Soundcore Nebula P1: Bild, Software & Design
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Soundcore Nebula P1: Bild, Software & Design

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Wie ist das Bild, die Software und das Design des Soundcore Nebula P1?

Vom Ton zum Bild

Beim Ton hat der Nebula P1 also schon einmal die Nase vorn, doch wie sieht es beim Bild aus? Mit seiner leicht überdurchschnittlichen Helligkeit von 650 ANSI-Lumen hat er auf dem Papier einen kleinen Vorteil - in der Praxis bekommt er allerdings dieselben physikalischen Grenzen wie seine Artgenossen gesetzt. Selbst bei schwachem Lichteinfall verschwimmt das Schwarz sehr schnell und feine Details gehen verloren. Wie im Grunde immer bei Mini-Beamern gilt daher: Vorhang und Türen schließen.

Ist der Raum gut abgedunkelt, kann der Projektor nämlich durchaus glänzen (um Einiges mehr, als auf den lichtschwachen Fotos erkennbar ist). Das Bild ist scharf und kontrastreich, die Farben lebendig und feine Strukturen wie Schrift stets gut zu lesen - sofern man es mit der Bildgröße nicht übertreibt. Natürlich sind mit entsprechendem Abstand theoretisch 180 Zoll und vielleicht sogar noch mehr möglich. Praktisch erreicht die Full-HD-Auflösung jedoch bei ca. 100 Zoll ein sichtbar besseres Ergebnis. Hier lohnt es sich, ein wenig herumzuprobieren und durch die zahlreichen Einstellungen zu gehen, um das Bild so einzustellen, wie man es haben möchte.

Automatik, die tut, was sie soll

Wer den P1 häufig umplatziert, wird sich darüber freuen, dass die mittlerweile zum Standard gehörenden Auto-Funktionen einen weitestgehend ausgezeichneten Job machen. Sowohl Trapezkorrektur als auch Autofokus waren während des Tests beinahe durchweg exakt, selbst bei anspruchsvolleren Projektionswinkeln. Lediglich in der Horizontalen wurden Bewegungen nicht immer erkannt. Durch einen kurzen Klick auf die Bildeinrichtungstaste konnte das jedoch stets schnell korrigiert werden, sodass manuelle Nachjustierung nie nötig war. Die ist übrigens - abgesehen vom Fokus - nicht während laufender Inhalte möglich, obwohl sich das Menü durch einen langen Druck auf selbige Taste immerhin zügig aufrufen lässt.

Möchte man an die Decke projizieren, gibt es interessanterweise einen eigenen Modus dafür, der zwar ebenfalls gute Arbeit leistet. Warum es diesen überhaupt benötigt, wo andere Modelle völlig ohne klarkommen, erschließt sich allerdings nicht wirklich. Zumal dieser erst in den Bildeinstellungen aktiviert werden muss, die sich auch nicht per Overlay aufrufen lassen. Doch da der Projektor durch seine Bauweise ohnehin nur mit recht großem Abstand und Winkel an die Decke strahlen kann, blieb diese Funktion bei uns auf lange Sicht ungenutzt.

Bedienung & Gaming

Doch egal, ob man nun das Bild nachjustieren, oder einfach die Streamer durchstöbern möchte - die Navigation über die bekannte Google-TV-Oberfläche funktioniert intuitiv und in den allermeisten Fällen reaktionsschnell. Nur selten benötigt das Bild einen Moment, und wenn wir hieran etwas bemängeln müssten, dann die gelegentlich aussetzende Spracheingabe.

Bildeinstellungen eines Beamers. Quelle: PCGH Der Spielmodus des Soundcore Nebula P1 deaktiviert die Trapezkorrektur zugunsten schnellerer Signalübertragung.

Bevor man sich deswegen jetzt aber Sorgen um die Gaming-Tauglichkeit macht, können wir gleich entwarnen. Denn dazu verfügt der Nebula P1 über einen separaten Spielmodus. Der deaktiviert zwar die Trapezkorrektur, reagiert in Verbindung mit HDMI 2.1 aber dennoch blitzschnell. Wir haben dazu einen Gaming-PC verbunden und bemerkten zunächst eine deutlich spürbare Latenz zwischen Mausbewegung und Bildausgabe. Doch nach Aktivierung des "Extrem"-Spielmodus' war davon nichts mehr festzustellen.

Durchdachtes Design

Bleibt noch die Fernbedienung. Die liegt mit 15 mm Dicke besser in der Hand als so manch andere und verfügt über eine dezente Hintergrundbeleuchtung, die sich beim Aufheben selbstständig einschaltet. Eine weitere positive Besonderheit, neben besagter Bildeinrichtungstaste, ist, dass die Einstellungstaste zunächst nur ein Overlay öffnet, statt sofort die laufende Anwendung zu unterbrechen. Der Power-Schalter wiederum versetzt den Projektor lediglich in den Ruhezustand, kann aber für mehr Optionen ebenfalls gedrückt gehalten werden. Alternativ lässt sich der P1 übrigens auch per Nebula-Connect-App mit dem Smartphone steuern.

Eine Fernbedienung auf einem Holztisch Quelle: PCGH Dank Hintergrundbeleuchtung findet man sich auch ohne die von uns häufig gelobten Seitentasten auf der Fernbedienung zurecht, die manch anderer Beamer bietet. Zum Design des eigentlichen Projektors gibt es neben den genannten Punkten nicht mehr viel zu sagen. Die Optik ist zweifellos besonders, dient aber ihrem mobilen Zweck, was durch das geringe Gewicht von nur 2,32 kg und die Halteschlaufe bekräftigt wird. Das Gehäuse fühlt sich äußerst hochwertig an, verfügt über eine IP33-Schutzklasse und bewahrt die heruntergeklappte Linse vor äußerer Einwirkung. Der Projektionsflexibilität steht das Design dagegen etwas im Weg.

Soundcore Nebula P1: Fazit

Mit den abnehmbaren Lautsprechern hat Soundcore hier aber definitiv ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Was auf den ersten Blick vielleicht wie ein Gimmick wirkt, hebt das Klangniveau des P1 tatsächlich auf die nächste Stufe und bietet hörbar satteren Stereosound und erstaunlich volle Bässe. Echte Ton-Connaisseure werden die Lautsprecher zwar nicht von der Soundbar weglocken. Doch da das Ganze auch noch durchweg schnell und intuitiv funktioniert, steht dem mobilen Kinoabend schon einmal nichts mehr im Weg - solange man eine passende Stromquelle parat hat.

Die Betonung liegt aber weiterhin auf "Abend". Denn beim Bild gilt die übliche Regel: Ohne abgedunkelten Raum geht es nicht. Ist das Licht im Griff, überzeugt der Nebula P1 mit scharfem Full-HD-Bild und lebendigen Farben, unterstützt durch gelungene Auto-Funktionen, die manuelles Nachjustieren beinahe obsolet machen. Durch Google TV sind zudem alle gängigen Streaming-Anbieter mit an Bord. Und der Gaming-Modus erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit spürbar - allerdings auf Kosten der Trapezkorrektur. Wer also gerne Filme oder Spiele draußen oder bei Freunden genießt und auf den fehlenden Akku verzichten kann, bekommt mit dem Nebula P1 ein innovatives Gesamtpaket.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Saint_Patryk Schraubenverwechsler(in)
        Tatsächlich habe ich den Beamer heute zum testen erhalten und bin sehr zwiegespalten. Das Bild ist ordentlich und die automatische Trapezkorrektur sowie der Fokus funktionieren sehr gut. Er ist außerdem flüsterleise bzw aus 1m Entfernung kaum wahrnehmbar. Für einen Preis von 799€ UVP ist das aber auch das mindeste.

        Enttäuscht bin ich bezogen auf die so angepriesene Mobilität. Ein Akku fehlt. Wie lange er mit einer Powerbank betrieben werden kann muss ich noch testen. Ich vermisse bei solchen Beamern auch die Möglichkeit die Fernbedienung zu verstauen. Eine Ausbuchtung an der Seite würde den Beamer kaum größer machen.
        Die größte Enttäuschung sind aber die hier hochgelobten Speaker. Ich bin zwar gute Lautsprecher gewöhnt und dadurch vielleicht etwas verdorben, aber einen so dünnen Sound habe ich von soundcore nicht erwartet. Im Bereich der Kopfhörer liefert soundcore P/L technisxh gutes ab und bei dem Equalizer ist sonst sehr viel möglich. Anders hier... Matschiger Sound, KEIN Bass, keine wirklichen Einstellmöglichkeiten. Physik kann nicht überlistet werden, aber das gebotene ist ehrlich gesagt eine Frechheit, wenn man den Preis vedenkt.

        Mein Fazit: Lieber einen Beamer ohne Speaker kaufen und USB Box(en) dazu packen.
      • Von Saint_Patryk Schraubenverwechsler(in)
        Tatsächlich habe ich den Beamer heute zum testen erhalten und bin sehr zwiegespalten. Das Bild ist ordentlich und die automatische Trapezkorrektur sowie der Fokus funktionieren sehr gut. Er ist außerdem flüsterleise bzw aus 1m Entfernung kaum wahrnehmbar. Für einen Preis von 799€ UVP ist das aber auch das mindeste.

        Enttäuscht bin ich bezogen auf die so angepriesene Mobilität. Ein Akku fehlt. Wie lange er mit einer Powerbank betrieben werden kann muss ich noch testen. Ich vermisse bei solchen Beamern auch die Möglichkeit die Fernbedienung zu verstauen. Eine Ausbuchtung an der Seite würde den Beamer kaum größer machen.
        Die größte Enttäuschung sind aber die hier hochgelobten Speaker. Ich bin zwar gute Lautsprecher gewöhnt und dadurch vielleicht etwas verdorben, aber einen so dünnen Sound habe ich von soundcore nicht erwartet. Im Bereich der Kopfhörer liefert soundcore P/L technisxh gutes ab und bei dem Equalizer ist sonst sehr viel möglich. Anders hier... Matschiger Sound, KEIN Bass, keine wirklichen Einstellmöglichkeiten. Physik kann nicht überlistet werden, aber das gebotene ist ehrlich gesagt eine Frechheit, wenn man den Preis vedenkt.

        Mein Fazit: Lieber einen Beamer ohne Speaker kaufen und USB Box(en) dazu packen.
      • Von Ryden85 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Bei Klang ist Volumen immer ein Faktor, den man nicht vergessen darf. Bevor man den Beamer aufgrund des verbauten Lautsprechers wählt, sollte man überlegen ob es nicht sinnvoller ist, wenn man einfach eine eh vorhandene Bluetooth Box damit koppelt und dann garantiert besseren Sound hat, dazu eben noch Stereo wenn man 2 hat, die sich paarweise koppeln lassen.

        Aber sonst ein nettes Gerät.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Ich bin richtiger Fan von guten Stereo Sound, sprich auch brauch da kein 7.x oder so. Gutes Stereo und gut.
        Was mir aber von klein an schon klar war ist das aus einem Lautsprecher Gehäuße was die Maße eine Bier-/Coladose hat auch nur ein Sound wie aus entsprechnder Dose kommen kann.
        Da von einer Lösung eines Soundproblems zu sprechen ist schon weit hergeholt. Es ist eine nette Option immer dann wenn kein ordentlicher Sound über eine entsprechende Anlage möglich ist.
        Die Bilder zu den verschiedenen Einstellungen des Bildes sind leider völlig unbrauchbar um tatsächlich einen Eindruck zu erhalten. Sind die mit einem Mobiltelefon aufgenommen? Hier wäre eine Ausrichtung Parallel zur projektierten Fläche schon mal wichtig.
      Direkt zum Diskussionsende
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