[08/04/2022] Sind optische Medien tot? Diese provokante Aussage mag vielleicht für Blu-rays und DVDs gelten, auf denen visuelles Material (UHD-Blu-rays) oder PC- sowie Konsolenspiele gespeichert sind. Für den Bereich Audio gilt das allerdings überhaupt nicht. Hier gehört die gute alte Audio-CD noch lange nicht zum alten Eisen! Dank USB-DACs und High-End-CD-Spielern mit integriertem Digital-Analog-Wandler und der Möglichkeit, eine CD verlustfrei und unkomprimiert im PCM-, WAV- und AIFF-Format auf einer HDD archivieren zu können, prognostiziere ich der CD noch eine lange Lebensdauer. Was nützt einem die schönste Musiksammlung auf Spotify, Apple Music oder Youtube, wenn das Internet ausfällt? Außerdem ist die Audioqualität einer CD (44,1 KHz, 16 Bit, 96 dB Rauschabstand) immer besser als die teils aufgrund der Größe stark komprimierten Audio-Files von Youtube, Spotify und Co. Ich jedenfalls habe mir mithilfe von CDs und Apples Lossless-Format ein Musikarchiv aufgebaut, das ich einerseits überall mit hinnehmen kann. Andererseits klingt das Material in meiner Audiokette, die aus einem analogen Harman-Kardon-Verstärker und dem am MacBook angeschlossenen Henry Audio USB DAC 128 Mk 3 besteht, einfach nur fantastisch. Zudem überlege ich schon, mir einen neuen DAC zu holen, den ich direkt mit meinem Verstärker und einem HiFi-CD-Spieler kombinieren kann. (Frank Stöwer)