Borderlands 2 im Test mit 20 Grafikkarten - spielbar selbst mit 2006er-Hardware

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Borderlands 2 im VGA-Test: Seit heute Nacht ist Borderlands 2 auch in Deutschland via Steam spielbar. Doch welche Grafikkarte genügt dem Cartoon-Spektakel für flüssige Bildraten? PC Games Hardware hat 20 Grafikkarten alten und neuen Datums auf ihre Leistung in Borderlands 2 geprüft.

Seit dem 21. September ist Borderlands 2 auch in Deutschland offiziell spielbar. Das Spiel fußt wie sein Vorgänger auf der bekannten Unreal Engine 3, welche der Entwickler Gearbox natürlich modifiziert hat, um Borderlands 2 seinen interessanten Grafikstil bestmöglich zu verleihen. Neben FXAA bietet Borderlands 2 keine weitere Option des Anti-Aliasings – das angekündigte TXAA wurde in Ermangelung eines DX10.1-/DX11-Pfades gestrichen. Bis findige Spieler einen Weg finden dem Spiel Multi- oder gar Supersample-AA beizubringen, ist Downsampling der einzige Weg zu bestmöglicher Qualität. Alternativ versuchen Sie es mit einem SMAA-Injector, welcher Glättung ohne die FXAA-typische Vollbildunschärfe ermöglicht. Doch welche Anforderungen an die Grafikkarte stellt Borderlands 2 wirklich? PC Games Hardware überprüft 20 Grafikkarten von 2007 bis 2012 auf ihre Leistung.

Borderlands 2: Grafikkarten-Benchmarks

Die gute Nachricht zum Start: Borderlands 2 ist bezüglich der Grafiklast sehr genügsam. Unsere Benchmarks zeigen, dass der Gearbox-Titel im Mittel Geforce-Grafikkarten bevorzugt, was angesichts der PhysX-Implementierung, welche eine Zusammenarbeit mit Nvidia bedingt, nicht verwunderlich ist. Da jede Grafikkarte der letzten drei Jahre in der Lage ist, Borderlands 2 mit allen Details flüssig darzustellen, ist dieses Detail jedoch nur kosmetischer Natur. Die nachfolgenden Werte entstanden nicht mithilfe des integrierten Benchmarks, sondern bilden eine echte Spielszene im Schauplatz "Lynchwood" ab (siehe Bilder). Unsere Spielfigur sprintet von Fraps begleitet 30 Sekunden lang über die Gleise durch den Ort, während zahlreiche Feinde aus allen Richtungen schießen – unser Crysis-Warhead-Benchmark lässt grüßen. Bei der Szene handelt es sich keineswegs um einen Worstcase, wohl aber um eine typische Szene voller Action. Die Physik belassen wir zum Wohle der Vergleichbarkeit auf "Niedrig", sodass die (wenigen) Effekte auf dem Prozessor berechnet werden und jede Grafikkarte dieselbe Arbeit stemmen muss. PhysX-Benchmarks liefern wir nach, sobald der angekündigte Borderlands-2-Patch veröffentlicht wurde. Wie immer nutzen wir für unsere Benchmarks aktuelle Treiber, diesmal den Catalyst 12.8 WHQL (Download) nebst CAP 3 sowie den Geforce 306.23 WHQL (Download).

Eine Geforce GTX 260-216 oder Radeon HD 4870 reichen aus, um das Spiel in 1.920 x 1.080 mit allen zuschaltbaren Details zu spielen - solange PhysX auf "Niedrig" bleibt. Selbst eine Geforce 8800 GT aus dem Jahr 2007 genügt dem Cartoon-Shooter – die Ende 2006 veröffentlichte Geforce 8800 GTX ist genauso schnell und bewältigt Borderlands 2 ebenfalls. Die Radeon HD 3870 hingegen kommt auf keinen grünen Zweig. Wir vermuten, dass ihr die Kombination aus wenig Grafikspeicher und dem alten Catalyst-Treiber zum Verhängnis wird (AMD unterstützt DX10-Karten nur noch innerhalb des Legacy-Status); die neuere HD 4870 leidet unter ähnlichem Performance-Schwund.

Das typische Leistungsbild alias PCGH-Leistungsindex im Kopf, schneiden Radeon-Grafikkarten etwas schlechter ab als die sonst vergleichbaren Geforce-Modelle. So kann es die Radeon HD 7850 ausnahmsweise nicht mit der Geforce GTX 570 aufnehmen und auch die HD 7870 skaliert erstaunlich schlecht – wir tippen auf "Blasen" im Code, die mit einem kommenden Treiber beseitigt werden könnten. Besonders interessant ist, dass die Min-Fps bei Geforce-Grafikkarten konsequent höher ausfallen als bei den AMD-Beschleunigern. Beim Spielen äußert sich dies durch weniger heftige Nachladeruckler; anscheinend hat Nvidia das Streaming derzeit besser im Griff. Beim Wechsel auf 2.560 x 1.600 Bildpunkte – die Downsample-Auflösung 2.880 x 1.620 kostet rund zehn Prozent mehr Leistung – wendet sich das Blatt nicht deutlich, die Radeon-Karten brechen klassisch aber minimal geringer ein. Wir sind gespannt, ob kommende (AMD-)Treiber das Leistungsbild verbessern.

Um 120 Fps stellt sich übrigens ein CPU-Limit ein – trotz unseres auf 4,5 GHz übertakteten Core i7-3770K (Ivy Bridge). Wer mit 60 Fps via VSync spielen möchte, sollte demnach mindestens eine Radeon HD 6950/7850 respektive Geforce GTX 470/560 Ti im Rechner haben. Schalten Sie PhysX auf Mittel oder Hoch, raten wir mindestens zu einer GTX 580 oder GTX 660 Ti in Kombination mit einem flinken Vierkern-Prozessor.

Borderlands 2: (GPU-)PhysX

Borderlands 2 nutzt Nvidias PhysX-Bibliothek. Der erste Teil beschränkte sich hierbei auf die von der CPU-berechnete Variante, Borderlands 2 dagegen setzt auf GPU-beschleunigte PhysX-Effekte. Zu den erweiterten Effekten von Borderlands 2 zählen interaktive Debris bei Beschuss von Objekten oder Granaten, die Teile des Bodens sprengen sowie eine dynamische Flüssigkeits- und Stoffsimulation und volumetrischer Rauch. Es gibt drei Stufen bei Physx - Niedrig, Mittel und Hoch -, welche allesamt von Geforce-Grafikkarten beschleunigt werden können. Die Unterschiede zwischen den Stufen betrifft vorwiegend die Anzahl der dargestellten Partikel ("Debris") und die Menge des austretenden Fluids bei getroffenen Gegnern. Hübsch: Steht Physx auf Hoch, fliegen nicht nur sehr viele Brocken umher (auch bei Einschüssen in den Boden), sondern die Teile werfen auch alle einen Schatten, lassen sich beim Darüberlaufen wegtreten und bleiben ewig liegen.

Physx Niedrig sieht zwar unspektakulär aus, ist auf Radeon-Karten aber bitter nötig. Ein Vierkerner mit Radeon HD 7970 lacht selbst in 2.560x1.600 über den Rechenaufwand - kommen bei PhysX Hoch aber vier Bullys um die Ecke, die man effektschwanger beschießt, fällt die Bildrate oft unter 20. Unser sehr starkes Grafikkartentestsystem mit Ivy-Bride-CPU @ 4,5 GHz stemmt einen solchen Ernstfall relativ souverän – hier sind zwar oft Tiefs unter 40 Fps zu vermelden, richtig rucklig wird das Physikfeuerwerk aber trotz CPU-seitiger Berechnung nicht. Wir werden uns in der kommenden PCGH Print unter anderem ansehen, wie Sie einer Radeon mit einer Zusatz-Geforce als PPU Beine machen.

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    • Kommentare (142)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von blaidd Freizeitschrauber(in)
        Zitat von DiZER
        nein, du kannst sofern ein zweiter port vorhanden ist ( in der regel reicht sogar ein x4) natürlich auch eine zweite karte zur PhysX berechnung reintun. dein mobo chipsatz muß dazu definitiv kein SLI support besitzen.

        Angeblich funktioniert sogar ein 1xPCI-E Slot ohne Probleme, da wär ich persönlich aber etwas vorsichtig mit... Meine hängt jedenfalls in einen 16x, da kann ich mir dann auch sicher sein, das sie Ihre Daten schnell genug los wird und nicht nur Strom zieht...

        So, Problem gelöst Was war's? Never trust ingame Vsync... Hab mich schon gewundert, warum ich in Sanctuary nur glatte 30 Frames bekommen habe, dabei gab's da weder Kämpfe noch großartige PhysX-Effekte. Auslastung von der Geforce war da nur bei max. 3%. Abgeschaltet und siehe da, plötzlich sind's in Sanctuary min 55fps und nichts mehr mit Framedrops, schlimmstenfalls geht's jetzt mal auf 42-45fps runter, da muß aber schon die Höllen los sein. PhysX ist kein Problem mehr, SMAA funktioniert auch wieder, ich hab das Streaming gefixt und konnte auch das Textur-LOD auf -2 stellen (hab ich allerdings mittlerweile wieder auf -1 gesetzt, zwar sind bei -2 die Texturen auch ganz in der Ferne klasse aufgelöst, allerdings bekomme ich bei Bewegung dann häßliches Pixelflimmern). Hab noch in RadeonPro sämtliche Qualitätseinstellungen auf maximal gestellt (außnahme halt Textur-LOD), das dynamische Vsync funtioniert jetzt auch prächtig. Keine Bildzeilenverschiebung, keine Hänger, keine Drops. Alles Sahne! Und die Radeon begnügt sich trotz höherer Framerate im Normalfall mit 80-90% Auslastung.
      • Von blaidd Freizeitschrauber(in)
        Zitat von DiZER
        nein, du kannst sofern ein zweiter port vorhanden ist ( in der regel reicht sogar ein x4) natürlich auch eine zweite karte zur PhysX berechnung reintun. dein mobo chipsatz muß dazu definitiv kein SLI support besitzen.

        Angeblich funktioniert sogar ein 1xPCI-E Slot ohne Probleme, da wär ich persönlich aber etwas vorsichtig mit... Meine hängt jedenfalls in einen 16x, da kann ich mir dann auch sicher sein, das sie Ihre Daten schnell genug los wird und nicht nur Strom zieht...

        So, Problem gelöst Was war's? Never trust ingame Vsync... Hab mich schon gewundert, warum ich in Sanctuary nur glatte 30 Frames bekommen habe, dabei gab's da weder Kämpfe noch großartige PhysX-Effekte. Auslastung von der Geforce war da nur bei max. 3%. Abgeschaltet und siehe da, plötzlich sind's in Sanctuary min 55fps und nichts mehr mit Framedrops, schlimmstenfalls geht's jetzt mal auf 42-45fps runter, da muß aber schon die Höllen los sein. PhysX ist kein Problem mehr, SMAA funktioniert auch wieder, ich hab das Streaming gefixt und konnte auch das Textur-LOD auf -2 stellen (hab ich allerdings mittlerweile wieder auf -1 gesetzt, zwar sind bei -2 die Texturen auch ganz in der Ferne klasse aufgelöst, allerdings bekomme ich bei Bewegung dann häßliches Pixelflimmern). Hab noch in RadeonPro sämtliche Qualitätseinstellungen auf maximal gestellt (außnahme halt Textur-LOD), das dynamische Vsync funtioniert jetzt auch prächtig. Keine Bildzeilenverschiebung, keine Hänger, keine Drops. Alles Sahne! Und die Radeon begnügt sich trotz höherer Framerate im Normalfall mit 80-90% Auslastung.
      • Von M3talGuy PC-Selbstbauer(in)
        Wen´s interessiert,
        Borderlands 2 ist grade für 33 Euro plus 3 Euro Versand zu haben ;D
        Klick Mich!


        (Ich hab natürlich noch 40 plus 5 Versand gezahlt und es ist immer noch nicht da -.-)
      • Von DiZER
        Zitat von Chinaquads
        ne 2te graka als physx beschleuniger kann ich aber nur verwenden, wenn das board sli unterstützt, oder? Hab das P8Z77-M und ne GTX670, leichte Framedrops auf 40 fps, sofern ich bis jetzt sehen konnte, nie darunter

        nein, du kannst sofern ein zweiter port vorhanden ist ( in der regel reicht sogar ein x4) natürlich auch eine zweite karte zur PhysX berechnung reintun. dein mobo chipsatz muß dazu definitiv kein SLI support besitzen.
      • Von Chinaquads Volt-Modder(in)
        ne 2te graka als physx beschleuniger kann ich aber nur verwenden, wenn das board sli unterstützt, oder? Hab das P8Z77-M und ne GTX670, leichte Framedrops auf 40 fps, sofern ich bis jetzt sehen konnte, nie darunter
      • Von blaidd Freizeitschrauber(in)
        Die wird selbst im Fluidmark nur ungefähr zu 70% ausgelastet. Wenn ich GPU-PhysX aus habe, droppt die Framerate aber noch viel krasser nämlich rund 30 oder sogar 40 fps.

        Ich probier nachher nochmal mit anderen Games, ob die Auslastung da höher ist. Außerdem könnte ich auch noch die Veränderungen in der .ini rückgängig machen, könnt sein, daß ich damit eher was verschlimmbessert habe. Aber wie gesagt, flüssig ist's ja bisher.

        Ich könnte auch mal auf Downsampling verzichten, eventuell wird das ganze ja auch von der Radeon limitiert, die japst ja immerhin an der oberen 90%-Marke. Wenn dann noch ein paar hundert extra Schatten berechnet werden müssen, oder ähnliches, könnt das auch noch ein Grund für Frameeinbrüche sein.

        Dann könnt ich zumindest mal sehen, ob die Auslastung von der Nvidia auf dem gleichen Level bleibt, oder da noch Luft nach oben wäre... Sonst wird das kleine Mistding eben übertaktet^^

        : Also bis grade im Online-Coop gezockt, krieg auch Framedrops an anderen Stellen, wo nicht viel PhysX im Spiel ist, natürlich nicht so sehr, aber es ist wohl doch die Radeon, bzw. noch nicht optimal wirkende Treiber. Der Catalyst 12.8 ist ja auch schon ein bisschen älter. Ich hab zwar in vielen Szenen 60fps, aber in machen andern nur so 45, obwohl praktisch nichts los ist.
        Ab und zu droppen sie auch kurz recht heftig aus nicht ersehlichem Grund, die (primäre) GPU-Last fällt dann teilweise auf 60-70% Da muß AMD wohl noch optimieren.

        Deaktiviere ich z.B. SMAA und nutze stattdessen das spielinterne FXAA, hab ich an manchen Stellen ca. 5-10 Frames mehr, an anderen scheint es keinen Unterschied zu machen. Da die Physik zwar von der Geforce, die umherfliegenden Teile (also die Modelle, Schatten etc.) aber von der Primären Grafikkarte berechnet werden, ist es in Szenen wo viel durch die Gegend fliegt, besonders auffällig. Eventuell macht auch RadeonPro irgendwie Ärger, ich probier Morgen nochmal was rum...

        Die Last von der PhysX-Karte bleibt in dem Rahmen: mehr als 30% Last sind extrem selten. Probeweise mal Mafia II versucht, da kommt sie im Benchmark grad mal maximal auf 11%. Nur recht warm wird das Teil halt (dabei haben beide Karten ordentlich Luft).

        Eine Geforce 550Ti ist als dedizierte PhysX-Karte wohl schnell genug.
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