[04/04/2025] Sind optische Medien tot? Spannendes Thema. Instinktiv würde ich das vermutlich bejahen. Andererseits gibt es die deutschen Doctor-Who-Releases inklusive Synchronisation derzeit nur auf Disc und bei keinem Streaming-Anbieter. Meine Sammlung ist noch nicht vollständig. Einen Teil meiner limitierten Mediabooks habe ich in einem Anfall geistiger Umnachtung damals sogar verkauft. (Wenn Sie das hier lesen und Doctor-Who-Mediabooks von mir gekauft haben: Bitte bringen Sie sie zurück. Ich gebe auch das Geld wieder heraus. Und obendrauf gibt es sogar noch einen feuchten Händedruck. Versprochen!)
Ich denke, dass optische Medien inzwischen eher ein Nischenprodukt geworden sind, und zwar für Jäger und Sammler sowie für all jene, die die entsprechenden Produkte online sonst nirgends finden. Beispielsweise verschwindet der Peter-Pan-Film aus dem Jahr 2000 immer wieder bei den Streaming-Diensten, und der entsprechende Soundtrack spielt bei Spotify ebenfalls Guck-Guck. Meine beiden absoluten Lieblingsfilme „Die Akte Jane“ und „Electric Dreams“ lassen sich kaum online finden, und wenn doch, dann muss man sie „leihen“ oder zusätzliche Kanäle abonnieren.Solange ich vor diesen Hürden stehe, hoffe ich, dass weiterhin optische Medien produziert werden. Es wäre schade, wenn Filme, Serien, aber auch Spiele irgendwann einfach verschwinden würden. Tatsache ist allerdings auch, dass die Produktionsauflagen immer weiter sinken. Meine Geräte sind kaum noch auf das Abspielen von Discs ausgelegt. Ein Hoch auf meine Konsolen, während sich der Markt zunehmend in Richtung Sammlereditionen verlagert. (Jacqueline Brosch)