Größe des rollenden Blechkübels wird sich die Perspektive des Spielers nahe dem Boden befinden. Die Charakterklasse des Roboters lautet Fragtrap. Die (Video-) Demonstration konnten wir aus der Perspektive von Athena verfolgen, Unterstützung gab es in Form eines zweiten Spielers in Form der Enforcer-Klasse. Die Gladiatorin ist eine Art Tank, ihre Hauptfähigkeit ist ein schadenabsorbierender Schild, der dann im Anschluss wie ein Diskus auf Gegner geschleudert werden kann. Wir fühlten uns leicht an den Vortex-Schild aus Titanfall erinnert.
Spielerisch sieht es danach aus, als könnte Borderlands: The Pre-Sequel genügend Neuerungen einführen, um ein frisches Spielgefühl bringen zu können. Technisch wird dagegen wohl alles beim Alten bleiben, denn Borderlands: The Pre-Sequel wird nicht für Playstation 4 oder Xbox One erscheinen und basiert auf derselben angepassten Unreal Engine 3, die auch in Borderlands 2 zum Einsatz kam. Auch dies ist ein Grund für das Intermezzo. Von einem Borderlands 3 würden Spieler erwarten, dass es auch auf Xbox One und PS4 erscheinen würde - und entsprechend grafisch aufgewertet würde. Was dies im Detail für PC-Spieler bedeuten wird, ist bisher unklar. Andeutungen der Entwickler lassen aber zumindest auf GPU-beschleunigte Physik durch Nvidias Physx-Bibliothek schließen. Grund für diese Entscheidung ist laut den Entwicklern die deutlich größere Verbreitung der Last-Gen-Konsolen und damit ein breiterer Absatzmarkt. Bei denen uns von Take 2 zur Verfügung gestellten Bildern des Spiels handelt es sich übrigens ausdrücklich um "Artworks", nicht Screenshots aus dem Spiel. Erscheinen soll das Spiel im Herbst 2014.
